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Standpunkt 526, 3. September 2021

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8 | Standpunkt der Wirtschaft KMU-ORGANISATIONEN 3. September 2021 GASTRO BASELLAND – An der Generalversammlung von Gastro Baselland war der Kanton mit Regierungspräsident Thomas Weber und Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer vertreten. Gastronomie ist systemrelevant DRIVERS COMPETENCE CENTRE AG DCC hat schwieriges Jahr hinter sich Der Baselbieter Regierungspräsident Thomas Weber brachte es an der General versammlung von Gastro Baselland am vergangenen 17. August auf den Punkt: Während der zwei Lockdowns habe sich die Bedeutung der Gastro betriebe deutlich gezeigt. Webers Schlussfolgerung, wonach die Beizen systemrelevant seien, fiel bei den zahlreich erschienenen Verbandsmitgliedern im Restaurant «Solbad Schweizerhalle» auf einen guten Boden. Nachdem sich mittlerweile praktisch alle gegen das Coronavirus impfen lassen können, müsse sich unser Leben wieder normalisieren. Der Baselbieter Gesundheitsdirektor zeigte sich skeptisch gegenüber einer 3-G-Regelung in den Restaurants. Fabienne Ballmer, Co-Präsidentin von Gastro Baselland, wandte sich dezidiert gegen solche Überlegungen: «Wir Wirte sind keine Polizisten.» Solche Kontrollen seien Aufgabe des Staates. Ballmer dankte den beiden anwesenden Regierungsvertretern – neben Weber nahm auch Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer an der Generalversammlung teil – für die lösungsorientierten Kontakte, die zwischen den Kantonsbehörden und der Branche bei der Bewältigung der Pandemie geherrscht hatten. «Dank der Covid-19-Kredite und kantonaler Sofortmassnahmen konnten die Baselbieter Gastrobetriebe die schwierige Situation einigermassen meistern», sagte Ballmer. Alain Goepfert neu im Vorstand Nach zwölf Jahren Vorstandszugehörigkeit erklärte Regula Nyffeler Birken meier ihren Rücktritt. Co-Präsident Philip Bühler würdigte ihr Engagement, zuletzt vor allem im Projekt «Baselbieter Genusswochen». Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied wurde ihre Arbeit verdankt. Als Nachfolger wählte die Versammlung Alain Goepfert, Geschäftsführer und Inhaber von «Berg und Tal Gastro» in Sissach. Marcel W. Buess Regierungspräsident Thomas Weber spricht, die demissionierende Regula Nyffeler Birkenmeier und Sandro Kammer hören zu.Bild: mwb Die Drivers Competence Centre AG (DCC), die Aus- und Weiterbildungskurse für den motorisierten Privatverkehr anbietet, blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2020 zurück. Während anderthalb Monaten konnte wegen der Corona-Pandemie nicht gearbeitet werden. «Ansonsten mussten die Trainingskurse in kleinen und damit nicht rentablen Gruppen durchgeführt werden», wie Verwaltungsratspräsident Felix Knöpfel in seinem Jahresbericht feststellt. Die Kursprogramme mussten wegen Corona «nicht weniger als viermal angepasst werden». Dank der flexiblen Moderatoren seien die Kurse aber dennoch mit einer sehr hohen Qualität durchgeführt worden. Dementsprechend seien auch die Feedbacks der Teilnehmenden sehr positiv ausgefallen. Marcel W. Buess VERBAND DACH UND WAND – Nach 14 Jahren gibt Matthias Ritter die Leitung des Verbands Dach und Wand Baselland in jüngere Hände. Er übergibt das Präsidium an Vorstandskollege Tobias Schaub. Generalversammlung wählt neuen Präsidenten Der Verband Dach und Wand Baselland wurde in den vergangenen 14 Jahren vom Diegter Landrat Matthias Ritter präsidiert. Er prägte die Verbandsarbeit der letzten zwei Jahrzehnte wie kein anderer. Während insgesamt 26 Jahren gehörte er der Verbandsleitung an. Von 1999 bis 2007 als Vizepräsident und anschliessend als engagierter und prägender Verbandskapitän. An der Generalversammlung vom vergangenen 27. August, die im Restaurant «Rössli» in Oberwil stattfand, übergab Matthias Ritter die Präsidentenglocke an seinen bisherigen Vorstandskollegen Tobias Schaub (Firma Böhi + Wirz AG, Liestal), der von seinen Berufskollegen einstimmig zum neuen Verbandschef gewählt wurde. Vizepräsident Hans Tribelhorn und die anderen bisherigen Mitglieder der Verbandsleitung – Thomas Dalhäuser, Domenico Marsicovetere, Peter Waldburger und Kaspar Mosimann, Sekretär, wurden in ihren Funktionen bestätigt. Lob und Dank vom Dachverband Walter Bisig, Zentralpräsident der Gebäudehülle Schweiz, liess es sich nicht nehmen, aus dem Glarnerland anzureisen und seinem langjährigen Weggefährten Matthias Ritter an dessen letzter Generalversammlung die Reverenz zu erweisen. Ritter habe sich beispielhaft für die Branche engagiert. Bisig hob die Geradlinigkeit des scheidenden Präsidenten hervor. Man habe sich auf ihn verlassen können und sein Wort habe in den Gremien des schweizerischen Dachverbandes grosses Gewicht gehabt. Im Rahmen des Nachtessens wurde Matthias Ritter feierlich verabschiedet und zum Ehrenmitglied des VDWBL ernannt. Marcel W. Buess Landrat Matthias Ritter (links) übergibt die Präsidentenglocke an Tobias Schaub. Bild: mwb KMU-NACHRICHTEN EBL: «Strom bleibt weiter günstig» Aufgrund der massiv steigenden vorgelagerten Netzpreise für das Übertragungsnetz der Swissgrid ist für das Jahr 2022 schweizweit mit steigenden Netznutzungspreisen zu rechnen. Bei der EBL zahlten sich die betriebswirtschaftlichen und wettbewerbsorientierten Anstrengungen auch im nächsten Jahr aus, teilt das Unternehmen mit. «Trotz der starken Erhöhung von knapp 30 Prozent sowie einem Minderabsatz im Netz durch Covid-19, ist es der EBL gelungen, den Betriebsaufwand leicht zu senken und damit die Netzpreisentwicklung weitgehend aufzufangen» heisst es in der Medienmitteilung vom vergangenen 31. August. Auch 2022 setzt sich die EBL für die Förderung von erneuerbaren Energien ein und unterstützt als Partner des Baselbieter Energiepakets – mit Förderprogrammen für energetische Gebäudesanierungen – die konsequente Reduktion von CO 2 . Die EBL unterstützt ihre Kunden und im Speziellen KMU, um die Energiekosten stetig weiter zu senken. Reto Anklin ANZEIGE Wir machen Sie bereit fürs Business. IT-Lösungen müssen sicher und zukunftsfähig sein. Aber auch Abläufe erleichtern. Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie uns an: 061 406 14 14

3. September 2021 KMU-ORGANISATIONEN Standpunkt der Wirtschaft | 9 INTERVIEW «Das neue Bildungszentrum überzeugt» Thomas Jundt, Mitinhaber Alabor Gartenbau AG in Binningen und Verwaltungsratspräsident der Betreibergesellschaft «Bildungs zentrum GmbH AG». GÄRTNERMEISTER BEIDER BASEL – Im neuen Bildungszentrum des Verbands Gärtnermeister beider Basel wurde bereits das erste Qualifikationsverfahren erfolgreich durchgeführt. Am kommenden 10. und 11. September wird der in Liestal erstellte Neubau nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Bildungszentrum öffnet Türen Thomas Jundt, Verwaltungsrats präsident der Betreibergesellschaft, spricht über Vorzüge des neuen Bildungszentrums des Verbands Gärtnermeister beider Basel. Standpunkt: Herr Jundt, wie hat sich das Bildungszentrum bei den ersten durchgeführten Anlässen bewährt? Thomas Jundt: Im Mai hat das diesjährige Qualifikationsverfahren – ehemals Lehrabschlussprüfung – stattgefunden, danach die ersten überbetrieblichen Kurse für Lernende sowie Weiter bildungen. Die Vorteile des Zentrums wurden deutlich: kein Auf- und Abbau von Provisorien und keine Materialtransporte zu verschiedenen Durchführungsorten mehr. Teilweise musste improvisiert werden, weil die Bauarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen waren, aber die Vorteile haben deutlich überwogen. Die Generalversammlung des Unternehmerverbandes Gärtnermeister beider Basel inklusive Apéro konnte im grossen Saal durchgeführt werden. Auch hier hat das neue Bildungszentrum überzeugt. Das neue Bildungszentrum des Verbands Gärtnermeister beider Basel an der Hammerstrasse in Liestal. Bild: zVg Was freut Sie an dem Neubau besonders? Dass wir den Bau ausschliesslich mit regionalen Partnern und weitest gehend mit einheimischen Materialien realisiert haben. Baukommission und Verwaltungsrat haben mit dem Architekten, dem fachlichen Leiter und der Projekt leitung viel Zeit investiert, um die Anforderungen exakt zu definieren. Dieser Aufwand hat sich gelohnt. Das Gebäude ist zweckmässig konzipiert und kann gut genutzt werden. Ein weiterer Vorteil sind die Aussenflächen, die für praktische Arbeiten genutzt werden. Die Stadtgärtnerei Basel hat grosszügigerweise die Bepflanzung von über einem Dutzend Gross-Bäumen beigesteuert. Ausserdem werden rund 400 Rosensträucher und über 1000 Stauden angepflanzt. Neben der fachkundigen Begleitung der überbetrieblichen Kurse, der Abschlussprüfungen und der Weiterbildungsveranstaltungen steht auch individuelles Lernen auf dem Programm des Bildungszentrums. Was ist darunter zu verstehen? Zwei Beispiele: Lernende müssen am Ende ihrer Ausbildung rund 400 Pflanzen erkennen. Möglichst viele davon sollen auf dem Gelände vorhanden sein und ihnen beim Erlernen helfen. Zudem planen wir, möglichst alle Unterrichtsmaterialien digital online verfügbar zu machen, damit Lernende jederzeit darauf zugreifen können. Wir wollen eine zukunftsweisende Form beruflicher Grundbildung vermitteln, damit wird die gärtnerische Ausbildung noch attraktiver. Was planen Sie im Bereich Weiterbildung? Neben Fachkursen, etwa für Baumschnitt, gewinnt die Sicherheitsthematik laufend an Bedeutung. Wer praktisch arbeitet, braucht heute zum Beispiel auch als Gärtner/in den Nachweis einer Ausbildung als Baumaschinenführer/in. Es gibt Vorschriften für Ladungssicherung und Absturzsicherung usw. Dafür bieten wir schon heute Kurse an. Das Kursprogramm ist auf unserer Website abrufbar. Für die nächsten Jahre planen wir einen kontinuierlichen Ausbau des Angebots, damit möglichst viele Mitarbeitende diese Kurse in der Region besuchen können. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür? Am Tag der offenen Tür hat die Bevölkerung Gelegenheit, das Bildungszentrum zu besichtigen. Auf besonderes Interesse werden sicherlich die Halle und der ansehnliche Maschinenpark stossen. Während des ganzen Tages findet die regionale Ausscheidung für die Swiss Skills (Schweizer Berufsmeisterschaft) statt, wo den Teams bei der praktischen Arbeit zugesehen werden kann. Wir freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher. Interview: Reto Anklin Seine Feuertaufe hat das neue Bildungszentrum des Verbands Gärtnermeister beider Basel (GmbB) bereits bestanden. Das diesjährige Qualifikationsverfahren, ehemals Lehrabschlussprüfungen genannt, ging problemlos über die Bühne des Neubaus an der Hammerstrasse in Liestal. Auch die ersten überbetrieblichen Kurse und die Generalversammlung des Verbands fanden bereits im neuen «Kompetenzzentrum für die gärtnerische Bildung in der Region Basel» statt. «Das neue Bildungszentrum überzeugt», sagt Thomas Jundt, Verwaltungsrats präsident der Betreibergesellschaft «Bildungs zentrum GmbB AG» (siehe Interview links). Am kommenden 10. September folgt nun die offizielle Einweihung mit geladenen Gästen und am 11. September ein «Tag der offenen Tür» für die breite Öffentlichkeit (siehe Infobox). Dort kann auch das vom Kanton erbaute Rückhaltebecken für die Ergolz besichtigt werden, das gleichzeitig als Fundament für das Gebäude des Bildungszentrums dient. Gesteigerte Ausbildungsqualität Mit dem zentralen Bildungszentrum in Liestal steigert der GmbB die Ausbildungsqualität massiv. Bisher fanden die überbetrieblichen Kurse an neun Standorten in der Region Basel statt. Der logistische, zeitliche und finanzielle Aufwand war hoch. Trotzdem erfüllten nicht alle Ausbildungsorte die erforderlichen Standards. Vom neuen regionalen Kompetenzzentrum für die Aus- und Weiterbildung profitieren alle grünen Berufe und alle Mitarbeitenden. Überbetriebliche Kurse, Abschluss- ERÖFFNUNG AM 10. UND 11. SEPTEMBER Die offizielle Eröffnung des neuen Bildungszentrums des Verbands Gärtnermeister beider Basel an der Hammerstrasse 25 in Liestal findet am Freitag, 10. September, statt. Der Anlass für geladene Gäste beginnt um 17 Uhr mit einem Apéro. Es folgen Ansprachen und die Besichtigung des Bildungszentrums. Danach gibt es Leckerbissen vom Foodtruck sowie Bar- und Festbetrieb mit Livemusik und einer prüfungen und Weiterbildungsveranstaltungen können professionell durchgeführt werden. Der Pflanzenlehrpfad, die Terrassenbepflanzung sowie die Wand- und Fassadenbegrünungen stehen auch für individuelles Lernen bereit. «Weiterbildung soll für alle Mitarbeitenden der Branche zu einem festen Bestandteil ihrer beruflichen Tätigkeit werden», heisst es auf der Website des Bildungszentrums. Reto Anklin Zigarrenlounge. Am 11. September findet von 9 bis 18 Uhr ein «Tag der offenen Tür» für die Öffentlichkeit statt. Auf den Anlagen des Bildungszentrums wird die regionale Vorausscheidung für die Berufsmeisterschaft SwissSkills ausgetragen. Ausserdem kann auch das unter dem Bau befindliche Wasserrückhaltebecken des Amts für Industrielle Betriebe (AIB) besichtigt werden. ra www.bz-gmbb.ch GÄRTNERMEISTER BEIDER BASEL – Der Verband Gärtnermeister beider Basel hat seine Generalversammlung am vergangenen 19. August schon vor der offiziellen Eröffnung im neuen Bildungszentrum in Liestal abgehalten. Generalversammlung fand bereits im Neubau statt Die Gärtnermeister beider Basel trafen sich am 19. August im demnächst komplett fertiggestellten brancheneigenen Bildungszentrum an der Hammerstrasse in Liestal (siehe oben). Der Baubeginn des Bildungszentrums und die damit zusammenhängenden organisatorischen Aufgaben bildeten denn auch eine der Schwerpunktaufgaben im Geschäftsjahr 2020. Verbandspräsident Thomas Schulte freute sich, seinen Branchenkollegen die künftige Ausbildungsstätte bereits einen knappen Monat vor der offiziellen Betriebsaufnahme am 10. September zeigen zu können. Gartenmagie beider Basel Luzius Gschwind, das für Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Vorstandsmitglied, informierte seine Berufskollegen über das vom Basler Reinhardt-Verlag im Sommer des vergangenen Jahres lancierte Magazin «Gartenmagie beider Basel». Der Verband wurde um eine ideelle und inhaltliche Unterstützung dieser neuen regionalen Publikation angefragt. Unter der Voraussetzung, dass das finanzielle Risiko voll beim Verlag liegt und bleibt, sei eine Mitwirkung seitens des Gärtnermeisterverbandes beider Basel selbstverständlich. Künftig wird das Magazin unter dem Patronat von Gärtnermeister beider Basel erscheinen. Neben der Vorstellung der schönsten regionalen Gärten wird die jährlich zweimal erscheinende Publikation auch wertvolle Tipps zur Gartenpflege, zu Pflanzen und Gemüse enthalten. Die erste Ausgabe liegt mittlerweile vor, und Luzius Gschwind lud die Verbandsmitglieder ein, sich mit Beiträgen an dieser für die regionale Branche sicher interessanten PR- Plattform aktiv zu beteiligen. Verbandspräsident Thomas Schulte referiert an der Generalversammlung, neben ihm sitzt Geschäftsführer René Saner. Bild: mwb Die bisherige Verbandsleitung mit Präsident Thomas Schulte, Vizepräsident Heiner Senn sowie den Mitgliedern Luzius Gschwind, Caspar Kerdijk, Simon Kottmann, Andreas Oser und Andreas Sutter wurde von der GV für eine neue Amtsperiode bestätigt. Marcel W. Buess

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