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Standpunkt 508, 18. September 2020

Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

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4 | Standpunkt der Wirtschaft BERUFSBILDUNG 18. September 2020 BERUFSMEISTERSCHAFTEN – Der Sissacher Koch Rino Zumbrunn holte sich in Weggis den Schweizer-Meister-Titel und sicherte sich damit auch die Teilnahme an den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills 2021 in Schanghai. Wegen Corona fanden die Schweizer Berufsmeisterschaften nicht wie geplant zentral auf dem Gelände der «Bernexpo» in Bern, sondern über die ganze Schweiz verteilt statt. Baselbieter Koch holt SwissSkills-Gold Statt an den ursprünglich in Bern geplanten, zentral ausgetragenen Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills messen sich die besten jungen Berufstalente der Schweiz in den letzten Tagen dezentral, verteilt über die ganze Schweiz. Die bisher einzige Medaille für die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt gewann der Sissacher Koch Rino Zumbrunn. Er holte sich vergangene Woche in Weggis den Schweizer-Meister-Titel und sicherte sich damit auch die Teilnahme an den WorldSkills 2021 in Schanghai. Speziell: Rinos Bruder Heiko Zumbrunn gewann 2017 in Abu Dhabi als Carrossier bereits Silber an den Berufs-Weltmeisterschafen. Lernen bei Spitzenköchen Rino Zumbrunn beim Kochen an den SwissSkills in Weggis. Im Sommer 2018 schloss Rino Zumbrunn seine Ausbildung bei Brüderli Gastro nomie ab. Seither trainierte er neben seinem Beruf intensiv für die SwissSkills, hospitierte bei Schweizer Spitzenköchen und hat nun den Lohn für sein Talent und sein Engagement erhalten. Leider blieb den jungen Berufsleuten dieses Jahr die grosse Bühne verwehrt. Auf die Leistung der Teilnehmenden hatte dies keinen Einfluss. «Es ist toll zu sehen, mit welch grosser Leidenschaft die Teilnehmenden der SwissSkills Championships um die Medaillen kämpfen. Sie zeigen, was für herausragende Berufsleute die Berufsbildung in der Schweiz Jahr für Jahr hervorbringt», sagt Reto Wyss, Stiftungsratspräsident von SwissSkills. Urs Berger, bei der Wirtschaftskammer Baselland zuständig für die Aus- und Weiterbildung, betont, wie wichtig solche Anlässe für junge Berufsleute sind: «Hier können sie sich mit anderen messen und ihre Qualitäten zeigen. Das ist eine tolle Motivation, wenn man sich national wie international vergleichen kann. Diese Wettbewerbe zeigen auch, dass wir im Baselbiet und in der Schweiz hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten haben, die den Jugendlichen tolle Perspektiven bieten.» Unter normalen Umständen hätte sich letzte Woche in Bern auf dem Gelände der «Bernexpo» der Berufs-Nachwuchs in 75 Berufen und vor 120 000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern gleichzeitig an den SwissSkills gemessen. Dieser Grossevent musste auf 2022 verschoben werden. In 60 Berufen führen die jeweiligen Berufsverbände mit Unterstützung der Stiftung SwissSkills stattdessen im Verlaufe dieses Herbsts die dezentral durchgeführten Bild: zVg/Matthias Jurt Fotografie SwissSkills Championships 2020 durch und erküren so dennoch ihre Schweizer Meisterinnen und Meister. In rund 40 der 60 Berufe sind die SwissSkills 2020 Teil der Selektion für die WorldSkills 2021 im chinesischen Schanghai. Rino Zumbrunn wird dort seinen Beruf und unser Land vertreten. Patrick Herr NEUE KAMPFFLUGZEUGE – Am kommenden 27. September stimmt die Schweiz darüber ab, ob ihre Armee neue Kampfflugzeuge beschaffen darf oder nicht. Die Kampfjets beschützen nicht nur die Bevölkerung, sie schaffen auch Arbeitsplätze in der KMU-Wirtschaft. Kampfflugzeugbeschaffung kommt auch Schweizer KMU zugute Die Kampfflugzeuge der Schweizer Armee sind hoffnungslos veraltet und müssen in zehn Jahren ersetzt werden. Die neuen Flugzeuge sollen maximal 6 Milliarden Franken kosten und wiederum eine Nutzungsdauer von 40 Jahren haben. Dagegen hat die GSoA (Gruppe für eine Schweiz ohne Armee) das Referendum ergriffen und nun stimmen wir am kommenden 27. September darüber ab. Auf den ersten Blick hat dieser Kauf von Kampfflugzeugen nicht sehr viel mit unserer KMU-Wirtschaft zu tun. Aber nur auf den ersten Blick. Aber gehen wir schrittweise vor. Bedrohungslage verändert Die Gegner der Armee und des Flugzeugkaufs sind der Meinung, dass das Geld anderswo besser verwendet werden kann und dass sich die Bedrohungslage verändert hat. Nehmen wir letzteren Punkt zuerst auf. Denn hier haben sie recht. Die Bedrohungslage hat sich tatsächlich verändert, wie folgende beiden Beispiele zeigen. Wehrpflicht wieder eingeführt kehre: «Wir müssen die Verteidigungskapazitäten des Landes stärken», sagte Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite angesichts der Ukraine-Krise und des russischen Säbelrasselns entlang der litauischen Grenze. Zu wenige Freiwillige in Schweden Ähnliches passierte in Schweden. Das neutrale Land war der Meinung, dass es in seiner Umgebung keine Bedrohung mehr gibt und schaffte die Wehrpflicht 2010 ab. 2017 führte eine rot-grüne Regierung (sic!) diese wieder ein. In erster Linie, weil man zu wenige Freiwillige für die Landesverteidigung gefunden habe, hiess es. Aber auch hier führte die Ukraine-Krise offenbar zur Erkenntnis, dass weisse Tauben und das Prinzip Hoffnung keine adäquaten Mittel für die Landesverteidigung sind und vor allem, dass sich die Bedrohungslage unvermittelt ändern kann. «Volatile Sicherheitslage» Der Verteidigungsminister Schwedens sprach im Januar dieses Jahres von einer «volatilen Sicherheitslage in Nordeuropa». Die aktuelle Situation in Belarus verschärft die Situation zusätzlich, wie es derzeit heisst. Litauen und das neutrale Schweden haben übrigens ihre Verteidigungsausgaben zum Teil massiv erhöht. Ja, die Bedrohungslage verändert sich laufend, sie ist nicht vorhersehbar und genau deshalb spricht sehr wenig dagegen, dass die Schweiz neue Kampfflugzeuge beschafft. Die wirtschaftliche Seite Ein weiterer Aspekt bei dieser Abstimmung ist das Thema «Gegengeschäfte». Jetzt sind wir beim wirtschaftlichen Teil der Kampfflugzeugbeschaffung. 60 Prozent des Kaufpreises der Flugzeuge sollen nämlich in Form von Gegengeschäften wieder zurück in unser Land fliessen. Das sind mehr als 3 Milliarden Franken, die unserer KMU-Wirtschaft zugutekommen können. Und das in einer Zeit, in der wir um jede Investition froh sein dürfen. Türöffner für zusätzliche Aufträge Das Abstimmungsplakat des Komitees «Ja zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge». Bild: zVg Swissmem, der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie verwandter technologieorientierter Branchen, schreibt zum Thema Gegengeschäfte unter anderem: «Zudem sind Gegengeschäfte ein Türöffner für Schweizer Firmen und generieren zusätzliche Aufträge. Insbesondere KMU können oft nur so zu Lieferanten von grossen, internationalen Firmen werden. Längerfristig werden dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen. Sie sind damit ein Gewinn für uns alle.» Für die Landesverteidigung notwendig und positiv für das Schweizer Gewerbe: Aus diesen Gründen empfiehlt die Wirtschafts- Der Kleinstaat Litauen hat die Wehrpflicht 2008 abgeschafft und 2015 wieder eingeführt. Natürlich darf man über die Wehrpflicht diskutieren. Spannender ist aber die Begründung für diese rasche Spitzkammer Baselland ein überzeugtes Ja zur Beschaffung der Kampfflugzeuge. Patrick Herr

18. September 2020 CORONAVIRUS Standpunkt der Wirtschaft | 5 Reisebranche braucht neue Impulse HANS GRAF AG – Das Bauunternehmen ist bisher gut über die Coronarunden gekommen. Negative Folgen zeigten sich erst mit einer Verzögerung von einem halben Jahr, sagt Firmenchef Rolf Graf. Öffentliche Hand ist gefordert Remo Camponovo, Mitglied der Geschäftsleitung Sägesser Reisen AG in Wintersingen. Seit Jahrzehnten gehört die Sägesser Reisen AG in Wintersingen zu den anerkannten und bedeutenden Reiseanbietern in unserer Region. Mit sechs auf dem neuesten Stand ausgerüsteten Setra-Cars werden zum Beispiel Tagesausflüge und Erlebnisreisen in der Schweiz und in den angrenzenden Nachbarländern angeboten. Laut Remo Camponovo, Mitglied der Geschäftsleitung und dort zuständig für die Administration, lief das Jahr 2020 eigentlich sehr gut an. Am 15. März fand die letzte Fahrt statt. Ab 16. März galt der Lockdown, und bis am 15. Juni fanden keine Reisen mehr statt. Abgesehen von einer Buslinie, welche im Auftrag der BLT im Oberbaselbiet betrieben wird, stand der Betrieb weitgehend still. Die 36 Mitarbeitenden (inklusive Teilzeitbeschäftigte) sind seit März mehrheitlich auf Kurzarbeit gesetzt. Camponovo sagt, dass auch Geschäftsinhaber wieder unter die Kurzarbeits- Regel fallen sollten. Der Covid-19-Kredit wurde ebenfalls in Anspruch genommen. Seit Mitte Juni finden wieder Tagesausflüge und Gruppenreisen statt – aber auf einem tiefen Niveau. Aktuell bewegt sich der Umsatz im Vergleich mit dem Vorjahr auf einem um 80 Prozent tieferen Niveau. Für die Zukunft ist er aber trotzdem positiv gestimmt und erwartet ein besseres Ergebnis bis Ende Jahr. Die Reisebranche werde sich an veränderte Verhältnisse und andere Verhaltensweisen gewöhnen müssen, sagt Camponovo. Die Krise biete auch Chancen für Neues. Marcel W. Buess Grössere Nachfrage nach Ergonomie Rolf Graf führt die Hans Graf AG in zweiter Generation. Das Bauunternehmen Hans Graf AG besteht seit 1956 und wird heute in zweiter Generation von Rolf Graf geführt. Das Maispracher Unternehmen beschäftigt 25 Mitarbeitende. Die Leistungspalette umfasst den Hoch- und Tiefbau, Umbauten und Renovationen, den Gartenlandschaftsbau und Rück bau arbeiten. Bei Ausbruch der Corona- Pandemie waren die Auftragsbücher sehr gut gefüllt und verschiedene Aufträge in der Umsetzung. Dank dem raschen Reagieren des regionalen Branchenverbands Bauunternehmer Region Basel (BRB), den Rolf Graf nebenberuflich präsidiert, und der Wirtschaftskammer Baselland konnten Baustellenschliessungen verhindert werden. Rolf Graf ist der Wirtschaftskammer für die wichtige Unterstützung sehr dankbar. Keine Umsatzeinbusse erwartet Die konsequente Umsetzung der BAG-Richtlinien ermöglichte eine angepasste Weiterarbeit. Die Baustellen sind mit Desinfektionsmitteln und genügend Schutzmasken ausgerüstet. Und es werden für Mittags- und sonstige Pausen mehr Aufenthaltscontainer eingesetzt als üblich, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Rolf Graf geht davon aus, dass im Vergleich mit dem Vorjahr keine Umsatzeinbusse stattfindet. Auch während der zurückliegenden Monate konnten neue Aufträge akquiriert werden, sodass die Auftragsbücher sicher bis Ende 2020 gefüllt sind. Laufende Planungen forcieren Wirtschaftlich negative Folgen der Coronakrise wie zum Beispiel Investitionsstopps bei Privaten und der Industrie oder die Sistierung von Projekten werden sich in der Bau- Bilder: mwb wirtschaft mit einer Verzögerung von einem halben bis einem ganzen Jahr einstellen. Rolf Graf weist auf den 5-Punkte- Plan des Schweizerischen Baumeister verbands hin. Darin fordert die Bauwirtschaft die öffentliche Hand auf allen Stufen auf, Bauprojekte in Angriff zu nehmen, laufende Planungen und Projektierungen zu forcieren und Bewilligungsverfahren zu beschleunigen. Die öffentliche Hand habe die Chance, negative Corona-Auswirkungen abzufedern und so auch Arbeitsplätze zu sichern. Marcel W. Buess Christoph Tschan, Inhaber CTPLAN GmbH in Sissach. Für Christine und Christoph Tschan, die Inhaber der CTPLAN GmbH in Sissach, sind gesundes Arbeiten und Leben ein ganz zentrales Anliegen. In diesem Kontext steht auch das Firmen motto «Bewegung ist unsere Leidenschaft». Angeboten werden ergonomische Sitzund Büromöbel. Und im Gesundheitssegment finden sich spezielle Schuhe und Socken oder ein gesundheitsfördernde Schlafsysteme. Während des Lockdowns blieb das Ladengeschäft an der Sissacher Hauptstrasse geschlossen. Produkte konnten aber via Online- Shop bezogen werden. Bestehende Projekte wurden weitergeführt, wobei bei Auslieferungen und vor Ort bei der Kundschaft die BAG- Schutzmassnahmen eingehalten wurden. So bestand aufgrund der neuen Homeoffice-Gegebenheiten auch ein zusätzlicher Bedarf nach Stehpulten, welche die CTPLAN aufgrund einer Abmachung mit einem einheimischen Hersteller innert 24 Stunden liefern konnte. Seit der Wiedereröffnung des Ladens findet laut Christoph Tschan eine erfreulich gute Frequentierung statt. Vor allem im Gesundheitsbereich herrsche eine grosse Nachfrage. Und aufgrund der anhaltenden Homeoffice-Tätigkeiten sei auch die Nachfrage nach ergonomischen Produkten, vor allem bei den Sitzmöbeln, markant gestiegen. Christoph Tschan ist zuversichtlich für die Zukunft. Er hofft, dass die Coronakrise zu einem veränderten Konsumverhalten führt und wieder vermehrt in der Schweiz gekauft wird. Marcel W. Buess SCHULTE GARTENBAU GMBH – Ausser einer abgesagten Messe gab es keine negativen Auswirkungen. Gute Arbeit zahlt sich jetzt aus Thomas Schulte, Inhaber Schulte Gartenbau GmbH in Oberwil. Thomas Schulte, Inhaber der Schulte Gartenbau GmbH in Oberwil, wollte an der schweizerischen Gartenbauausstellung Giardina im März 2020 sein neues Projekt «greencityWALL Swiss» vorstellen. Mit der Begrünung von Gebäudefassaden will Schulte Lust auf vertikale Gärten machen. Alles war für die Präsentation an der Giardina 2020 vorbereitet – Stand, Infomaterial, usw. Doch dann machte die Corona-Pandemie diesem interessanten Auftritt einen Strich durch die Rechnung. Die Giardina wurde abgesagt. Ausser Spesen nichts gewesen. Thomas Schulte treibt trotz dieses «Rückschlags» das innovative Projekt weiter und er wird dafür auch belohnt: Anfang September wurde er für das ökologisch interessante Projekt vom Basler Verein Sun21 mit dem Nachhaltigkeitspreis «Faktor 5» ausgezeichnet. Die Begrünung beeinflusst das Mikro klima der Gebäude fassaden und begrünte Wände sind auch Lärmdämmer und Feinstaubfilter. Abgesehen von der coronabedingten Messe-Absage hatte die Pandemie bislang keine weiteren negativen Auswirkungen auf den Geschäftsgang des Betriebs. Die zehn Mitarbeitenden konnten unvermindert weiter beschäftigt werden, Kurzarbeit war und ist kein Thema. Ein Covid-Kredit steht aber zur Verfügung, sodass durch laufende Vorfinanzierungen für Material und Projektarbeiten kurzfristig mögliche Liquiditätsengpässe überbrückt werden könnten. Bis dato keine Einbussen Bis dato verzeichnet Schulte keine Einbussen. Sämtliche Aufträge konnten während des Lockdowns weitergeführt und zum Teil bereits abgeschlossen werden. Und seit dem Ausbruch der Pandemie akquirierte Thomas Schulte erfreulicherweise viele neue Aufträge, sodass der Betrieb über eine gute Auftragslage verfügt. Thomas Schulte ist überzeugt, dass die Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die vor Corona einen guten Job gemacht haben, auch eine solche Pandemiesituation unbeschadet überstehen werden. Marcel W. Buess JENZER FLEISCH + FEINKOST AG – Innert kurzer Zeit wurde ein Hauslieferdienst aufgezogen. Die Coronakrise proaktiv nutzen Christoph Jenzer, Geschäftsführer Jenzer Fleisch + Feinkost AG in Arlesheim. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen stellen für alle Betriebe eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. So auch für die Jenzer Fleisch + Feinkost AG in Arlesheim. Zum 122 Jahre alten Traditionsbetrieb gehören das Hotel/Restaurant «Ochsen» in Arlesheim und zwei Verkaufsfilialen in Muttenz und Reinach. Das Unternehmen zählt insgesamt rund 100 Mitarbeitende. Während des Lockdowns musste zwar der Restaurationsbetrieb in Arlesheim geschlossen bleiben, im Sinne der Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern liefen die drei Verkaufsläden und der Metzgereibetrieb aber weiter. Für Geschäftsführer Christoph Jenzer kamen weder Personalabbau noch Kurzarbeit oder die Inanspruchnahme von staatlicher Hilfe in Frage. So wurden neue Mitarbeiter teams gebildet und verschiedene Arbeitsprozesse angepasst. Zudem wurde innert 48 Stunden ein Hauslieferdienst aufgezogen. Seit Mitte März können Kunden im Umkreis von Arlesheim – es handelt sich um 15 Gemeinden von Basel bis Therwil – ihre Bestellungen online aufgeben. Inzwischen wurden über 1000 Bestellungen ausgeführt. Der Service erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Erholung bei Restaurants Während des Lockdowns brach die Belieferung von Restaurants oder der Partyservice ganz ein. Seit Mitte Mai erholen sich diese Bereiche wieder. Und in den vergangenen drei Monaten erzielte das Restaurant «Ochsen» dank einer neuen, attraktiveren Terrasse einen höheren Umsatz als in der Vorjahresperiode. Christoph Jenzer ist als innovativer Macher bekannt. So nutzt er die Corona-Krise proaktiv – einerseits mit der Lancierung des erwähnten Hauslieferdienstes und dem digitalen Ausbau des Onlineshops, andererseits auch mit der Weiterentwicklung eines breit gefächerten, regional verankerten und qualitativ hochstehenden Produkteangebots, das übrigens auch vegetarische Lebensmittel enthält. Marcel W. Buess

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