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Standpunkt 488, 06.09.2019

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

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4 | Standpunkt der Wirtschaft HAUS DER WIRTSCHAFT 6. September 2019 PFEFFINGER FORUM – Bereits zum 28. Mal hat das Pfeffinger Forum – dieses Jahr unter dem Patronat der Wirtschaftskammer – Hunderte Gäste angelockt. Die Mehrzweckhalle war voll besetzt. Bundesrat beehrt Pfeffingen KMU PODIUM LAUFENTAL Elektromobilität liegt im Trend Unter der Leitung von Wirtschaftsförderer Thomas Boillat (links) diskutierten (von links nach rechts): Adolf Leutwyler, Priohaus GmbH; Martina Müggler, PostAuto AG; Holger Wahl, e-mola.ch; und Martin Vogel, Martin Vogel AG. Bild: zVg Paul Schär, e. Landrat und Organisator des Pfeffinger Forums, weist Bundesrat Ignazio Cassis den Weg zum Gemeindehaus. «Es ist immer wieder bemerkenswert, wie es dem ehemaligen Landrat Paul Schär jedes Jahr erneut gelingt, derart hochkarätige Teilnehmende zu gewinnen», sagte Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser vor rund 500 Gästen in der Mehrzweckhalle in Pfeffingen. Das Pfeffinger Forum vom vergangenen 30. August unter BASELBIETER ENERGIEPAKET – Das kantonale Förderprogramm tourt im September mit einem Informationsanlass durchs Baselbiet. Der erste Anlass in Münchenstein stiess auf grosses Interesse. Das Baselbieter Energiepaket mobilisiert Das Baselbieter Energiepaket tourt von Ende August bis Ende September mit einer öffentlichen Veranstaltung durch fünf Baselbieter Ortschaften. Die Anlässe stossen auf ein erfreulich grosses Interesse. Am 27. August fand bereits der erste Informationsanlass in Münchenstein statt. Die mehr als 150 Besucherinnen und Besucher wurden von Petra Tanner, Energieberaterin bei Primeo Energie; Felix Jehle, Leiter Ressort Energie des Kantons Basel-Landschaft; sowie von Christoph Buser, Präsident HEV Baselland, über die Chancen und Anforderungen des Energiepakets informiert. Positive Umfrageergebnisse dem Patronat der Wirtschaftskammer stand unter dem Motto «Schweiz und EU – wie weiter?» Entsprechend gross war das Interesse. Dies zeigte sich auch an den zahlreichen Fragen, die das Publikum Bundesrat Ignazio Cassis sowie den Teilnehmenden über eine eigens für das Forum eingerichtete Mobile- Christoph Buser, Präsident HEV Baselland, begrüsst die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Informationsanlass des Baselbieter Energiepakets in Münchenstein. Bild: Dalhäuser Christoph Buser berichtete ausserdem über die Ergebnisse einer Ende Mai durchgeführten Umfrage des HEV Baselland und der Liga Baselbieter Stromkunden bei den kantonalen Wohneigentümerinnen und -eigentümern. Mehr als 4000 Personen haben geantwortet, wobei die Weiterführung des Baselbieter Energiepakets praktisch unisono befürwortet wurde. Rund 91 Prozent der Wohneigentümerinnen und -eigentümer hätten sich gemäss Umfrage für eine Weiterführung des Baselbieter Förderprogramms für Energieeffizienz und erneuerbare Energie im Gebäudebereich ausgesprochen. «Dieser Wert ist sehr erfreulich und zeigt eindrücklich, wie breit das Baselbieter Energiepaket von den Wohneigentümerinnen und -eigentümern unterstützt wird», sagte Christoph Buser. Die breite Akzeptanz spiegle sich auch in den beeindruckenden Zahlen des Energiepakets wieder. So beanspruchen die Baselbieter Wohneigentümerinnen und -eigentümer das Energiepaket wie nur selten zuvor. Alleine von Januar bis Ende Juli 2019 reichten bereits rund 1000 Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer Energiepaket-Fördergesuche ein. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 800 Gesuche. Weniger einheitlich äusserten sich die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer zur Höhe der benötigten finanziellen Mittel. Bislang standen im Rahmen des Energiepakets für energetische Sanierungen jährlich rund 13 Millionen Franken zur Verfügung. Gut 41 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Erhöhung der Fördermittel aus. Eine Mehrheit von rund 53 Prozent vertrat die Mei- App stellen konnte (die Wirtschaftskammer hatte erstmals am Tag der Wirtschaft 2018 auf diese direkte Publikumsbeteiligung gesetzt). So kamen die Podiumsteilnehmer nicht nur wegen der hohen Temperaturen und der von Moderator Urs Steiner gestellten Fragen ins Schwitzen. Den Eingaben des Publikums nung, dass die Höhe der Mittel beibehalten werden soll. Nur knapp 3 Prozent wünschten sich hingegen eine Kürzung. WEITERE INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN Nach Münchenstein finden in den kommenden Wochen noch vier weitere Informationsveranstaltungen zum Baselbieter Energiepaket statt. Pratteln: Dienstag, 10. Sept., Kuspo, Oberemattstr. 13; Liestal: Mittwoch, 11. Sept., Hotel Engel, Kasernenstr. 10; Binningen: Dienstag, 17. Sept., Kronenmattsaal, Weihermattstr. 10; Bild: dan stellten sich Vania Alleva, Präsidentin Gewerkschaftsbund Unia; Astrid Epiney, Professorin für Völkerrecht, Europarecht und schweizerisches öffentliches Recht; Roland A. Müller, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband; sowie Sebastian Ramspeck, Korrespondent SRF Bruxelles. Daniel Schindler Beim abschliessenden Apéro hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich von den Referenten persönlich beraten zu lassen. Reto Anklin Laufen: Montag, 23. Sept., Alts Schlachthuus, Seidenweg 55. Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 18.30 Uhr (Türöffnung 18.15 Uhr). Um eine Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten: E-Mail: info@energiepaket-bl.ch Energiepaket-Hotline: 061 552 55 55 Das diesjährige KMU Podium Laufental, das am vergangenen 28. August im Werkhof der Gemeinde Röschenz durchgeführt wurde, widmete sich der Elektromobilität. Unter der Gesprächsleitung von Thomas Boillat, Wirtschaftsförderer Laufental-Schwarzbubenland, berichteten Adolf Leutwyler, Priohaus GmbH; Martina Müggler, PostAuto AG; Holger Wahl, e-mola.ch; und Martin Vogel als kritischer KMU-Vertreter über ihre Erfahrungen mit der Elektromobilität. Die Podiumsdiskussion verlief sachlich und faktenbasiert – frei von ideologischen Wunschvorstellungen. Eine Ausstellung verschiedener Elektromobile rundete den Informationsanlass ab. Die Veranstalter wollten Denkanstösse vermitteln und für das Thema sensibilisieren. Die Zukunft liege bei der Elektromobilität, zeigten sich verschiedene Votanten überzeugt. Dafür würden die tiefen Unterhaltskosten sprechen. Elektrofahrzeuge wiesen zudem einen deutlich geringeren Verschleiss auf – weniger Ersatzteile, kein Öl, kein Treibstoff usw. Erfahrungen aus der Praxis Für Adolf Leutwyler, dessen geschäftliche Tätigkeit sich primär auf die Region konzentriert, stellt die beschränkte Reichweite kein Problem dar. Normalerweise würde eine Ladung pro Tag voll ausreichen, sodass das Fahrzeug jeweils über Nacht aufgeladen werden könne. Anders für Martin Vogel, der in der ganzen Schweiz unterwegs ist und lange Fahrstrecken zurücklegen muss. Er sieht in der noch ungenügenden Dichte von Ladestationen und der benötigten Zeit für eine Aufladung einen klaren Nachteil. Marcel W. Buess NEWS AUS DEM LANDRAT An der Sitzung vom vergangenen 29. August hat der Baselbieter Landrat fünf KMU-relevante Geschäfte bearbeitet: 1. Vorlage: Revision des Ruhetagsgesetzes betreffend die Bestimmungen über den Sonntagsverkauf in Erfüllung der Motion 2017/308: «Mehr Flexibilität für die Stadt Laufen und ihr Gewerbe» [Traktandum Nr. 4] Die erste Lesung ist abgeschlossen. Die Wirtschaftskammer ist auf die zweite Lesung gespannt. 2. Postulat: Effizienter ÖV [Nr. 36] Das Postulat wurde stillschweigend überwiesen. Die Wirtschaftskammer begrüsst die Überweisung. 3. Postulat: Kosten-Nutzen-Analysen von Veloschnellrouten [Nr. 38] Der Landrat hat das Postulat mit 45:38 Stimmen abgelehnt. Die Wirtschaftskammer plädierte ebenfalls für die Ablehnung des Postulats. 4. Motion: Keine existenzbedrohende Erbschaftssteuer für Konkubinatspaare [Nr. 42] Der Landrat hat die Motion mit 58:15 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. 5. Motion: Flat Rate Tax fürs Baselbiet [Nr. 43] Mit 43:35 Stimmen wird der Vorstoss als Postulat überwiesen. Der Baselbieter Landrat tagt wieder am kommenden 12. September. ra/sd

6. September 2019 VERKEHRSPOLITIK Standpunkt der Wirtschaft | 5 NEULICH IM BASELBIET Mit vier Videoclips gegen den Stau Bei ihrer Mobilitätskampagne setzt die Baselbieter Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV) auf Social Media. «Das soll nicht mit dem Zeigefinger geschehen, sondern auf eine sympathische Art und durchaus auch mit einem Augenzwinkern», sagte KGIV-Präsident Beat Huesler. «Diese Sensibilisierung wollen wir mit Filmen erreichen, die ab sofort online sind.» Die Videoclips zeigen, mit welchen Problemen KMU auf Baselbieter Strassen zu kämpfen haben. Bei den Darstellerinnen und Darstellern handelt es sich nicht um Profischauspieler, sondern um Gewerbetreibende aus der Region. ra MOBILITÄTSKAMPAGNE – Die Baselbieter Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine präsentierte im Haus der Wirtschaft die frisch lancierte Kampagne für eine bessere Baselbieter Verkehrspolitik. KGIV will Mobilität verbessern Folge 1 «Weniger Stau – bessere Verkehrspolitik» In den Hauptrollen: Alain Tüscher, ATS Sicherheitstechnik AG Allschwil/Bubendorf, Präsident Gewerbe- und Industrieverein Bubendorf u.U.; Sabrina Haeber, Sachbear beiterin KMU Lehr betriebsverbund AG; Juno Böke. Bilder: zVg Für sie ist die Baselbieter Verkehrspolitik eine Herausforderung: Beat Huesler, Präsident der Baselbieter Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV); Wirtschaftskammerdirektor und KGIV-Geschäftsführer Christoph Buser; Sabine Denner, Präsidentin des Gewerbevereins Birsfelden; und Alain Tüscher, Präsident des Gewerbe- und Industrievereins Bubendorf und Umgebung (von links). Bild: dan Folge 2 «Mehr Parkplätze – bessere Verkehrspolitik» In der Hauptrolle: Christian Gebhardt, Schreinerei Gebhardt GmbH Zwingen, KMU Laufental. Folge 3 «Weniger Baustellen – bessere Verkehrspolitik» In den Hauptrollen: Michael Briggen, Ulrich Briggen Gartenservice AG, Präsident KMU Reigoldswil; Nicole Dalcher, Ulrich Briggen Gartenservice AG; Sabine Denner, DPS Denner Personal Solutions GmbH, Präsidentin Gewerbeverein Birsfelden. «Baselbieter Verkehrspolitik – eine Herausforderung für das Gewerbe»: Unter diesem Titel steht ein Forderungskatalog (siehe Textbox rechts) der Baselbieter Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV), welcher zuhanden der Baselbieter Regierung verfasst und am vergangenen 4. September dieser übergeben wurde (siehe unten). In der Woche zuvor, am 29. August, präsentierten Vertreterinnen und Vertreter der KGIV den Forderungskatalog und die neu lancierte Mobilitätskampagne den Medien. Wie Beat Huesler, Präsident der KGIV, dort betonte, engagiert sich diese schon seit je für eine Verbesserung der Standortfaktoren für KMU. «Ein wichtiger Standortfaktor ist die Erreichbarkeit bzw. die Verkehrsanbindung», so Huesler. Dies betreffe sowohl Strasse als auch ÖV, wobei es beim Forderungskatalog mehrheitlich ums Thema Strasse gehe. Als Präsident von KMU Muttenz sehe er auch, wie es gerade in Bezug auf Baustellenprojekte durchaus gutgehen könne, sagte Huesler mit Blick auf die Sanierung der Hauptstrasse in Muttenz. Sabine Denner, Präsidentin des Gewerbevereins Birsfelden, sagte, gerade in Birsfelden komme man zeitweise kaum noch vom Fleck. Es liege auf der Hand, dass die bestausgebaute Verkehrsinfrastruktur nichts nütze, «wenn die Leute nicht wissen, wo sie noch freie Fahrt haben». Es brauche die entsprechenden Informationen. «Das kostet Geld und Nerven» Der Präsident des Gewerbe- und Industrievereins Bubendorf und Umgebung, Alain Tüscher, wies darauf hin, wie sehr die sich zuspitzende Stausituation im Baselbiet das Gewerbe betreffe. «Wenn wir Fixtermine haben, müssen wir eine halbe bis eine Stunde früher los. Das kostet Geld und Nerven.» Lösungsmöglichkeiten gebe es durchaus, so Tüscher, der auf die bereits vor Jahren eingebrachten Vorstösse von Wirtschaftskammerdirektor und KGIV- Geschäftsführer Christoph Buser im Landrat hinwies. Der damals eingereichte «5-Punkte-Plan gegen den Verkehrskollaps» beinhalte unter anderem Pannenstreifenumnutzungen, Park & Ride und vor allem einen Ausbau der Infrastruktur zu einem Ringsystem um Basel. Christoph Buser erläuterte, dass es auch im Bereich Parkplätze zusätzliche Anstrengungen brauche. Ein weiterer Missstand betreffe die Umsetzung nationaler Vorhaben, sagte der Wirtschaftskammerdirektor, der an den Vorstoss des Solothurner Nationalrats Christian Imark erinnerte. «Er wollte den Muggenbergtunnel rasch verwirklicht sehen. Das Vorhaben fand sogar in Bundesbern eine Mehrheit.» Doch im Baselbiet sei man nicht so weit gewesen mit der Planung, obwohl schon seit Jahrzehnten über den Muggenberg diskutiert werde. «So geht es natürlich nicht», sagte Christoph Buser. Die KGIV fordere, dass der Regierungsrat alles Erdenkliche unternehme, damit die vom ASTRA für die Region geplanten Bauvorhaben zügig realisiert werden und zudem sicherstellt, dass eine verbesserte und schnellere Verbindung zwischen den Kantonsteilen erreicht wird. Daniel Schindler DIE 5 FORDERUNGEN 1. Die Baustelleninformationen sind rechtzeitig zu kommunizieren. 2. Der Verkehrsfluss ist zu wahren. 3. Echtzeit-Verkehrsinformationen sind auszubauen. 4. Parkplätze sind sicherzustellen. 5. Verkehrs-Neubauprojekte sind zügig voranzutreiben. FORDERUNGEN DES GEWERBES – Fünf Punkte sollen die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung künftig einhalten, um im Baselbiet die Verkehrssituation für die KMU und die Bevölkerung zu verbessern. Regierung nimmt Forderungskatalog entgegen Folge 4 «Weniger Stau – bessere Verkehrspolitik» In den Hauptrollen: Bernhard Scharvogel, Projektleiter I WF AG; Patrick Schmidlin, Robert Schmidlin AG. QR-CODE Die Filme sind ab sofort zu sehen auf Facebook, YouTube und unter www.kgiv.ch. Die KGIV- Website ist auch über den oben stehenden QR- Code abrufbar. Einfach den QR- Code mit dem Smartphone einscannen und los gehts. Nachdem der Öffentlichkeit am Donnerstag, 29. August 2019, die Mobilitätskampagne der Baselbieter Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV) präsentiert und ein entsprechender Forderungskatalog vorgestellt wurde (siehe Artikel oben), wurden die Forderungen am Mittwoch, 4. September, offiziell übergeben. Für die Regierung entgegengenommen hat den Katalog die 1. Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich. Forderungskatalog herunterladen Der Forderungskatalog steht unter dem Titel «Baselbieter Verkehrspolitik – eine Herausforderung für das Gewerbe» und umfasst fünf Punkte (siehe Kasten oben rechts). Der eingehend beschriebene Forderungskatalog steht ab sofort auf der KGIV-Website zum Download bereit unter www.kgiv.ch (siehe auch QR- Code links). Daniel Schindler Elisabeth Heer Dietrich, 1. Landschreiberin; Thomas Schulte, Präsident Gewerbeverein Oberwil/Biel-Benken; Christoph Buser, Geschäftsführer KGIV; Thomas Weber, Präsident Gewerbeverein Lausen; Michael Briggen, Präsident KMU Reigoldswil; Martin Schindelholz, Vizepräsident KMU Laufental (v.l.n.r.).

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