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Standpunkt 500, 3. April 2020

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Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

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8 | Standpunkt der Wirtschaft CORONAVIRUS 3. April 2020 DESINFEKTIONSMITTEL-EXPRESS – KMU brauchen dringend nur schwer erhältliche Desinfektionsmittel. Im Rahmen der Aktion «#wirzusammen gegen Corona» hat die Wirtschaftskammer ein solches herstellen lassen und an ihre Mitglieder verteilt. «Der Nachschub ist Gold wert» Desinfektionsmittel sind derzeit so gut wie nicht mehr erhältlich. Dabei brauchen KMU dringend davon, um Kunden und Mitarbeitende vor dem Coronavirus zu schützen und so den Verkauf oder die Produktion aufrechtzuerhalten. Die Wirtschaftskammer hat von Wirz Obstbau Desinfektionsmittel herstellen lassen (der Standpunkt berichtete) und seinen Mitgliedern gratis geliefert. Dringend benötigt Georg Klauser, Mitinhaber der impuls.train-in AG in Aesch, zeigte sich über den dringend benötigten Nachschub hoch erfreut: «Super Idee, ich kann nur Danke sagen, diesen Nachschub können wir sehr gut gebrauchen.» Auch André und Margrit Rutschmann von der A. Rutschmann AG in Sissach freuten sich über die Lieferung von Desinfektionsmitteln ins Büro. «Der Nachschub ist für unsere Leute auf dem Bau und im Kundendienst Gold wert», sagte Margrit Rutschmann. Dominique Heller QR-Code einscannen und das Video zur Verteilaktion anschauen: Georg Klauser von der impuls.train-in AG in Aesch. Margrit und André Rutschmann, A. Rutschmann AG. Myriam Scholer von Stoll Schulthess Partner in Reinach. Bilder: Heller ANZEIGE

3. April 2020 CORONAVIRUS Standpunkt der Wirtschaft | 9 GEWERBEAUSSTELLUNGEN 2020 Zwei Absagen, ein Entscheid noch offen In diesem Jahr waren im Baslbiet drei grosse Gewerbeausstellungen geplant: Die «pro 20» Mitte Mai in Gelterkinden, die «KMU‘20» vom 18. bis 20. September in Pratteln und die «IGeA» Anfang November in Aesch. Nachdem der Bundesrat die Covid-19-Notlage ausgerufen und entsprechende Einschränkungen verfügt hatte, wurde die «Pro 20» bereits Mitte März abgesagt. Es wird nun eine Verschiebung ins Frühjahr 2021 geprüft. Vor einer Woche wurde bekannt, dass auch die «IGeA» auf ein noch nicht bestimmtes Datum verschoben wird. Den Verantwortlichen von «Gewerbe und Industrie Aesch» fiel dieser Entscheid nicht leicht, wie es auf der Website der IGeA heisst. Doch die mit der Pandemie verbundene Planungsunsicherheit habe ihn leider unumgänglich gemacht. Sobald sich die «akute Situation beruhigt hat», will man einen Ersatztermin festlegen. «Kein voreiliger Entscheid» Das OK der «KMU’20» und der Gewerbeverein Pratteln wollen zum heutigen Zeitpunkt hingegen noch keinen, «vielleicht zu voreiligen Entscheid» über die Durchführung ihrer Gewerbe ausstellung fällen, wie OK-Präsident Marco Klotz und KMU-Pratteln-Präsident Roman Schneider sagen. Aus Respekt gegenüber all jenen Firmen, die sich bereits für die «KMU’20» angemeldet haben und sich auf diesen grossartigen Event freuten, will KMU Pratteln die Entwicklung der nächsten Wochen genau verfolgen und dann darauf gestützt einen vernünftigen Entscheid fällen. Sollte eine Durchführung der «KMU‘20» möglich und vor allem verantwortbar sein, wäre dies wohl ein Signal für eine Normalisierung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Miteinanders, sind die Prattler überzeugt. Marcel W, Buess «E STANGE GELD FÜR MINI BEIZ» – Nein, das war keine Bieridee. Innert weniger als einer Woche hat die Sammelaktion «E Stange Geld für mini Beiz» die 100 000-Franken-Marke geknackt. Sammelaktion ist voller Erfolg Die Verordnung des Bundesrats vom vergangenen 16. März, öffentlich zugängliche Einrichtungen für das Publikum zu schliessen, traf die Wirtinnen und Wirte von Restaurants wie ein Schlag ins Gesicht. Auch wenn der Entscheid vor dem Hintergrund, die Verbreitung des grassierenden Coronavirus eindämmen zu wollen, nachvollziehbar und richtig ist: Ein Betriebsverbot ist ein GAU für die Gastronomie. Wie sollen Betriebe, die ohnehin schon mit knappen Margen rechnen, einen solchen Ausfall prästieren? Die Menüs, die ein Wirt in diesen Wochen nicht verkauft, wird er nie mehr verkaufen können. Die Leute gehen im Sommer nicht plötzlich dreimal am Tag auswärts essen und kompensieren damit den jetzigen Schaden. Riesiges Echo aus der Branche Mit einem grossen Solidaritätsaufruf wollten Baselland Tourismus, Gastro Baselland und die Wirtschaftskammer Baselland die hiesige Gastronomie sofort unterstützen. Sie lancierten am vergangenen 19. März das Projekt «E Stange Geld für mini Beiz». Unterstützungswillige Privatpersonen und Firmen erhalten auf einer Web-Plattform die Möglichkeit, in sympathischer Form eine Spende zu tätigen (siehe Box). Unmittelbar nach dem Start der Aktion gingen Dutzende Mails bei den Initianten Das Feedback auf die Aktion «E Stange Geld für mini Beiz» war ausnahmslos positiv. Bild: Pixabay ein, und das Feedback war ausnahmslos positiv. Das Spektrum reichte von «Toll, dass Ihr an uns denkt» und «Danke für die schnelle Initiative» bis zu «Ich bin zu Tränen gerührt». Bereits mehr als 135 000 Franken Der Erfolg der Aktion wird laufend in einem Spendenbarometer gemessen. Bis Redaktionsschluss dieser Zeitung sind schon 135000 Franken zusammengekommen. Die meistunterstützten Restaurants dürfen sich auf Beträge über 5000 Franken freuen. Der Bund und der Kanton Baselland haben mit verschiedenen Finanzhilfepaketen gezeigt, dass sie die KMU in dieser schwierigen Zeit unterstützen werden. Angesichts dieser Millionen- und Milliardenbeträge ist die Aktion «E Stange Geld für mini Beiz» bescheiden. Und doch: Mit einer Spende setzen Stammgäste ein solidarisches Zeichen, dessen Wert den Spendenbeitrag übersteigt – dieses Zeichen wird die Corona krise HILFE FÜR LIEBLINGSBEIZ Für den symbolischen Preis von 100 Franken lässt sich auf einer speziell eingerichteten Internetplattform ein Gutschein für eine Stange Bier erwerben. Auf diese Weise können Private, denen das Wasser nicht bis zum Hals steht, ihrer Lieblingsbeiz zeigen, dass sie gerade in diesen schwierigen Zeiten hinter ihr stehen. Der Kauf wird per Kreditkarte getätigt, im Anschluss erhalten die Spender brieflich einen Gutschein für die Stange Bier, die nach Aufhebung des Betriebsverbots eingelöst werden kann. Selbstverständlich gilt der Gutschein auch für Mineralwasser, Kaffee oder ein Glas Wein. Der Spendenerlös wird in kurzen Intervallen den ausgewählten Betrieben vollumfänglich weitergeleitet. Gelistet sind rund 350 Mitglieder von Baselland Tourismus und Gastro Baselland (Restaurants, Cafés, Pubs und Bars; ohne Take-away, Catering und Schnellimbisslokale). te Spenden: baselland-tourismus.ccvshop.ch Spendenbarometer und -liste: baselland-tourismus.ch/mini-beiz überdauern und einen Teil dazu beitragen, dass wir als Gesellschaft gestärkt aus dieser Situation hervorgehen. Tobias Eggimann ANZEIGE

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