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Standpunkt 545, 2. September 2022

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Standpunkt 545, 2. September

SCHWEIZERISCHE 2. September 2022 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 545 | 25. Jahrgang AZA 4133 Pratteln Post CH AG DIE MEINUNG Alles zur Stärkung der Berufsbildung «KMU NETWORKING GRILL» – Rund 400 Gäste genossen am «KMU Networking Grill» im HDW-Garten einen stimmungsvollen Abend. In diesem Rahmen stellte sich auch der neue Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, Roman Mayer, vor. Lauer Sommerabend für KMU Von Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland Die Wirtschaft befindet sich in verschiedenen, herausfordernden Transformationsprozessen in den Bereichen Energie, Mobilität, Digitalisierung oder Technologie. Die Ansprüche wachsen, die Berufswelt wird komplexer und dynamischer. Damit die Schweiz im globalen Wirtschaftsumfeld ihre gute Position halten kann, braucht es Menschen, die vordenken, aber es braucht vor allem auch viele gut ausgebildete Menschen, die anpacken wollen und können. Das Berufsbildungssystem in der Schweiz ist ein Erfolgsmodell. Aber es ist auch ein Modell, das es nicht bloss zu bewahren, sondern weiter zuentwickeln gilt. Der Wettbewerb um die Talente hat sich durch den allgegenwärtigen Fachkräftemangel verschärft. Es wird essenziell sein, die Vorzüge der Berufsausbildung hervorzuheben, ihr Image zu stärken und aufzuzeigen, dass die Berufslehre für die spätere Karriere und die Bewerbungsprozesse erhebliche Vorteile mit sich bringt. Hochqualifizierte Menschen müssen längst nicht zwingend eine akademische Ausbildung anstreben. Es gibt heute mit der Berufsmatur, mit höheren Fachschulen und vielseitigen und anspruchsvollen Fortbildungsmodulen genügend Möglichkeiten, in seinem Metier auf höchstem Niveau eine Top-Fachkraft zu sein oder zu werden. Für die Wirtschaftskammer Baselland ist Berufsbildung ein Leitthema. Mit zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen möchten wir diesen Ausbildungsweg stärken und entwickeln. Zweimal haben wir in diesem Jahr bereits wertvolle Informationen zur Rekrutierung von Lernenden vermittelt, am 21. September starten wir eine Veranstaltung «Netzwerk Schule und Wirtschaft im Dialog», um den Berufsbildungsweg auch in den Sekundarschulen wieder tiefer zu verankern. Und am 28. September folgt der Tag der Lernenden, an dem wir neue Impulse rund um die Herausforderung Berufswahl vermitteln und eine zentrale Plattform für den Erfahrungsaustausch bieten möchten. Ich bin überzeugt, dass wir die Berufsbildung weiter stärken werden. Und dies wird ein entscheidender Faktor sein für unseren Wirtschaftsstandort in der Nordwestschweiz. HEUTE IM STANDPUNKT 2 | ABSTIMMUNGEN Alle vier nationalen Vorlagen vom kommenden 25. September auf einen Blick. 4 | IMPFAKTION Bald ist wieder Zeit für die Grippe-Impfung. Mit Monica Gschwind, Dr. Anton Lauber und Isaac Reber gaben sich beim «KMU Networking Grill» gleich drei Baselbieter Regierungsräte die Ehre – sie mischten sich unter zahlreiche Führungskräfte der regionalen Wirtschaft und genossen in lockerer Atmosphäre die Gelegenheit zum Austausch. Rund 400 Personen folgten der Einladung der Wirtschaftskammer Baselland, die sich für die diesjährige Auflage des Anlasses einiges einfallen liess. Ansprache im Auditorium Roman Mayer, seit dem vergangenen 1. Juli neuer Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, bat die Gäste für eine kurze persönliche Ansprache ins Auditorium, stellte sich erstmals in diesem breiteren Kreis vor und schaffte es mit seinen Worten, die ohnehin schon positive Stimmung an diesem Abend zusätzlich zu heben. Mayer betonte, dass er trotz seinem Start am «Bündeli tag» in den Sommerferien nicht untätig geblieben sei. Er ging kurz auf die aktuellen Herausforderungen für KMU in den Bereichen Mobilität, Energie und Fachkräftemangel ein. «Den KMU eine Stimme geben» Mayer ist es ein grosses Anliegen, «den KMU eine Stimme zu geben». Er will ein offenes Ohr haben und unkompliziert, unbürokratisch und pragmatisch für Taten und nicht für leere Worte stehen. Der Politik soll EVENTPARTNER Rund 400 Personen folgten der Einladung der Wirtschaftskammer zum «KMU Networking Grill». Bild: Utta Grütter aufgezeigt werden, dass konkrete Lösungen gesucht und gefunden werden müssen. Lösungen sollen auch trinational mit den deutschen und französischen Nachbarn angegangen werden. «Probleme sind da, um gelöst zu werden», sagte Mayer. Diese Einstellung hätte sein bisheriges Unternehmer leben an der Spitze der Swissterminal AG geprägt. Einen klaren Fokus will Mayer mit seinem Team bei der Wirtschaftskammer auch auf die Aktivitäten im Berufsbildungsbereich setzen. Das anschliessende Buffet mit Grill und Salaten von Jenzer Fleischund Feinkost, das von der Basler Versicherung, vertreten durch Christian Blaser und Martin Kuttler, gesponsorte Dessert aus der hauseigenen Gastronomie «BOOST eat & drink», die Gin-Auswahl in der Sandoase der IWF AG und das reichhaltige Getränkebuffet der Feldschlösschen AG sorgte für genussreiche Stunden in ungezwungener Atmosphäre. Der «KMU Networking Grill» 2022 wurde von den Eventpartnern Garage Keigel, IWF, Basler Versicherung und dem Haus der Wirtschaft ermöglicht. Daniel Schaub Seite 7 INTERVIEW – Am «KMU Business Treff» der Wirtschaftskammer Baselland und der UBS vom 22. September diskutiert Kurt Aeschbacher mit vier Gästen über das ewig aktuelle Thema «Unternehmensnachfolge». Eine Fernsehikone moderiert im HDW «Unternehmensnachfolge – Wünsche, Emotionen, Umsetzbarkeit» heisst der Titel des nächsten «KMU Business Treffs» vom kommenden 22. September im Haus der Wirtschaft in Pratteln. Der von der Wirtschaftskammer Basel land und der UBS organisierte Anlass wird von Kurt Aeschbacher moderiert. Der populäre Fernsehmoderator diskutiert mit vier Unternehmerinnen und Unternehmern unter anderem darüber, wie diese die Nachfolgeregelung in ihrer Firma angegangen haben und welche Punkte sie als besonders beachtenswert empfinden. Im Interview mit dem Standpunkt der Wirtschaft greift Kurt Aeschbacher einigen Themen des «KMU Business Treffs» vor. So erklärt der gebürtige Berner, dass die Übergabe durch den Firmengründer an die nächste Generation innerhalb der Familie nicht immer die beste Lösung sei und jedenfalls gut vorbereitet werden solle. Und dass man als Patron lernen müsse, loszulassen, was nicht selten einem Kraftakt gleichkomme. Schliesslich verrät Kurt Aeschbacher, der sich selber als «kleines KMU» versteht, seine Nachfolge bereits geregelt zu haben – sowohl auf unternehmerischer als auch auf persönlicher Seite. «Denn die einzige Gewissheit des Daseins ist schliesslich der Tod», sagt der Moderator im Interview. Loris Vernarelli Seite 5

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