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Standpunkt 487, 09.08.2019

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

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4 | Standpunkt der Wirtschaft RANGFEIER 9. August 2019 LERNENDEN-AUSTAUSCH – Enea Zanini aus dem Tessin blickte an der Lehrabschluss-Rangfeier auf sein Jahr im Baselbiet zurück. «Die haben sich super um mich gekümmert» Seit geraumer Zeit besteht zwischen dem KMU Lehrbetriebsverbund Baselland AG (LBV) und der Agie Charmilles SA in Losone eine Partnerschaft. Regelmässig absolvieren ihre Konstrukteur-Lehrlinge das dritte Lehrjahr in einem LBV-Partnerbetrieb im Baselbiet. In diesem Jahr war dies Enea Zanini, der seine Lehre mit der Berufsmatur kombinierte. Als Baselbieter Lehrbetrieb stellte sich die SKF Actuation System AG in Liestal zur Verfügung. Zusammen mit dem Agie-Ausbildungsverantwortlichen Gabriele Berti berichtete Zanini an der Lehrabschluss-Rangfeier über seine Erfahrungen mit dem Austauschprojekt. Der sympathische Auftritt der beiden Tessiner begann mit einer Gratulation an die Rangkandidaten. Berti tat dies in italienischer Sprache. Zanini übersetzte und bewies damit, dass sich sein Aufenthalt im Der Austausch-Lernende Enea Zanini (rechts) und sein Tessiner Ausbildungsverantwortlicher Gabriele Berti von der Agie Charmilles SA in Losone berichten über ihre Erfahrungen. Bild: Grütter Baselbiet zumindest in sprachlicher Hinsicht gelohnt hat. Ein bisschen «Schwyzerdütsch» In seiner Schulzeit sei Hochdeutsch zwar auch auf dem Stundenplan gestanden, doch richtig gelernt habe er die Sprache erst jetzt in diesem Austauschjahr. Mittlerweile getraue er sich, sogar ein bisschen «Schwyzerdütsch» zu sprechen, offenbarte ein verschmitzt lächelnder Enea Zanini. Die ersten zwei Monate seien schwierig gewesen. Vor allem die technische Sprache sei anspruchsvoll. Eine zusätzliche Herausforderung stelle die Berufsmatur dar, weil er deswegen alle drei Wochen die Berufsfachschule im Tessin besuchen musste. Enea Zanini dankte nicht nur dem Baselbieter Lehrbetrieb und dessen Ausbildungsverantwortlichen, sondern im Besonderen seiner Gastfamilie und den Kollegen in der Grundschule Metall. Ein grosses Dankeschön richteten Berti und Zanini an das Team des KMU Lehrbetriebsverbunds. «Die haben sich super um mich gekümmert», sagte Zanini. Für Gabriele Berti ist die Sprache nur die eine Seite der Medaille. Die teilnehmenden Lernenden würden sich in diesem Jahr vor allem in persönlicher Hinsicht entwickeln. Sie sammelten wertvolle Lebenserfahrung, die ihnen auf dem späteren beruflichen Weg sehr nützlich sein werde. Vor allem lernten sie, sich auf Neues einzulassen und ent wickelten den Mut, vorwärtszugehen. Die beiden Tessiner wünschen sich, dass bald einmal auch ein umgekehrter Austausch stattfindet, also dass ein Baselbieter Lernender sein drittes Ausbildungsjahr in der Sonnenstube der Schweiz verbringen würde. Marcel W. Buess «JOBS FOR JUNIORS» – Wie seit Jahren leistet die Basellandschaftliche Kantonalbank auch 2019 mit ihrem Charity-Projekt einen wertvollen Beitrag für die Berufsbildung – unterstützt werden Projekte der Basler Jobfactory und des KMU Lehrbetriebsverbunds. Wirtschaftskammer dankt BLKB und ihrer Kundschaft 421 810 Franken: Dieser Beitrag kam im Rahmen des seit Jahren laufenden Charity-Programms «Jobs for Juniors» der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in diesem Jahr zusammen. Die Mittel kommen zur Hälfte der Jobfactory und dem KMU Lehr betriebsverbund zugute. Bei Letzterem werden dadurch die so wert vollen Stützkurse für Lernende ermöglicht. Kaspar Schweizer, Mitglied der Geschäftsleitung der BLKB, überreichte an der Lehrabschluss-Rangfeier den entsprechenden Check. Für Urs Berger, Stv. Wirtschaftskammerdirektor und Leiter Berufs- und Weiter bildung, steht fest: «Die BLKB leistet einen wichtigen Beitrag an die Berufsbildung. Die Wirtschaftskammer dankt der Bank und ihrer Kundschaft herzlich.» Daniel Schindler Kaspar Schweizer, Mitglied der Geschäftsleitung BLKB (l.), vor der Checkübergabe an Valeria Cirillo, Berufspraktikantin bei der Jobfactory, und Enea Zanini, Lernender beim KMU Lehrbetriebsverbund. Bild: Foto Kamber ANZEIGE

9. August 2019 BERUFSBILDUNG Standpunkt der Wirtschaft | 5 KMU LEHRBETRIEBSVERBUND AG – Die 20 neuen Lernenden der KMU Lehrbetriebsverbund AG (LBV) sind mit einem gemeinsamen Kennenlerntag in der Waldhütte in Zunzgen ihre Ausbildung begonnen. Gemeinsam in die Lehre gestartet ARBEITGEBER-ZMORGE Arbeitgeber Baselland und die BG Mitte laden ein. «KMU und Ideen klug finanzieren» Der nächste Arbeitgeber-Zmorge findet am kommenden 10. September im Bad Bubendorf Hotel statt. Bild: Archiv Teamwork: In Dreierteams müssen die Lernenden in einer Raupe so schnell als möglich vorankommen. Die 20 neuen Lernenden der KMU Lehrbetriebsverbund AG (LBV) sind am vergangenen 2. August in ihre Lehre gestartet. Traditionellerweise verbringen die Lernenden des LBV den ersten Tag der Lehre gemeinsam in der Waldhütte in Zunzgen, bevor sie dann am nachfolgenden Arbeitstag in einem der Partnerbetriebe ihre praktische Ausbildung beginnen. Gegenseitiges Kennenlernen Der Tag bot den Lernenden die Gelegenheit, mit den Regeln der KMU Lehrbetriebsverbund AG vertraut zu werden und sich gegenseitig sowie das Team der Geschäftsstelle des LBV kennenzulernen. Sie erhielten zudem Informationen zum Thema Kommunikationsverhalten in der Arbeitswelt. Dazu gehörte beispielsweise, wie wichtig die Art der Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung, das Begegnen auf Augenhöhe und die Offenheit für Neues für das Arbeitsleben ist. «Die Zusammenarbeit im Team ist eine der Schlüsselfähigkeiten im heutigen Arbeitsleben», sagte Corinne Champion, Leiterin Backoffice des LBV. Diese Zusammenarbeit konnten die Lernenden bei mehreren spielerischen Übungen gleich selber umsetzen. In Dreierteams versuchten sie in einer Raupe so schnell als möglich voranzukommen (siehe Bild oben) und den abgesteckten Parcours abzulaufen. Das Team, das sich vor der Übung am besten abgesprochen hatte, errang denn auch den Sieg. In einer weiteren Gruppenarbeit diskutierten die Lernenden über ihre Vorstellungen, Ängste und Ziele hinsichtlich ihrer anstehenden Lehrzeit. Anhand von Symbolen und Zeichnungen brachten sie diese auf eine Leinwand und präsentierten sie am Tagesende. Anja Grönvold KMU LAUFENTAL – Im Kulturzentrum «alts Schlachthuus» in Laufen wurden Lehrabgängerinnen und -abgänger gefeiert, die im Laufental oder im Schwarzbubenland wohnen oder dort ihre Lehre absolviert haben. Gratulationsfeier für 44 erfolgreiche Lehrabsolventen Der Saal im «alte Schlachthuus» in Laufen war bis auf den letzten Platz gefüllt. Rund 200 Angehörige, Ausbildnerinnen und Vertreter der Lehrbetriebe sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft nahmen an der Gratulationsfeier teil, die seit zehn Jahren von der Promotion Laufental, der Wirtschafts förderung des Kantons Solothurn und dem Gewerbeverein KMU Laufen tal organisiert wird. Sie ehrt jeweils alle erfolgreichen Lehrabgängerinnen und -abgänger, die im Laufental oder im Schwarzbubenland wohnen oder dort ihre Lehre absolviert haben. In diesem Jahr standen 44 junge Berufsleute auf der Bühne. Baustein für die Zukunft Die Lernenden bringen ihre Hoffnungen und Ängste zur Lehre auf Papier. Die Jugendlichen präsentieren die am Einführungstag gemeinsam erarbeiteten Bilder. Bilder: Wandji Die jungen Berufsleute posieren für ein Gruppenbild mit Regierungsrat Lauber (3.v.r.) und den Organisatoren.Bild: zVg/Staub dern sorgten in diesem Jahr eine Bekleidungsgestalterin, ein Gleisbaupraktiker, ein Gussformer und eine Musikinstrumentenbauerin für spezielle Aufmerksamkeit. Die Kantonsregierungen waren durch die Regierungsräte Remo Ankli (SO) und Anton Lauber (BL) vertreten. Der Solothurner Bildungsdirektor Ankli verglich die Berufslehre mit einem sportlichen Wettkampf und erinnerte die erfolgreichen Absolventen an das geflügelte Wort «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel». Der Lehrabschluss sei ein wichtiger Baustein für die Zukunft, doch In ihrer Begrüssung freute sich Organisatorin Yvonne Neuenschwander über die Vielfalt der vertretenen Berufe. Neben den gängigen Berufsbilman dürfe nun nicht stehen bleiben, sondern müsse weitermachen. Diesen Gedanken unterstrich auch Urs Berger, der namens des KMU Lehrbetriebsverbunds Baselland gratulierte. Wichtig sei, dass man einen Beruf ausübe, der einen erfülle und Freude bereite. Marcel W. Buess Wer ein kleines oder mittelgrosses Unternehmen (KMU) gründen, übernehmen oder weiter entwickeln will, braucht Kapital. Angesichts der möglichen Risiken sind Banken manchmal zurückhaltend. Helfen kann da eine Bürgschaft, die der Bank Sicherheit und dem Unternehmen mehr Spielraum gibt. Dank einer Gesetzesänderung können neu seit dem 1. Juli 2019 Bürgschaften in der Höhe von bis zu 1 Million Franken pro Unternehmen gewährt werden. Urs Baumann und Dieter Baumann, Vertreter der Bürgschaftsgenossenschaft Mitte (BG Mitte) in der Nordwestschweiz, erläutern am Arbeitgeber-Zmorge vom kommenden 10. September im Bad Bubendorf Hotel die Neuerungen und Möglichkeiten für KMU. Indem die vier offiziellen Bürgschaftsorganisationen mit allen Schweizer Banken eng zusammenarbeiten, erleichtern sie den KMU den Zugang zu Bankfinanzierungen. Denn dank der Bürgschaft verringert sich das ungedeckte Kreditrisiko für die Bank, was den Kredit entscheid und die Kreditkonditionen positiv beeinflusst. So erleichtern die Organisationen entwicklungsfähigen Klein- und Mittelbetrieben die Aufnahme von Bankdarlehen. Der verbürgte Kredit hat eine Laufzeit von maximal zehn Jahren, bei moderaten Risikoprämien von 1,25 Prozent pro Jahr. Der Antrag für die Gewährung einer Bürgschaft kann mit überschaubarem administrativem Aufwand gestellt werden. Für die Nordwestschweiz ist die Bürgschaftsgenossenschaft Mitte (BG Mitte) zuständig und bietet einen persönlichen Service vor Ort. Verbürgungen sind möglich bei: – Gründung eines Unternehmens, Start in die unternehmerische Selbständigkeit; – Übernahme eines bestehenden Betriebs (Nachfolgeregelung); – Betriebsmittelfinanzierungen; – Investitionen im Anlagevermögen; – Erwerb von gewerblichen Liegenschaften zur Standortsicherung; – Rationalisierungs- und Erweiterungsfinanzierungen. Nach dem Referat können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema beim gemeinsamen Frühstück mit den Referenten weiter vertiefen und sich mit den anderen Gästen austauschen. Bernhard Scharvogel «Bürgschaften bis zu 1 Million Franken – KMU und Ideen klug finanzieren» Für Mitglieder von Arbeitgeber Baselland, Einzelmitglieder und Mitglieder mit dem Upgrade Networking der Wirtschaftskammer Baselland. Dienstag, 10. September 2019, 8 Uhr, Bad Bubendorf Hotel, Bubendorf. BG MITTE Die BG Mitte ist eine der vier offiziell vom SECO anerkannten Bürgschaftsgenossenschaften für KMU. Sie fördert und unterstützt gewerbliche KMU-Betriebe durch die Sicherstellung von risikobehaftetem Kapital in diversen Kantonen der Schweiz. Sie strebt die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen an und stärkt das Gewerbe. Die BG Mitte verfolgt ein qualitatives und quantitatives Wachstumsziel nach dem Grundsatz «Qualität vor Quantität». www.bgm-ccc.ch

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