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Standpunkt 482, 03.05.2019

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

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4 | Standpunkt der Wirtschaft HAUS DER WIRTSCHAFT 3. Mai 2019 BUSINESS CLUB «Das Basel Tattoo – Hintergründe zum zweitgrössten Tattoo der Welt»: Unter diesem Titel berichtete Erik Julliard am Dienstagabend, 9. April 2019, im Business-Club der Wirtschaftskammer Baselland über den einzigartigen musikalischen Event, welcher 2006 aus der Taufe gehoben wurde. Der Abend bot den rund 50 Gästen einen Einblick aus erster Hand in die beeindruckende Geschichte des «Basel Tattoo» und im Anschluss an das Referat ein grossartiges Dinner in der «Osteria TRE» des Hotel Bad Bubendorf mit spannenden Gesprächen. Der Business-Club steht Mitgliedern der Wirtschaftskammer offen, die über das Upgrade Networkingplus verfügen. dan Bild: am ANZEIGE

3. Mai 2019 BERUFSBILDUNG Standpunkt der Wirtschaft | 5 CAS UNTERNEHMENSFÜHRUNG KMU «Wir haben den Kurs jährlich optimiert» Vergangenen Monat ist der achte Jahrgang des von der Wirtschaftskammer, der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) organisierten Studiengangs «Certificate of Advanced Studies (CAS) in Unternehmensfüh rung KMU» gestartet. Studienleiter Adrian Sidler zieht eine erste Bilanz. KMU LEHRBETRIEBSVERBUND – Beim 3. Betriebsfenster der KMU Lehrbetriebsverbunds AG ging es um Budgets und Schulden. Es referierten Silvia Felber und Tanja Boschung von Budgetberatung Schweiz. Budgetieren vermeidet Schulden Standpunkt: Herr Sidler, wie ist Ihr erster Eindruck von den Teilnehmenden der achten Austragung des «CAS in Unternehmensführung KMU»? Adrian Sidler: Die Teilnehmenden sind hochmotiviert und erkennen nun nach dem vierten Kurstag, wohin die Reise mit dem Businessplan geht. Vision, Ziele und Strategie werden jetzt definiert, und die Grundlagen für erfolgreiche Nachfolgeregelungen, Geschäftsleitungen und Start-ups gelegt. Wie setzt sich das Feld der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen? Das Feld mit 14 Personen ist heterogen zusammengesetzt. Für die Erarbeitung der Businesspläne ist dies ein grosser Nutzen, da dadurch neue Sichtweisen entstehen. Vom Sportfachgeschäft, über Baubranchen, Pharma, Personalwesen, Pflege bis zum Handel ist alles vertreten. Adrian Sidler, FHNW, Kursleiter «CAS Unternehmensführung KMU». Wie hat sich der Kurs seit der erstmaligen Durchführung 2012 entwickelt? Der Kurs ist professioneller geworden, da wir von der FHNW den Kurs jährlich optimiert haben. Die Bewertungen der Dozenten im letzten Jahr lagen durchschnittlich bei der Note 5,6, von 6. Darauf sind wir wirklich stolz. Silvia Felber spricht über die Verlockungen beim Einkaufen mit der Kreditkarte. An dem Morgen des vergangenen 30. März sind im Haus der Wirtschaft die rund 60 Lernenden der KMU Lehrbetriebsverbund AG (LBV) zum Betriebsfenster versammelt. Das Thema heisst «Budget planung und Schulden». Silvia Felber und Tanja Boschung von Dachverband Budgetberatung Schweiz leiten den Anlass. Der Umgang ist unterschiedlich «Jede Person, die Geld ausgibt und über Einkommen verfügt, soll ein Budget erstellen», steht auf einer der ersten Folien von Tanja Boschungs Präsentation. Der Umgang der anwesenden Lernenden mit Geld ist unterschiedlich, manche wohnen zu Hause und können den gesamten Lohn für ihre Freizeit nutzen, andere sind ausgezogen und übernehmen finanziell die volle Verantwortung. «Ein Beitrag an die Miete oder an andere durch den Lernenden verursachte Kosten ist auf jeden Fall vertretbar», sagt Boschung. Wenn es um Budgetberatung geht, ist das Thema Schulden nicht weit. Gemäss Silvia Felber können immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene ihre Rechnungen nicht bezahlen. Trotzdem würden viele Eltern mit ihren Kindern zu wenig über Geld und anfallende Lebenskosten reden. In Gruppen werden Schuldenfallen aufgelistet und Lösungen gesucht. Bei den drei bis vier Mal pro Jahr stattfindenden Betriebsfenstern geht es jeweils um Themen des Alltags. Die Teilnahme ist für die Lernenden des Verbunds Pflicht. Die gemeinsame Aktivität stärkt auch deren Sozial kompetenzen. Pawell Straub Die Referentin Tanja Boschung empfiehlt den Jugendlichen, ein Budget zu erstellen. Bilder: Straub Welches sind die Erfolgsfaktoren des CAS-Kurses in der Praxis? Das sind Zielorientierung und Umsetzungsstärke. Klare und smarte Ziele sind für jeden Menschen und für jedes Unternehmen sehr wichtig. Ein klare Struktur des Businessplans führt automatisch zur erfolgreichen Umsetzung. KAMPAGNE – Angesprochen werden Schülerinnen und Schüler, deren Familien und die Schulen. Plakate werben für die Berufsschau 2019 Wie alltagstauglich sind die gelernten Arbeitstechniken? Im Zentrum des Businessplans stehen die Menschen und deren Herausforderungen. Das ist der zentrale Erfolgsfaktor einer jeden Unternehmensführung. Viele Jahre lag der Fokus in der Führung rein auf der Produktion und der Dienstleistung, nun gilt es auch, die Talente der Menschen bestmöglich in den Unter nehmen einzusetzen, damit Menschen sich in Unternehmen optimal einbringen können. Stehen Sie mit ehemaligen Absolventinnen und Absolventen noch in Kontakt? Ja, ich stehe regelmässig mit einzelnen der gut 120 Teilnehmenden in Kontakt. Da ich während der viermonatigen Kursdauer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Dozent und Coach begleite, entstehen enge Beziehungen. So lade ich einige Unternehmerinnen und Unternehmer immer wieder an von mir organisierte Tagungen zu Unternehmertum und Innovation ein. Best- Praxis-Beispiele sagen mehr als viel Theorie. Gibt es Absolventinnen oder Absolventen, die Ihnen besonders stark in Erinnerung geblieben sind? Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer des Studiengangs «CAS Unternehmensführung KMU» ist einzigartig. Es freut mich immer wieder, wie diese ihr Business Schritt für Schritt umsetzen. Schön ist es, wenn ich dann, wie vor einem Monat erlebt, auf der Autobahn einen ehemaligen Teilnehmer überhole, da mir sein Logo a uf dem Auto aufgefallen ist. Als ich ihm dann aufs Handy anrief, lachten wir zusammen und tauschten einige Erfolgsstorys aus. Interview: Alexandra Mächler «Mir göhn alli an d’Bruefsschau» – dieser Slogan wird ab Mitte dieses Monats im ganzen Baselbiet präsent sein. Zu lesen ist er auf den Plakaten der ersten Staffel (Bild oben rechts) der Werbekampagne für die Berufsschau 2019. Bis zu deren Eröffnung am kommenden 23. Oktober wird die Berufsschau mit vier verschiedenen Sujets (siehe Bilder oben) im Mai, im Juni, im August und im Oktober an verschiedenen Standorten im Baselbiet beworben. Familie und Schule sind wichtig «Bei der Berufswahl spielen vor allem die Familie und die Schule eine grosse Rolle. Entsprechend haben wir den Fokus nebst den Schülerinnen und Schülern auf diese beiden Anspruchsgruppen gelegt. Dies wird auch von den jeweiligen Slogans so reflektiert», sagt Urs Berger, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland und Leiter des Organisationskomitees der Berufsschau. Wichtig ist Urs Berger in diesem Zusammenhang auch, dass diese Zielgruppen schon im Vorfeld darauf sensibilisiert werden, dass die Berufsschau demnächst stattfinden wird. Anja Grönvold VOM 23. BIS 27. OKTOBER Die Berufsschau findet vom 23. bis 27. Oktober 2019 im Kultur- und Sportzentrum (KUSPO) in Pratteln statt. Sie zeigt Jugendlichen vor der Berufswahl die Vielfalt der Lehrberufe auf, gibt Entscheidungshilfen und weist auf die Weiterbildungsmöglichkeiten bis auf die Hochschulebene hin. www.berufsschau.ch

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