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Standpunkt 476, 25.1.2019

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

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2 | Standpunkt der Wirtschaft NEUJAHRSAPÉRO 25. Januar 2019 PREMIERE – Bei der ersten Austragung des Neujahrsapéros der Wirtschaftskammer in den ehemaligen Fabrikationshallen der Schindler Waggon erinnerte Präsident Andreas Schneider daran, dass den Unternehmen nicht noch mehr Steine in den Weg gelegt werden sollten. Gelungener Einstand in Pratteln Landrat Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, wünscht einem Besucher des Neujahrsapéros ein gutes neues Jahr. Andreas Schneider, Wirtschaftskammerpäsident, und Michèl Abt, Präsident des Kaminfegermeisterverbands Baselland, gratulieren ebenfalls. Bilder: Kamber «Wir sind hier an einem speziellen Ort mit einer langen Geschichte», sagte Andreas Schneider, Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, am Neujahrsapéro vom 10. Januar 2019 im Classic Center der Kestenholz Automobile AG in Pratteln. In den alten Fabrikationshallen produzierte die Firma Schindler Waggon einst die Schienenfahrzeuge für die SBB, wobei hier zeitweise bis zu 1000 Menschen arbeiteten. «Dann aber kam der Kahlschlag. Einige Medien und auch Politiker haben dem Unternehmen vorgeworfen, eine Monopolstellung zu haben», sagte Andreas Schneider. Man habe gefordert, dass die SBB- Aufträge international ausgeschrieben werden. «Das Ende kennen Sie: Schindler wurde von Adtranz und danach von Bombardier übernommen. Und nach kurzer Zeit ist der Betrieb hier in Pratteln eingestellt worden.» Die Geschichte zeige, dass es wichtig sei, den Unternehmen nicht noch mehr Steine in den Weg zu legen und zum Werkplatz Schweiz Sorge zu tragen, sagte der Wirtschaftskammerpräsident. JA zur Mehrwertabgabe In diesem Zusammenhang verwies der Wirtschaftskammerpräsident auf verschiedene aktuelle Beispiele. So habe der Baselbieter Landrat etwa einen guten Kompromiss zur Mehrwertabgabe erarbeitet, welcher die KMU nicht zusätzlich belaste. Darum habe der Wirtschaftsrat die JA- Parole für die Abstimmung vom 10. Februar 2019 beschlossen. Bei den Sozialleistungen dürfe es nicht zu höheren Belastungen kommen, warnte Schneider bezugnehmend auf die Steuervorlage 17. Es gebe aber auch Lichtblicke, sagte der Präsident. Schon vor Jahren habe die Wirtschaftskammer mit ihrem 5-Punkte-Plan gegen den Verkehrskollaps Lösungsvorschläge für Verbesserungen im Bereich Verkehrsinfrastruktur gemacht. «Jetzt gehen Bund und Kanton mit dem Westring langsam in die Richtung, die wir aufgezeigt haben.» Dies sei ein positives Signal. Und nachdem die Wirtschaftskammer Baselland am Neujahrs apéro vor einem Jahr darauf hingewiesen habe, dass in der Wirtschaftsförderung vieles im Argen liege, «haben wir im Baselbiet jetzt – ein Jahr später – ein neues Wirtschaftsförderungsgesetz, das sich sehen lässt». Finger auf wunde Punkte gelegt Die Beispiele zeigen laut Andreas Schneider auf, dass es sich lohnt, wenn die Wirtschaftskammer den Finger auf wunde Punkte legt. «Ich danke allen Politikern, die dazu beitragen, den Unternehmen Steine aus dem Weg zu räumen und nicht noch mehr Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Solchen KMU-freundlichen Politikerpersönlichkeiten müssen wir an den nächsten Landratswahlen von Ende März 2019 unsere Stimme geben», sagte Andreas Schneider. Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte sich der Wirtschaftskammerpräsident bei den Sponsoren. «Insbesondere danke ich der Basellandschaftlichen Kantonalbank für die Unterstützung des Apéros. Auch bei den Kaminfegern bedanke ich mich herzlich», so Schneider. Mit dem traditionellen «Handshake» gab es diesmal nicht nur die besten Wünsche der Glücksbringer, sondern auch eine spezielle Glücks münze des Kaminfegermeister Verbands Baselland. Daniel Schindler «Extrem guter Standort» «Auf Jugend setzen» «Füreinander einstehen» «Rede hat überzeugt» «Ein Erfolgsmodell» Beat Leuenberger, Geschäftsführer Moving Media Basel AG. Miriam Hersche, Vorstand Swissmechanic, Sektion b. Basel, Vorstand KV BL. Roman Schneider, Wirtschaftsrat, Präsident KMU Pratteln. Christine Frey, Geschäftsführerin SBS AG, Präsidentin HEV Münchenstein. Patrik Tschanz, Gründer und Inhaber Tschanz & Partner IT-Services. «Die wichtigste Botschaft dieses Abends ist jene mit der Bildung. Die Schweiz ist ein extrem guter Bildungsstandort. Diesen müssen wir verteidigen und diesem müssen wir Sorge tragen. Christoph Buser hat in seiner Rede darauf hingewiesen, das habe ich sehr gut gefunden.» «Das wichtigste Thema des Abends war die Berufsbildung. Ich bin selber in einem Berufsverband tätig und sehe, wie wichtig es ist, auf die Jugend zu setzen. Es ist wichtig, dass sich Firmen für die Berufsbildung einsetzen und auch wir als Wirtschaftsstandort dies fördern.» «Die Hauptbotschaft des Abends war, dass wir nicht in einer Ecke stehen und den Kopf in den Sand stecken dürfen. Wir müssen als Unternehmer und als KMU füreinander einstehen und gemeinsam Gas geben, damit wir auch weiter Erfolg haben.» «Christoph Busers Rede hat mich überzeugt. Ich bin 100 Prozent damit einverstanden, dass wir die duale Bildung stärken müssen. Diese bildet die Basis unserer Wirtschaft. Wir müssen die Berufsbildung weiter entwickeln und eine Initiative lancieren.» «Besonders wichtig ist, was wir heute Abend am Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer Baselland über das duale Bildungssystem gehört haben. Wir sind auch ein Lehrbetrieb und bilden zwei Lernende aus. Die duale Bildung ist wirklich ein Erfolgsmodell.»

25. Januar 2019 NEUJAHRSAPÉRO Standpunkt der Wirtschaft | 3 «Vernünftige Verkehrspolitik» Christian Greif, Geschäftsführer Verkehrsliga beider Basel, Geschäftsführer ACS beider Basel. «Die Wirtschaftskammer hat einmal mehr Rückgrat bewiesen und sich für eine vernünftige Verkehrspolitik ausgesprochen. Unsere Wirtschaft, unsere Region braucht eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur. Mit der Wirtschaftskammer haben wir immer eine tolle Partnerin, die sich für dieses vernünftige Ziel stark macht.» «Berufsbildung stärken» Monica Gschwind, Regierungsrätin, Vorsteherin Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion. «Die Hauptbotschaft des Abends ist ganz klar, dass wir die Berufsbildung gemeinsam stärken müssen, sei es die Politik, aber auch die KMU. Wir sollten interessante Lehrstellen anbieten, damit wir auch in Zukunft jene Fachkräfte haben, die wir alle brauchen.» Die ehemaligen Fabrikationshallen der Firma Schindler Waggon, in denen heute das Classic Center der Kestenholz Automobile AG untergebracht ist, bieten den idealen Rahmen für den Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer.. «Wunderbarer Anlass» Marc Scherrer, Wirtschaftsrat, Präsident KMU Laufental. «Der Neujahrsapéro war auch dieses Jahr ein wunderbarer Anlass mit inhaltlich guten Reden. Am besten gefallen hat mir das Networking und die tolle neue Location bei der Kestenholz AG. » «Berufsbildung fördern» Sandra Sollberger, Nationalrätin, Zentralvorstand Schweiz. Maler- und Gipserunternehmer-Verband. «Am meisten Freude hatte ich an der Aussage, dass die Wirtschaftskammer die Berufsbildung weiter fördern wolle. Er hat auch eine Initiative versprochen. Wir haben selber auch Mühe, Leute zu finden, und zwar nicht nur Lernende, sondern auch ausgebildete Berufsleute.» WEITERE FOTOS UND FILME Wirtschaftskammerpräsident Andreas Schneider hebt das Glas auf ein gutes 2019. Weitere Bilder und Filme vom Neujahrsapéro 2019 finden sich auf der Website: www.kmu.org und auf Facebook: www.facebook.com/wikaBaselland/

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