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Standpunkt 488, 06.09.2019

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

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12 | Standpunkt der Wirtschaft KMU-ORGANISATIONEN 6. September 2019 CAS UNTERNEHMENSFÜHRUNG KMU – Insgesamt 13 Teilnehmende haben den von Wirtschaftskammer, Basellandschaftlicher Kantonalbank und FHNW organisierten Weiterbildungslehrgang «CAS Unternehmensführung KMU» erfolgreich abgeschlossen. Diplomfeier im «Club de Bâle» Dass die Absolventinnen und Absolventen den Abschluss des Weiterbildungslehrgangs «Certificate of Advanced Studies (CAS) in Unternehmensführung KMU» am vergangenen 27. August im Basler Privatclub «Club de Bâle» feierten, hatte seinen Grund. Zu den Teilnehmenden des von der Wirtschaftskammer, der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) organisierten Studiengangs zählte nämlich auch «Club de Bâle»-Verwaltungsrätin Ilona Eichenberger. Mit ihr durften 12 weitere Teilnehmende das CAS-Diplom aus den Händen von Kursleiter Adrian Sidler entgegennehmen. Eine weitere Person musste die Weiterbildung unterbrechen und wird den Kurs nächstes Jahr abschliessen. Kommunikations-Dozent Albert Rijekboer bat die Absolventinnen und Absolventen folgendes zu bedenken: «Ausgebildet wird man in der Schule, eingebildet durch das Diplom und gebildet durch das Leben.» Er rief die Teilnehmenden dazu auf, ihr Leben zu leben. Reto Anklin Der nächste Lehrgang «CAS Unternehmensführung KMU» findet vom 27. März bis 26. Juni 2020 statt. Weitere Informationen unter: www.fhnw.ch Die Dozenten und Teilnehmenden des Studiengangs «CAS Unternehmensführung KMU» beim Apéro auf der Terrasse des «Club de Bâle». Mit dabei sind die Absolventin und Gastgeberin Ilona Eichenberger (vorne links) und Kursleiter Adrian Sidler (hinten rechts im weissen Hemd). Bild: zVg PUBLIREPORTAGE Vertrieb versus Kredit- und Debitorenmanagement Im Spannungsfeld zwischen Vertrieb und Kredit- und Debitorenmanagement. Wer kennt sie nicht, die Interessenkollision zwischen dem Vertrieb und den Verantwortlichen im Kredit und Debitoren management? Dennoch: Die Aufgabe des Kreditund Debitorenmanagements startet nicht erst mit der Rechnungs stellung, sondern bei der Akquise. Insofern herrscht ein sozusagen gewollter Interessenkonflikt zwischen Vertrieb und den Verantwortlichen im Kreditund Debitorenmanagement. Eine unvorsichtige Kundenprüfung im Akquiseprozess rächt sich. Dasselbe gilt auch für Trans aktionen, die Sie online tätigen. Genau so wichtig ist die Überwachung bestehender Kunden. Erfahrungsgemäss entstehen rund 70 Prozent der Debitoren verluste mit bestehenden Kunden. Verzögert sich die Zahlung, spielt ein straffes Mahnwesen eine entscheidende Rolle. Im kaufmännischen Verkehr gibt es keinen Zwang, überhaupt Mahnungen zu versenden. Es gehört aber zum seriösen Geschäftsgebaren. Ihrer Liquidität zuliebe: Zwei Mahnungen innerhalb von 25 Tagen sind genug. Gute Kennzahlen zur Beurteilung des Mahnwesens sind der Debitorenumschlag sowie die Debitorenfrist. Bedenken Sie, dass die Kompensation eines lasch geführten Debitorenmanagements durch Mehrumsatz keine nachhaltige Lösung ist. Bedenken Sie, dass Sie bei einem Debitoren verlust von 1 Prozent, einem Umsatz von 1 Million und einer Umsatzrendite von 5 Prozent, mindestens 200 000 Mehrumsatz benötigen, um den Debitoren verlust wettzumachen. Prävention durch Bonitätsprüfung gehört zu jedem seriösen Vertragsabschluss. Im vergangenen Jahr haben die Firmen- und Privatkonkurse in der Schweiz einen neuen Höchstwert erreicht. Auch die rund drei Millionen Betreibungen im Vergangenen Jahr sind Grund genug, das Vertrauen durch die risikoadäquate Bonitätsprüfung zu ersetzen. Ein gezielter Einsatz von Bonitätsauskünften vor dem Geschäfts abschluss verhindert, dass der Grossteil der Probleme infolge Nichtzahlung überhaupt erst ent stehen. Entlang der Bonität und der Kredit limite des potenziellen Kunden kann die passende Zahlungsart gewählt werden. Nach erfolglosen Mahnwesen folgt die Realisierung Ihrer Forderung mit rechtlichen Schritten. Hierzu ist Spezialwissen, insbesondere im Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (SchKG) sowie der Zivilprozessordnung (ZPO), erforderlich. Fehlt dieses Wissen, ist die Übergabe der Forderung an einen Inkassospezialisten empfehlenswert. Sie verfügen über die Infrastruktur, Ihre Forderung so effizient wie möglich durchzusetzen. Ferner ist der Inkassospezialist nicht emotional mit der Forderung verbunden und tritt als seriöser Vermittler auf. Scheitert die Mediation, so ist auch das nötige Spezialwissen im SchKG und ZPO vorhanden. Sie schaffen sich zudem zusätzliche Zeit, Ihre Ressourcen in Ihr Kerngeschäft zu investieren. Denken Sie daran, auch ein Verlustschein ist nicht das Ende aller Tage. Übertragen Sie auch Verlustscheine zur Bearbeitung an Ihren Inkassospezialisten. Sie finden im aktuellen Zinsumfeld kein Anlagevehikel, dass Ihnen kurzfristig bessere Rendi­ Marco Zuberbühler, Geschäftsleitung der Creditreform Egeli Basel AG. ten bringt, als die Verlustscheinbewirtschaftung durch einen Inkassospezialisten. Betrachten Sie Ihr Debitorenmanagement als ganzheitlichen Prozess: Schliessen Sie durch konsequente Bonitätsprüfung und Überwachung voraussehbare Risiken aus. Organisieren Sie ein straffes Mahnwesen und messen Sie die Erfolge. Koordinieren Sie Härtefälle und Verlustscheine über Ihren Inkassopartner, damit Sie sich Ihrem Kerngeschäft widmen können. Autor: Marco Zuberbühler Geschäftsleitung der Creditreform Egeli Basel AG Münchensteinerstrasse 127 4002 Basel Creditreform Mehr als 12 000 Unternehmen verlassen sich auf Creditreform, die grösste Gläubigervereinigung der Schweiz. Bonitätsauskünfte über Firmen und Privatpersonen sowie Inkassodienstleistungen aus einer Hand. Die positiven Folgen: Weniger Verluste und eine höhere Liquidität. Eine Mitgliedschaft bei Creditreform eröffnet den Zugang zur führenden Bonitätsdatenbank der Schweiz. Fünf Auskünfte pro Monat sind kostenlos. Dazu gibt es freien Online-Zugriff auf alle aktuellen Handelsregister- und Konkursinformationen, Inkassodienstleistungen ohne Fremdkostenrisiko, eine persönliche Inkasso-Hotline sowie viele weitere Vorteile. Selbstverständlich ist die individuelle Beratung der Mitglieder vor Ort. www.creditreform.ch

6. September 2019 HAUS DER WIRTSCHAFT Standpunkt der Wirtschaft | 13 EXPORTPERSPEKTIVEN Abwärtstrend gestoppt: Exportstimmung hellt sich auf GRIPPESAISON – Von den während der Grippeepidemie 2018/2019 erkrankten Personen waren 92 Prozent nicht geimpft. Die Wirtschaftskammer und der Apothekerverband organisieren auch 2019 eine Impfaktion. Die nächste Grippe kommt bestimmt Die KMU-Exportstimmung ist gemäss der Exportförderorganisation Switzerland Global Enterprise (S-GE) leicht gestiegen und erreicht per Anfang des 3. Quartals 2019 einen Wert von 69 Punkten. Das sind 3 Punkte mehr als im Vorquartal. Der Wert auf einer Skala von 0 bis 100 errechnet sich aus der Exporterwartung der KMU für das 3. Quartal 2019 und den effektiven Exporten im Vorquartal. «Die Hälfte der Schweizer KMU, die von S-GE befragt wurden, rechnet für das kommende Quartal mit mehr Exporten», heisst es in einer Mitteilung von S-GE. Während 35 Prozent einen Exportzuwachs von 1 bis 10 Prozent erwarten, gehen 11 Prozent von einer Zunahme von 10 bis 25 Prozent aus. 3 Prozent erhoffen sich gar eine solche von 25 Prozent und mehr. Mit einer Stagnation ihres Exportvolumens rechnen 39 Prozent der KMU, 12 Prozent stellen sich auf einen Rückgang ein. Credit-Suisse-Exportbarometer ist rückläufig Abermals leicht gefallen ist das Credit-Suisse- Exportbarometer. Dieses bildet die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten ab. Mit 0,35 Punkten liegt es nur noch knapp über der Wachstumsschwelle und deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 1,0 Punkten. «So tief war der Wert seit Oktober 2013 nicht mehr», heisst es in der Mitteilung von S-GE. Gleichwohl erwartet die Credit Suisse global eine weiter steigende Nachfrage nach Schweizer Exportgütern, wenn auch nicht mehr in dem Ausmass und Tempo, wie dies im Vorjahr der Fall war. In Europa hat sich gemäss Credit Suisse die Nachfragesituation zumindest stabilisiert, während sie sich in den USA etwas eingetrübt hat. Einen Rückgang beim gesamten Exportvolumen erwartet die Credit Suisse nicht. Reto Anklin Wer sich gegen die Grippe impfen lässt, schützt sich selbst und gibt die Krankheit auch nicht an andere weiter. Die Wirtschaftskammer Baselland und der Basellandschaftliche Apotheker-Verband führen auch dieses Jahr wieder eine Grippe-Impfaktion durch (siehe Text rechts). Dass sich die Impfung lohnt, zeigen die Zahlen, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Bulletin vom vergangenen 15. Juli veröffentlicht hat. 2 Prozent waren beim Arzt Während der vergangenen Grippeepidemie, die in der Schweiz von der zweiten bis zur zwölften Woche des laufenden Jahres gedauert hat, haben gemäss BAG rund 2 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer wegen grippeähnlicher Erkrankungen einen Arzt oder eine Ärztin konsultiert. Dabei waren von den 3790 während der elfwöchigen Grippeepidemie gemeldeten Grippeverdachtsfällen mit bekanntem Impfstatus gemäss BAG lediglich 7,9 Prozent gegen die saisonale Grippe 2018/2019 geimpft. Die gesamte Grippesaison dauerte in der Schweiz vom 30. September 2018 bis zum 20. April 2019. Ihren Höhepunkt erreichte die Grippeepidemie 2018/2019 in der sechsten Woche dieses Jahres mit 306 Konsultationen pro 100 000 Einwohner. Verglichen mit dem Durchschnitt der vergangenen zehn Saisons lag die wöchentliche Maximalinzidenz – also die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen – sowie die Epidemiedauer in der vergangenen Saison im mittleren Bereich. Die Baselbieter Apotheken impfen seit dem Herbst 2015. Seit 2016 führen sie die Grippe-Impfaktion zusammen mit der Wirtschaftskammer Baselland durch. Impfen in der Apotheke Die Baselbieter Volkswirtschaftsund Gesundheitsdirektion (VGD) bewertet die Impftätigkeit in Apotheken positiv: Eine Untersuchung der Universität Basel habe gezeigt, dass durch das Grippe-Impfangebot in den Apotheken die Durchimpfungs rate gesteigert werden konnte, teilte die VGD im vergangenen Juni mit. Bei den Geimpften seien auch keine schweren unerwünschten Nebenwirkungen aufgetreten. Aufgrund der positiven Erfahrungen bieten Apotheken neu alle Impfungen gemäss schweizerischem Impfplan an. Reto Anklin Bild: Adobe Stock OKTOBER UND NOVEMBER Die Grippe-Impfaktion der Wirtschaftskammer Baselland und des Basellandschaftlichen Apotheker- Verbands dauert dieses Jahr vom 14. Oktober bis 30. November. Zur Anmeldung ge nügt ein Anruf an eine der teilnehmenden Impf- Apotheken. Die Impfungen werden von autorisierten Fachpersonen vorgenommen. Die ausgewählte Apotheke erstellt nach Abschluss der Grippe-Impfaktion eine Gesamtrechnung an das Unternehmen. Weitere Informationen und die Liste der teilnehmenden Apotheken folgen in der nächsten Ausgabe des Standpunkts der Wirtschaft. ra BRUNCHEN AUF DEM RHEIN Die Rangkandidatinnen und -kandidaten haben am vergangenen 25. August den von der Wirtschaftskammer Baselland offerierten Brunch auf dem Rheinschiff «MS Christoph Merian» genossen. Das Bild zeigt einen Teil der 110 Teilnehmenden am Sonntagmorgen auf dem Schiff in Basel (Hintergrund). Mit an Bord war auch die Baselbieter Bildungsdirektorin, Regierungsrätin Monica Gschwind (auf der Treppe). Die Teilnehmenden wurden unter anderem empfangen von Anja Grönvold (oben Mitte) Leiterin der KMU Lehrbetriebsverbund AG (LBV) und Wirtschaftskammer direktor Christoph Buser (oben halblinks). Der im vergangenen Jahr erstmals durchgeführte Brunch für die Lehrabsolventinnen und -absolventen im Rang (Note 5,3 oder höher) ist überaus beliebt. Nachdem die Wirtschaftskammer in den Jahren zuvor jeweils zu einem Alpenrundflug eingeladen hatte, ging es 2018 erstmals auf den Rhein. «Nach der Lehrabschluss-Rangfeier, welche die Wirtschaftskammer am 5. Juli 2019 im Kultur- und Sportzentrum in Münchenstein organisierte hatte, ist der gemeinsame Ausflug wenige Wochen danach ein weiterer sehr wichtiger Anlass, um den erfolgreichen Lernenden die ihnen gebührende Wertschätzung entgegenzubringen», sagte Urs Berger, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer und Leiter Berufs- und Weiterbildung. dan Bild: Kehrli

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