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Standpunkt 465, 1.6.2018

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

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10 | Standpunkt der Wirtschaft BERUFSBILDUNG 1. Juni 2018 TAG DER LERNENDEN – Im Hotel «Engel» in Liestal treffen sich am kommenden 19. Oktober Baselbieter Lernende, Lehrbetriebe sowie Meinungsträger aus der Berufsbildung und der Wirtschaft. Es geht um die berufliche Zukunft der Jugendlichen nach der Lehre. Berufliche Perspektiven aufzeigen Am 19. Oktober 2018 führt die Wirtschaftskammer Baselland erstmals den sogenannten Tag der Lernenden durch. Baselbieter Lernende, Lehrbetriebe sowie Meinungsträger aus der Berufsbildung und der Wirtschaft finden an diesem Anlass, der im Hotel «Engel» in Liestal durchgeführt wird, zusammen. Urs Berger, Stv. Direktor und Leiter der Abteilung Berufs- und Weiterbildung der Wirtschaftskammer Basel land sowie Initiator des Tags der Lernenden, erklärt, wieso es überhaupt einen Tag der Lernenden benötigt: «Heute bildet eine Ausbildung im Rahmen der dualen Berufsbildung erst den Beginn einer Laufbahn. Der Tag der Lernenden soll die Jugendlichen, die eine Lehre absolvieren, inspirieren und motivieren, sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen.» Paneldiskussion Die Berufsschau – hier 2017 in Pratteln – hilft den Jugendlichen bei der Berufswahl, am Tag der Lernenden erfahren sie, wie es nach der Lehre weitergeht. Bild: Kehrli Die Veranstaltung läuft unter dem Motto «Perspektiven». In einer Panel diskussion werden aktuelle Themen, welche Jugendliche in der Berufsbildung beschäftigen, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. «Die Lernenden sollen wissen, dass die Politik und die Wirtschaft ihre Anliegen ernst nehmen», so Berger. Die Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, Regierungsrätin Monica Gschwind, wird am Anlass teilnehmen und so aus erster Hand erfahren, wo die Lernenden der Schuh drückt. Die weitreichenden Möglichkeiten, die ein EFZ-Abschluss bietet, werden ebenfalls thematisiert. Anbieter von weiterführenden Ausbildungen und Jungunternehmer stellen ihr Angebot im Foyer des Hotels «Engel» vor und beantworten die Fragen der Jugendlichen. Im Vorfeld des Tags der Lernenden findet ein Wettbewerb statt. Dabei können Lernende entweder alleine oder in Gruppen ein neues Logo und einen Werbeslogan für die Berufsbildung im Baselbiet erarbei­ LERNENDE JETZT ANMELDEN Das Anmeldeformular für den Tag der Lernenden ist bereits auf der Website der Veranstaltung (Adresse siehe unten) aufgeschaltet. Da der Anlass wochentags an einem Nachmittag von 14 bis 17 Uhr stattfindet, ist es den Veranstaltern ein Anliegen, dass die Lehrbetriebe die Lernenden anmelden. Die Anmeldung für den Anlass ist ab sofort über die Website möglich. Überdies wird die Website laufend mit den neusten Informationen zum Tag der Lernenden aktualisiert. ag Tag der Lernenden, Freitag, 19. Oktober 2018, 14 – 17 Uhr, Hotel «Engel», Liestal. www.tagderlernenden.org ten. Am Tag der Lernenden wird das Gewinnerprojekt vorgestellt. Das Besondere daran: Das Logo und der Slogan werden in der Werbung für die Baselbieter Berufsschau 2019 eingesetzt. Anja Grönvold PUBLIREPORTAGE Haussanierung: Ritter bietet alles aus einer Hand Vorher: Das in die Jahre gekommene Wohnhaus in Gelterkinden musste umfassend saniert werden. Insbesondere der Zustand des Dachs und des Estrichs liessen zu wünschen übrig. Während der Arbeiten: Die Ritter Bedachungen-Zimmerei-Spenglerei hat alles für die Sanierung des Dachs sowie die Spenglerarbeiten vorbereitet, die alten Ziegel wurden abgetragen. Nachher: Nach lediglich zweieinhalb Wochen erstrahlt das nun umfassend sanierte Wohngebäude nicht nur in frischem Glanz, es befindet sich jetzt auch energetisch auf dem neusten Stand. Viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer haben Bedenken, wenn es um die Sanierung ihres Objekts geht. Sie fürchten, wochenlang auf einer Baustelle inmitten von Staub leben zu müssen. Solche Bedenken nimmt Matthias Ritter von der Firma Ritter Bedachungen-Zimmerei-Spenglerei sehr ernst. Entsprechend rasch und sauber arbeitet das Unternehmen aus Diegten. Dies bestätigt eine Bauherrin, nachdem Ritter im Juni 2017 die Dachsanierung und sämtliche Spenglereiarbeiten ihres Wohnhauses in Gelterkinden innert gerade Mal zweieinhalb Wochen abgeschlossen hatte. «Die Sanierung des Dachs und die Spenglereiarbeiten an meinem Wohnhaus in Gelterkinden im vergangenen Juni verliefen überaus unkompliziert. Matthias Ritter hat mich sehr gut beraten, sein Unternehmen hat alles aus einer Hand geliefert, und das Kosten-/Nutzenverhältnis ist ausgesprochen attraktiv», sagt Erika Sprecher. Sie liess im vergangenen Jahr vom Traditionsunternehmen aus Diegten an ihrem Haus eine umfangreiche Sanierung durchführen. Investitionen sind zwingend für den Werterhalt Dass es aus dem Baselbieter Energiepaket noch einen Förderbeitrag für die energetische Sanierung gab, kam der Bauherrin gut gelegen. Diese Unterstützungsbeiträge vereinfachen vielen Sanierungswilligen den Entscheid, die dringend notwendigen Investitionen in ihr Objekt zu tätigen. Das gilt umso mehr, als Investitionen für den Werterhalt zwingend sind, wie Matthias Ritter erklärt. Zudem seien viele Massnahmen auch steuerlich absetzbar. Gutes Beispiel für eine gelungene Sanierung Auch für Matthias Ritter, Präsident des Branchenverbands Dach und Wand, ist das Objekt in Gelterkinden ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Sanierung: «Wie bei vielen Gebäuden im Baselbiet, welche langsam aber sicher in die Jahre gekommen sind, war auch hier eine Sanierung überfällig», sagt der Unternehmer. Umfangreiche Sanierungs arbeiten am Objekt Entsprechend umfangreich sind die Arbeiten am Objekt ausgefallen: Das alte Ziegeldach und die Metallteile sowie die Lattung wurden abgebrochen, eine Dampfbremse musste verlegt und angeschlossen, und eine Wärmedämmung erstellt werden. Hinzu kam die Installation eines neuen Unterdachs und die Abdichtung des Unterdachs bei den Kaminen. Sodann wurden neue Ton-Firstziegel sowie neue Dachrinnen angebracht, die Kamineinfassung inklusive Kamin wurde verkleidet, und schliesslich hat Ritter Bedachungen-Zimmerei-Spenglerei auch den Estrich verschalt. Estrich ist nun wieder vollumfänglich nutzbar Nun kann der Estrich wieder vollumfänglich genutzt werden. Vor der Sanierung 2017 war der Dachstock mit Schlackenboden schmutzig und völlig unbrauchbar. Nach der Sanierung kann nun im Wohngebäude ein ganzer Raum zusätzlich genutzt werden, der zuvor während Jahren brachlag. Der Kundenservice ist bei Ritter entscheidend Besonders wichtig ist für die Mitarbeitenden der Ritter Bedachungen- Zimmerei-Spenglerei aus Diegten der Kundenservice: «Es ist entscheidend, dass es auf den Bau stellen , auf denen wir tätig sind, auch nach dem Tageswerk jederzeit wieder sauber und ordentlich ist – schliesslich wohnen die meisten unserer Kundinnen und Kunden während der Sanierung nach wie vor in ihrem Haus», führt Matthias Ritter aus. Vorbildlich geführte Baustelle Die Baustelle in Gelterkinden wurde von Matthias Ritters Sohn geführt. «Claudio hat sämtliche Arbeiten vorbildlich geleitet», sagt Matthias Ritter. Und auch aus Sicht der Bauherrin hat sich die Sanierung gelohnt: «Ich würde Ritter Bedachungen-Zimmerei-Spenglerei jederzeit weiterempfehlen.» Matthias Ritter freut‘s: «Zufriedene Kunden sind die beste Werbung für unsere Branche», sagt der Präsident von Dach und Wand.

1. Juni 2018 RATGEBER Standpunkt der Wirtschaft | 11 KMU BINNINGEN-BOTTMINGEN Gesucht: mehr Betriebe aus Bottmingen SCHWEIZERISCHER GEWERBEKONGRESS – Zum Gewerbekongress des Schweizerischen Gewerbeverbands vom vergangenen 16. Mai in Bern reiste auch eine Delegation der Wirtschaftskammer an. Baselbieter KMU gut vertreten Vereinspräsident Mike Keller dankt der aus dem Vorstand ausscheidenden Franziska Schwarz mit einem Blumenstrauss Bild: mwb Die Generalversammlung des Gewerbevereins KMU Binningen-Bottmingen findet seit Jahren alternierend in den beiden Gemeinden statt. In diesem Jahr – am 17. Mai – versammelten sich die Mitglieder in der Aula des Schulhauses Burggarten in Bottmingen. Ungeachtet des Versammlungsorts nahmen vor allem Gewerbetreibende aus Binningen an der GV teil – ein Umstand, der eigentlich nicht überrascht, denn von den insgesamt 122 Vereinsmitgliedern stammen nur gerade knapp 20 aus Bottmingen. KMU-Präsident Mike Keller nahm diese Ausgangslage zum Anlass für einen Aufruf: Der Gewerbeverein braucht mehr Mitglieder aus Bottmingen. Gemeindepräsidentin Mélanie Krapp nahm diesen Wunsch in ihrem Grusswort auf und versprach, bei der Gewinnung von Bottminger Betrieben gerne behilflich zu sein. Der Gewerbeverein erfülle eine sehr wichtige Aufgabe. Sein Wirken werde auch von der Bottminger Behörde sehr geschätzt, so Krapp. Diesen lobenden Worten schloss sich der Binninger Gemeindevertreter Christoph Anliker gerne an. «Uuse stuelete» wird weitergeführt Obwohl sich die «IG Hauptstrasse» zu Jahresbeginn aufgrund des berufsbedingten Rücktritts ihrer bisherigen Chefin Franziska Schwarz und der mangelnden Bereitschaft der 46 Mitglieder, sich vermehrt in der Organisation dieser Interessengruppe zu engagieren, auflöste, soll eine ihrer Hauptaktivitäten nun unter der Ägide des Gewerbevereins weitergeführt werden: die «Uuse stuelete». Der KMU-Vorstand wird sich den Anliegen der Ladengeschäfte an der Binninger Hauptstrasse direkt annehmen. Er wird ein Konzept für spezielle Aktionen entwickeln. Dieses soll ab 2019 greifen. Im laufenden Jahr fokussieren sich die KMU- Aktivitäten aber noch auf das Dorffest von Mitte September. Dort werden sich 42 Mitglieder im Rahmen einer speziellen Gewerbeschau präsentieren. Marcel W. Buess ANZEIGE Sie waren aus Liestal angereist (von links): Michael Köhn, Stv. Direktor Wirtschaftskammer, Leiter KMU-Förderung; Michael Dreier, Präsident «Gewerbe und Industrie Aesch»; Michèl Abt, Präsident Kaminfegermeisterverband Baselland; Peter Schmidt, Präsident Gewerbe Münchenstein; Fritz Naegelin, Ehrenmitglied Wirtschaftskammer; Barbara Gfeller, Leiterin Beratungen bei der Wirtschaftskammer; Martin Spiess, Vizepräsident KMU Liestal; Jörg Krähenbühl, e. Regierungsrat; Urs Berger, Stv. Direktor Wirtschaftskammer, Leiter Berufsbildung; Daniel Joos, Geschäftsleitungs mitglied Wirtschaftskammer; Landrat Markus Meier, Stv. Direktor Wirtschaftskammer, Leiter KMU-Verbandsmanagement. Bilder: zVg Am Schweizerischen Gewerbekongress vom vergangenen 16. Mai 2018 im Berner Kursaal hat auch eine ansehnliche Delegation aus dem Baselbiet teilgenommen (siehe Bild). Nach einem Treffen im Haus der Wirtschaft in Liestal reiste die Baselbieter Delegation nach Bern, wo sie an der Versammlung teilnahm. Am Gewerbekongress wurde Nationalrat Jean-François Rime erneut zum Präsidenten des Schweizerischen Gewerbeverbands (sgv) gewählt. Zu Vizepräsidenten bestimmte die Versammlung die Baselbieter Nationalrätin Daniela Schneeberger sowie André Berdoz, Direktor der Waadtländer Wirtschaftskammer (Chambre vaudoise des arts et métiers, CVAM). dan Der ehemalige Baselbieter Regierungsrat Jörg Krähenbühl (links) im Gespräch mit Wirtschaftskammerpräsident Andreas Schneider. RATGEBER RECHT Wird eine Forderung eines Handwerkers vom Besteller nicht befriedigt, kann sich der Handwerker an den Grundeigentümer wenden, selbst wenn dieser die Arbeiten nicht in Auftrag gegeben hat. Böses Erwachen wegen Bauhandwerkerpfandrecht Fridolin K. ist Eigentümer eines Büro komplexes. Bei ihm eingemietet ist auch eine Unternehmensberatung. Der Geschäftsführer, Peter S., lässt in den Büroräumlichkeiten umfangreiche Umbauarbeiten durchführen. Kostenpunkt: 50 000 Schweizer Franken. Peter S. findet grossen Gefallen am neuen Büro, doch in der Zwischenzeit hat sich die Auftragslage drastisch verschlechtert. Er kann die Rechnung des Handwerkers trotz Aufforderung nicht bezahlen. Der Handwerker merkt schnell, dass Peter S. nicht bezahlen will und geht nun direkt gegen den Eigentümer Fridolin K. vor. Mithilfe seines Anwalts hat der Handwerker beim Gericht eine vorsorgliche Eintragung eines Pfandrechts im Grundbuch beantragt. Schnelles Handeln angezeigt Zur Sicherung einer Werklohnforderung kann der Handwerker, der für seine Arbeit nicht entschädigt wird, am Grundstück, auf dem er die Arbeiten ausgeführt hat, ein sogenanntes Bauhandwerkerpfandrecht eintragen. Dabei richtet sich der Anspruch des Handwerkers immer gegen den Grundeigentümer, selbst wenn dieser dem Handwerker selbst keinen Auftrag erteilt hat. Voraussetzung ist aber, dass das Bauhandwerkerpfandrecht spätestens vier Monate nach Vollendung der letzten Arbeiten im Grundbuch eingetragen wird und der Vermieter von den Arbeiten wusste. Abwehrmöglichkeiten Der Grundeigentümer kann sich gegen die vorsorgliche Eintragung zur Wehr setzen und beispielsweise vorbringen, dass die Eintragungsfrist nicht gewahrt wurde, oder dass es sich um Arbeiten handelt, die nicht zur Eintragung berechtigen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Handwerker die Arbeiten gar nicht selbst erbracht, sondern lediglich Material geliefert hat. Beim Verfahren um definitive Eintragung liegt es dann wieder am Hand werker, den Bestand der geltend gemachten Forderungen zu belegen. Der Grundeigentümer kann sich hier vollumfänglich zur Wehr setzen und einwenden, dass die Arbeiten mangelhaft erledigt wurden oder der Betrag bereits beglichen wurde. Die Eintragung kann auch abgewendet werden, wenn der Grundeigentümer hinreichende Sicherheiten leistet – zum Beispiel eine Bankgarantie. Unangenehme Folgen Im Falle einer definitiven Eintragung trägt der Grundeigentümer letztendlich das Risiko, dass das Grundstück bei Nichtbezahlung zwangsverwertet werden könnte. Es liegt in diesem Fall also am Grundeigentümer Fridolin K., den Schuldner Peter S. zur Bezahlung der Forderung anzuhalten. Dieser bleibt weiterhin Schuldner des Werklohns. Es bietet sich in jedem Fall an, rechtliche Hilfe zu konsultieren. LEGAL-TEAM David Hug ist Rechts anwalt in der Kanzlei Wagner Prazeller Hug. Er ist Mitglied des Legal-Teams der Wirtschaftskammer Baselland. Das Legal-Team steht den Mitgliedern der Wirtschaftskammer für Auskünfte zur Ver fügung. Es ist erreichbar unter der Telefonnummer 061 927 66 70 oder via E-Mail an dessen Leiterin, Fürsprecherin Barbara Gfeller: b.gfeller@kmu.

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