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Standpunkt 507, 4. September 2020

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Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 507, 4. September

SCHWEIZERISCHE 4. September 2020 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 507 – 23. Jahrgang AZA 4410 Liestal Post CH AG DIE MEINUNG Der Dank und die Motivation ABSTIMMUNGEN – Am kommenden 27. September ist «Super Sunday», wie immer wieder zu hören und zu lesen ist. Im Baselbiet entscheiden die Stimmberechtigten über ein Six-Pack von Vorlagen. Sechserpack am Super-Sonntag Von Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Die Wirtschaftskammer hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten mit allen möglichen Kräften für ihre Mitglieder eingesetzt. Wir haben uns unter anderem bei der Politik für Soforthilfe an die KMU-Wirtschaft stark gemacht, die Aktion «s Baselbiet schaffts» initiiert, mehr als 50 Newsletter verschickt, Stützkurse für Lernende organisiert und zuletzt in Allschwil und Birsfelden die Abgabe von Gratis- Schutzmasken durchgeführt. Es sind ausserordentliche Zeiten und intensive Zeiten für uns alle im Haus der Wirtschaft. Es sind Zeiten, die uns sehr viel abverlangen. Die KMU-Wirtschaft zu unterstützen und dabei rasch und flexibel zu reagieren, das stand seit März im Vordergrund. Es war nicht immer einfach und oft sehr aufwendig. Aber der Einsatz von jedem und jeder hier im Haus hat sich immer gelohnt, wie wir den zahlreichen Rückmeldungen entnehmen dürfen. Ich möchten mich im Namen des ganzen Teams in unserem Haus für die vielen positiven Anrufe, Gespräche und Mails recht herzlich bedanken. Es motiviert uns alle, wenn wir hören und lesen, dass das, was wir tun, bei Ihnen gut ankommt. Ich verspreche Ihnen auch gerne, dass wir unser Engagement für die KMU-Wirtschaft und für die vielen Lernenden weiterführen werden. Apropos Lernende. In dieser Zeitung finden Sie ein Gespräch mit Kilian Thürkauf und Anisa Morina, Jugendliche, die im August ihre Ausbildung begonnen haben. Sie stehen stellvertretend für die vielen Jugendlichen, die unsere Motivation und Unterstützung verdient haben. Wir haben es uns in dieser Zeitung zur Aufgabe gemacht, regelmässig Baselbieter Unternehmen zu porträtieren. Zuletzt haben wir darüber gesprochen, KMU zu zeigen, die trotz der Pandemie Positives zu berichten oder in der Krise gute Ideen entwickelt haben. Denn gute Nachrichten müssten neben den Problemen und Herausforderungen rund um die Pandemie einen Platz haben. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Not immer wieder erfinderisch gemacht hat, und Unternehmer gerade in schwierigen Zeiten findig geworden sind. Und wenn jemand erfinderisch und kämpferisch ist, dann sind es die vielen Tausend Unternehmerinnen und Unternehmer der Schweizer KMU-Wirtschaft. Der «Super Sunday», oder Super- Sonntag ist die ganz grosse Abstimmungskiste des Jahres. Denn es werden an diesem kommenden 27. September Entscheide gefällt, die für die Schweiz wie auch für die KMU-Wirtschaft relevant sind. Im Kanton Baselland ist dieser «Super Sunday» ein «Sixpack», wenn man einen weiteren Anglizismus bemühen will. Im Abstimmungscouvert finden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sechs Zettel vor: für fünf nationale Vorlagen sowie eine kantonale Vorlage. Machen wir eine kurze Auslegeordnung dieses Sechserpacks. Die beiden Vorlagen, die am meisten zu reden geben, sind die Begrenzungsinitiative sowie die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge für die Armee. In beiden Fällen gehen die Meinungen weit auseinander. Die Wirtschaftskammer Baselland stellt sich jeweils auf die Seite, welche die Schweiz und ihre Wirtschaft stärken wollen. Nein zur Begrenzungsinitiative Das heisst ganz klar Nein zur Begrenzungsinitiative. Unsere Wirtschaft braucht den Zugang zum EU- Markt, und die Bilateralen Verträge müssen erhalten bleiben. Die Kündigung der Personenfreizügigkeit hätte auch das Aus für die anderen sechs Abkommen mit der Europäischen Union zur Folge. Experimente und Risiken auf dem Buckel der krisengebeutelten KMU sind abzulehnen. Ja zu Kampfflugzeugen Die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge sieht die Wirtschaftskammer Baselland positiv. Die Schweizer Armee muss ihren Auftrag erfüllen können und braucht dafür die entsprechenden Mittel. Die Gegengeschäfte, die mit dem Kauf neuer Flugzeuge verbunden sind, stärken den Werkplatz Schweiz und bringen Die Plakate, hier an der Krummeneichstrasse in Pratteln, künden es an: Am kommenden 27. September wird abgestimmt – und dies im Baselbiet gleich sechs Mal. Bild: Herr Umsatz ins Land. Der Wirtschaftsrat, das Parlament der Wirtschaftskammer Baselland, hat deshalb die Ja-Parole beschlossen. Nein zu Vaterschaftsurlaub Für die KMU-Wirtschaft ebenso relevant ist der Vaterschaftsurlaub. Man darf ganz grundsätzlich die Frage stellen, wieso man allen Arbeitenden Geld vom Gehalt abziehen soll, und damit rund 87 000 Leuten – so viele Geburten gibt es jedes Jahr in der Schweiz – zwei Wochen Papa-Ferien bezahlt. Und das in einer Zeit, in der die Altersvorsorge nicht ausfinanziert ist und sich die Wirtschaft in der ärgsten Krise seit 75 Jahren befindet. Was der Vaterschaftsurlaub für KMU bedeuten würde, lesen Sie im Interview mit den beiden Nationalrätinnen Diana Gutjahr und Sandra Sollberger auf Seite 5. Ja zur HLS Ebenso wichtig für die KMU-Wirtschaft ist die einzige kantonale Abstimmung dieses Super-Sonntags. Von den effizienten Verkehrswegen profitieren auch unsere Unternehmen und nicht zuletzt deren Kunden. Deshalb ist eine intelligente Planung unserer Mobilität unerlässlich und genau das will die Hochleistungsstrassen-Initiative, kurz HLS. Ja zu höheren Kinderabzügen Ein bescheideneres Dasein im Kampf um die Aufmerksamkeit des Stimmvolkes fristet die Abstimmung zur «Erhöhung der Kinderabzüge». Zu dieser steuerlichen Entlastung des Mittelstands sagt die Wirtschafts- kammer Ja. Familien sollen künftig bis zu 25 000 Franken für die Drittbetreuung von Kindern bis 14 Jahre an der direkten Bundessteuer abziehen können. Das stärkt auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kommt den Eltern entgegen. Keine Parole für Jagdinitiative Zu der Jagdinitiative hat die Wirtschaftskammer keine Parole gefasst, da die Vorlage die Interessen der KMU-Wirtschaft nicht berührt. Zum ersten Mal wieder seit dem 9. Februar gehen wir abstimmen. Und es gibt einiges zu entscheiden, was für die nationale und kantonale KMU-Wirtschaft von Belang ist. Bleibt zu hoffen, dass der Super- Sonntag für diese auch ein super Sonntag wird. Patrick Herr Seite 5 HLS-INITIATIVE – Das Komitee «Mobilität der Zukunft» setzt sich ein, dass die Baselbieter HLS-Initiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» am kommenden 27. September angenommen wird. Komitee setzt sich für HLS-Initiative ein HEUTE IM STANDPUNKT 10 |INNOVATION CHALLENGE Der Second Pitch fand im Haus der Wirtschaft statt. 12 | GRIPPE-IMPFAKTION Baselbieter Ärzte machen wieder mit. Für die HLS-Initiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» hat sich innert kurzer Zeit ein grosses Unterstützungskomitee gebildet. Das Komitee «Mobilität der Zukunft» ist überparteilich, überregional und steht allen Interessierten offen. Die Ziele der HLS-Initiative sind klar: Der Verkehr soll raus aus den Dörfern. Daher engagieren sich viele Gemeindevertretende und setzen sich dafür ein, dass ihre Gemeinde weniger unter störendem Durchgangsverkehr, ständigem Stau und täglichem Verkehrschaos leiden muss. Zu ihnen gehört auch der Liestaler Stadtpräsident Andreas Spinnler, der sich im Interview mit dem Standpunkt der Wirtschaft, für stündlich vier Schnellzughalte in Liestal einsetzt und dafür, dass die A22 unter den Boden kommt. Auch kleinere oder ländliche Gemeinden haben Interesse an einer guten Verkehrsanbindung. Daher ist ein weiteres Ziel der Initiative auch die Vernetzung der Täler und Dörfer des Baselbiets. Die geforderte, bessere Anbindung, sei es auf der Schiene oder der Strasse, teilt auch das Gewerbe. Gute Mobilitätswege Grossfirmen und KMU brauchen gleichermassen gute Mobilitätswege, egal in welchem Teil des Baselbiets oder in welcher Branche sie angesiedelt sind. Dies weiss auch Komiteemitglied Beat Huesler. Der Präsi- dent der Konferenz der Gewerbeund Industrie vereine spricht im Interview mit dem Standpunkt der Wirtschaft über die Bedürfnisse des Gewerbes an das Baselbieter Verkehrsnetz der Zukunft. «Es ist wichtig, dass auch unsere KMU, welche auf ihre Lieferwagen angewiesen sind, Gehör finden, wenn es um die Zukunft der regionalen Verkehrswege geht», sagt KGIV-Präsident Beat Huesler. Reto Anklin Seiten 2 – 4

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