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Standpunkt 485, 21.06.2019

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 485,

SCHWEIZERISCHE 21. Juni 2019 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 485 – 22. Jahrgang AZA 4410 Liestal DIE MEINUNG Die Steuervorlage ist ein fairer Kompromiss TAG DER WIRTSCHAFT – Am kommenden 21. November geht es in der St. Jakobshalle um zwei wesentliche Erfolgsfaktoren: einerseits um den «Erfolgsfaktor Mensch», andererseits um Innovationen. Menschen und Innovationen Von Christoph Buser, Landrat, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Mit 57 zu 23 Stimmen bei vier Enthaltungen hat der Landrat die Steuervorlage 17 (SV17) am 6. Juni überwiesen. Das Baselbieter Parlament ist damit der Empfehlung seiner vorberatenden Finanzkommission gefolgt. Die Zustimmung im Rat war klar. Doch das Vierfünftel- Mehr wurde verpasst (es wären 68 Ja-Stimmen notwendig gewesen). Darum hat voraussichtlich im November die Baselbieter Stimmbevölkerung an der Urne das letzte Wort. Mit einem JA erhält die SV17 die grösstmögliche demokratische Legitimation. Dies ist umso wichtiger, als insbesondere die Linke bereits ideologischen Widerstand angekündigt hat. Ihr ist der Steuersatz zu wenig hoch. Ihr gehen die mit der Steuervorlage verbundenen sozialpolitischen Massnahmen zu wenig weit. Die Möglichkeit, dass künftig mehr Verbilligungen für Krankenkassenprämien ausbezahlt werden und die vorgesehenen höheren Abzüge in der Steuererklärung für Kinderdrittbetreuung reichen ihnen nicht aus. Sie hätten am liebsten gesehen, wenn der Kanton im Gegenzug zur Gewinnsteuersenkung die Unternehmen gleich wieder mit neuen Lasten eindeckt, und zwar indem die einseitig und ausschliesslich durch die Arbeitgeberseite finanzierten Kinder- und Familienzulagen erhöht würden. Dass der Landrat darauf verzichtet hat und stattdessen der Kommissionsmehrheit gefolgt ist, zeugt von einem guten Verständnis der Verhältnisse in den Baselbieter KMU. Einerseits erwirtschaften nämlich lange nicht alle Unternehmen tatsächlich einen derart grossen Gewinn, sodass sie von der Gewinnsteuersenkung über Gebühr profitieren würden. Andererseits bedeuten (noch) höhere Lohnkosten eine weitere Verschlechterung der Wettbewerbsposition unserer KMU im Vergleich zur Konkurrenz aus dem grenznahen Ausland. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass sich Beat Huesler im Standpunkt-Interview unmissverständlich und klar für ein JA zur SV17 ausspricht. Der Präsident der Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV) bewegt sich naturgemäss nah am Puls der Baselbieter Unternehmen. Er erkennt darum genau, dass die vom Parlament überwiesene Steuervorlage einen gut austarierten und fairen Kompromiss darstellt. Ich kann deswegen seine Empfehlung für ein JA zur SV17 nur unterstützen. HEUTE IM STANDPUNKT 2 | LEHRBEGINN Der LBV sucht noch Lehrbetriebe. 4 | MUGGENBERG Der Ständerat hat das Projekt ausgebremst. Grossandrang beim Apéro und am Stand der Swiss Innovation Challenge an der letztjährigen Austragung des Tags der Wirtschaft. «Erfolgsfaktor Mensch», so lautet das Tagungsmotto am diesjährigen Tag der Wirtschaft vom kommenden 21. November in der St. Jakobshalle. Am jährlichen Grossanlass der Wirtschaftskammer Baselland werden die Fachreferentinnen und -referenten entscheidende Inputs geben, wie sich KMU diesbezüglich optimal für die Zukunft aufstellen können – und sollten. Awardvergabe für die Besten Traditionellerweise wird gleich zu Beginn des Abends die Preisvergabe an die Siegerprojekte der vielbeachteten Swiss Innovation Challenge über die Bühne gehen. Bereits zum fünften Mal werden die Gewinner dieses von der Wirtschaftskammer, der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) am Tag der Wirtschaft 2014 ins Leben gerufenen Innovationswettbewerbs geehrt. Dieses Jahr dürfte es besonders spannend werden. Rund 120 SV17 – Beat Huesler, Präsident der Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine, plädiert für ein klares JA zur kantonalen Steuervorlage 17. «Ein JA an der Urne ist wichtig» Für den Standort Baselland und die ansässigen KMU sei ein Ja an der Urne zur Steuervorlage 17 (SV17) wichtig, sagt Beat Huesler, Präsident der Baselbieter Konferenz der Gewerbe- und Industrievereine (KGIV), im Interview mit dem Standpunkt der Wirtschaft. Der Landrat hat Ja gesagt Der Baselbieter Landrat hat die SV17 am vergangenen 6. Juni mit 57 zu 23 Stimmen bei vier Enthaltungen überwiesen. Das letzte Wort wird voraussichtlich im November die Stimmbevölkerung des Kantons Basel-Landschaft haben. «Bei der Vorlage, die der Landrat überwiesen hat, handelt es sich um einen austarierten Kompromiss», sagt KGIV- Präsident Huesler. Die KMU könnten mit der Steuerreform leben. Senkung des Gewinnsteuersatzes Aus Sicht der bereits im Baselbiet ansässigen KMU sei die stufenweise Senkung des Gewinnsteuersatzes auf 13,45 Prozent zielführend, sagt Beat Huesler. «Allerdings wäre es längerfristig für den Kanton Basel-Landschaft als Standort sicher vorteilhafter, wenn der Gewinnsteuersatz nicht über jenem der direkten Mitbewerber um ansiedlungswillige Unternehmen liegen würde.» Der Kanton Basel-Stadt beispielsweise senke den Gewinnsteuersatz auf einen Wert von 13,04 Prozent. Abstimmung im November Für die bevorstehende Abstimmung im November zeigt sich Huesler zuversichtlich: «Es kommt darauf an, wie gut es gelingt, der Baselbieter Stimmbevölkerung aufzuzeigen, dass die SV17 die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts erhält – und dass die KMU wie erwähnt gut damit leben können.» Reto Anklin Seite 5 Bild: Archiv/Plüss Projekte wurden für die Swiss Innovation Challenge 2019 angemeldet. Schon in wenigen Tagen, am 24., 25. und 26. Juni, müssen sich die Kandidatinnen und Kandidaten in einer ersten Runde (First Pitch) einer Fachjury stellen und ihr Projekt präsentieren. Daniel Schindler Seiten 3+8 ANZEIGE

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