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Standpunkt 506, 14. August 2020

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Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 506, 14. August

SCHWEIZERISCHE 14. August 2020 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 506 – 23. Jahrgang AZA 4410 Liestal Post CH AG DIE MEINUNG Arbeitsbeginn für die Fachkräfte von morgen ABSTIMMUNG – Am kommenden 27. September stimmt das Baselbiet über die HLS-Initiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» ab. Die Initiative ist aktueller denn je, sagen die Initianten. Bereit für das, was kommen wird Von Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. In den ersten August-Tagen sind vier junge Leute durch das Haus der Wirtschaft gegangen und haben sich vorgestellt. Und auf unserem Facebook-Kanal hat die Wirtschaftskammer Nico, Kilian, Anisa und Colin willkommen geheissen. Es hat mir auch dieses Jahr sehr viel Freude bereitet, unsere neuen Lernenden zu sehen, die sich auf den Weg in ihre Berufskarriere machen. Rund 55 000 junge Leute haben in der Schweiz Anfang August ihre Lehre angefangen. In der Region Basel waren es rund 3000, die ihren ersten Arbeitstag erleben durften. Ich wünsche ihnen allen einen guten Start in die Arbeitswelt und eine interessante und auch fordernde Ausbildung. Denn sie sind Fachkräfte, die den Erfolg unserer KMU-Wirtschaft weitertragen sollen. Die Berufsbildung hat in der Schweiz seit Langem einen hohen Stellenwert – zurecht. Die Leistungsfähigkeit der Schweizer KMU ist ein Garant für unseren Wohlstand und ein wichtiger Eckpfeiler unserer Gesellschaft. Da ist es nicht mehr als richtig, wenn man den Ausbildner, den Lehrbetrieben, Schulen und natürlich auch den Lernenden die notwendige Unterstützung und Anerkennung gibt. Die Wirtschaftskammer ist in diesem Bereich wie immer sehr engagiert und das wird auch so bleiben. Umso mehr freuen wir uns, dass die Ausbildungsplätze der Event-Firma Konnex in Allschwil erhalten bleiben. Worum es genau geht, können Sie in dieser Zeitung auf Seite 8 nachlesen. Ich halte die Berufslehre nach wie vor für den Königsweg in die Arbeitswelt. Trotz der zunehmenden Akademisierung und trotz der Akzeptanzprobleme einiger Berufe. Das Zusammenspiel von Theorie und Praxis ist eine hervorragende Basis, die zudem eine grosse Vielfalt von Anschlussmöglichkeiten bietet. Und die Berufslehre ist eine sehr gute Lebensschule mit vielen Facetten: Man kommt in die Welt der Erwachsenen, man lernt, sich in diese zu integrieren, man wird ernst genommen und man kann sich einbringen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich Nico, Kilian, Anisa und Colin präsentieren werden, wenn sie in ein paar Jahren ihre Ausbildung bei uns abgeschlossen haben. Die Entwicklung des Kantons Basel- Landschaft schreitet voran, doch die Verkehrsinfrastruktur ist in den 1970er-Jahren stehen geblieben. Das will die HLS-Initiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» ändern. Die Initiative, über die am kommenden 27. September abgestimmt wird, verpflichtet die Regierung, eine Verkehrsstrategie und einen Mobilitätsplan auszuarbeiten. Anschliessend soll der Kanton zusammen mit Bund und Umland Verbesserungen am Verkehrsnetz realisieren. «Die Initiative ist aktueller denn je», sagt der Birsfelder Landrat und Gemeindepräsident Christof Hiltmann im Interview, das der Standpunkt mit ihm, mit Landrätin Christine Frey und Landrat Marc Scherrer geführt hat. Alle drei waren schon vor drei Jahren bei der Lancierung des Volksbegehrens mit dabei. Gemeinden versinken im Stau Aus gutem Grund: Hiltmanns Gemeinde Birsfelden versinkt tagtäglich im Stau. Die Teilsperrung der Gemeindestrassen sei eine Art Selbstverteidigung. «Sie löst aber nicht das Grundproblem», sagt Hiltmann. Landrätin Christine Frey sagt, dass die KMU täglich so viel Zeit verlieren würden, «dass wir das Denken nicht dem Bund überlassen können». Und für Landrat Marc Scherrer ist die Verkehrssituation «nicht zufriedenstellend», insbesondere im Laufental sei sie gar «katastrophal». Die Mobilitätsansprüche werden weiter steigen. Ein Ja zur Initiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» sorgt dafür, dass das Baselbiet bereit ist für das, was noch kommen wird. Reto Anklin Seiten 2–5 PAROLEN – Insgesamt sechs Vorlagen kommen Ende September zur Abstimmung. Der Wirtschaftsrat Baselland, das Parlament der Wirtschaftskammer, hat die Parolen im schriftlichen Verfahren gefasst. Grosser Abstimmungssonntag am 27. September HEUTE IM STANDPUNKT 7 | ENERGIEPAKET Eine punktuelle Anpassung reicht nicht bei Neuvergabe des Auftrags. 8 | CORONA Konnex kann seine Lernenden weiterbeschäftigen. 9 | GROSSBRAND Gewerbeverein KMU Laufental hat geholfen. Auch den Abstimmungen vom 17. Mai 2020 hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. So kommt es, dass mit fünf eidgenössischen und einer kantonalen Vorlage am 27. September ein grosser Abstimmungssonntag bevorsteht. Ja zur HLS-Kampagne Auf kantonaler Ebene steht die formulierte Gesetzesinitiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» zur Debatte. Der Wirtschaftsrat, das Parlament der Wirtschaftskammer, hat hierzu die Ja- Parole beschlossen. Die Regierung soll den Grundauftrag erhalten, das Verkehrsnetz im Kanton gesamthaft und intelligent zu planen (siehe Seiten 3–5). Nein zur Kündigungsinitiative und zum Vaterschaftsurlaub Mit ihrer Kündigungsinitiative fordert die SVP, der Bundesrat solle auf dem Verhandlungsweg mit der EU innert eines Jahres das Personenfreizügigkeitsabkommen von 1999 ausser Kraft setzen. Dieses ist Bestandteil der Bilateralen Verträge mit der EU, welche Schweizer Firmen einen weitgehend diskriminierungsfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt gewährleisten. Der Wirtschaftsrat stellt sich deshalb gegen die Initiative. Ebenfalls zur Ablehnung empfiehlt er den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Dieser führt zu einer höheren Sozialabgabenlast für alle, dabei steigen die Lohnabzüge bereits durch andere Reformen, etwa bei der Altersvorsorge. Ja zum steuerlichen Abzug der Kinderdrittbetreuungskosten und zu neuen Kampfjets Neu sollen Familien für die Drittbetreuung von Kindern bis 14 Jahre bis zu 25 000 Franken (bisher 10 100 Franken) pro Kind von den Einkünften zur Berechnung der direkten Bundesteuer abziehen können. Der Wirt- schaftsrat unterstützt dies. Mit der steuerlichen Entlastung von Familien des Mittelstandes steigt der Anreiz für Eltern, das Arbeitspensum zu erhöhen resp. überhaupt zu arbeiten, besonders für Mütter. Ebenso unterstützt der Wirtschaftsrat den Kauf neuer Kampfflugzeuge. Auch in Friedenszeiten erfüllen Kampfflugzeuge den Luftpolizeidienst und sichern die Hoheit über den Luftraum. Keine Parole hat der Wirtschaftsrat zum Jagdgesetz gefasst. Dieses erlaubt den Kantonen neu über den Abschuss geschützter Tierarten, wie dem Wolf, entscheiden zu können. Sandra Schürmann

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