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Standpunkt 475, 14.12.2018

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

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Vielen Dank für Ihren Besuch. Dank Ihnen war der «Tag der Wirtschaft» 2018 ein unvergesslicher Anlass. www.tag-der-wirtschaft.ch Hauptpartnerin:

14. Dezember 2018 TAG DER WIRTSCHAFT Standpunkt der Wirtschaft | 3 REFERATE – Hauptreferent am Tag der Wirtschaft war Ignazio Cassis. Vor den Ausführungen des Bundesrats zeigten fünf Unternehmerpersönlichkeiten, wie sie in ihren Betrieben auf Megatrends setzen und sich damit langfristig Wettbewerbsvorteile sichern. Megatrends als Chance nutzen HAUPTREDNER «WIR MÜSSEN MEGATRENDS ALS CHANCE VERSTEHEN UND DIE BEFÜRCHTUNGEN ALS ANTRIEB NUTZEN, UM TRAGFÄHIGE LÖSUNGEN ZU FINDEN.» Ignazio Cassis, Bundesrat, Vorsteher des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Dass Megatrends auch Ängste auslösen können, die es ernst zu nehmen gelte, räumte der Hauptreferent des Abends, Bundesrat Ignazio Cassis, am Tag der Wirtschaft in der St. Jakobshalle ein. Doch seien Megatrends immer auch eine Chance. Auch in der internationalen Politik gebe es einen Megatrend, nämlich jenen hin zu einem multipolaren System. «Neben den USA und Russland sind mit China, Indien, der Türkei, Brasilien oder Südafrika weitere Staaten in Erscheinung getreten, die ihre Machtansprüche geltend machen», sagte Cassis. China deute zudem an, dass Kapitalismus nicht mehr eindeutig mit Demokratie verbunden sein müsse. Es gebe heute keinen einzig gültigen und von allen anerkannten Ordnungsrahmen mehr. «Befürchtungen sind normal. Wir müssen Megatrends als Chance verstehen und die Befürchtungen als Antrieb nutzen, um tragfähige Lösungen zu finden. Stellen wir also die Fragen. Klären wir den Sachverhalt mit Logik und Vernunft – und entscheiden wir dann gemeinsam, wie wir weitergehen», sagte der Schweizer Aussenminister. Dafür brauche es solche Anlässe wie den Tag der Wirtschaft. REFERENTEN «WOHNEN IM ALTER WIRD EIN IMMER WICHTIGERES THEMA.» «MEIN TEAM TREIBT MICH AN.» «DER SENSOR KANN INFORMATIONEN AN AN- GEHÖRIGE WEITERGEBEN.» «MASSENKONSUM KANN ÖKOLOGISCH SEIN.» «WIR MÜSSEN SCHNELLER UND AGILER WERDEN.» Stefan Brüngger, Geschäftsführer, kleinhaus.ch. Barbara Artmann, Inhaberin und Geschäftsführerin, Künzli SwissSchuh AG. Susanne Dröscher, Co-Geschäftsführerin, Caru AG. Lorenz Isler, Sustainability Manager, IKEA Schweiz. David Bosshart, CEO, Gottlieb Duttweiler Institut. Stefan Brüngger, Geschäftsführer der Firma kleinhaus.ch, sprach über Demografie. Wohnen im Alter werde ein immer wichtigeres Thema. Es sei entscheidend, Häuser und Wohnungen altersgerecht auszustatten. Eine umweltfreundliche, platzsparende und kostengünstige Variante seien Kleinhäuser, die über Nacht geliefert werden. Diese ermöglichen, individuelle Vorstellungen umzusetzen. Auch dies entspreche einem Megatrend. Mit den Themen Gesundheit und Individualisierung griff Barbara Artmann ebenfalls zwei wichtige Megatrends auf, die für ihr Unternehmen entscheidend sind. Die Inhaberin und Geschäftsführerin der Künzli SwissSchuh AG stellte unter anderem eine neuartige Smartphone-App vor, welche automatisch zur richtigen Schuhgrösse und zum passenden Modell verhilft. «Das ist praktisch und reduziert Rücksendungen», sagte Artmann. Susanne Dröscher, Co-Geschäftsführerin der Caru AG, präsentierte einen hochmodernen Sensor, welcher die Rolle eines aufmerksamen Mitbewohners übernimmt. Damit setzt das Unternehmen auf die Megatrends Gesundheit und demografische Entwicklung. Gedacht ist er für ältere Menschen, die alleine leben. «Der Sensor kann die Informationen an Angehörige oder Betreuungsstellen weitergeben», sagte Dröscher. Lorenz Isler, seit August 2013 Sustainability Manager bei IKEA Schweiz und damit verantwortlich für die Aktivitäten und das Engagement in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft, erläuterte, wie IKEA konsequent auf Kreislaufwirtschaft setzt. Dadurch werde der Ressourcen verbrauch gesenkt – dies unter anderem dank Abbauanleitungen und konsequent erneuerbaren und rezyklierten Materialien. Im Resultat sei dies auch kostengünstiger. Welche Auswirkungen die Megatrends auf die künftigen Anforderungen an die Unternehmensführung haben werden, beleuchtete schliesslich David Bosshart, CEO des renommierten Gottlieb Duttweiler Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft im zürcherischen Rüschlikon. Sein Fazit: Die Unternehmerinnen und Unternehmer benötigen Weitsicht und Flexibilität – aber auch eine gesunde Portion Grundoptimismus.

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