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Standpunkt 461, 23.3.2018

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 461,

SCHWEIZERISCHE 23. MÄRZ 2018 DIE ZEITUNG FÜR KMU Regionalbund AZA 4410 Liestal Standpunkt-Ausgabe Nr. 461 – 21. Jahrgang DIE MEINUNG SWISS INNOVATION CHALLENGE – Innovationswettbewerb von Wirtschaftskammer, BLKB und FHNW wird nationaler – in der vierten Auflage kommt die Mehrheit der Projekte von ausserhalb der Region. Bonjour, Buongiorno, Grüezi! Von Christoph Buser, Landrat, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Unternehmer sind auch Abenteurer Das Neue ist für viele Unternehmen wie die Pubertät: Es stört die Ruhe, es ist anstrengend und lässt sich schwer steuern.» Diese Aussage stammt von Andreas Schutkin, Berater, Trainer und Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Ökonomie und Management, München. Er ist es auch, der Innovatoren als «Abenteurer» bezeichnet. Denn Abenteurer zeichnen sich durch grosse Neugier und Entdeckergeist aus. Es sind Leute, die den Status Quo infrage stellen, verstehen und Neues entdecken wollen. Aus diesem Holz sind auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Swiss Innovation Challenge geschnitzt. Sie nehmen die Herausforderungen an, welche ihnen der knapp neun Monate dauernde Wettbewerb bietet. Dabei müssen sie – genau wie die Abenteurer und frühen Entdecker auf hoher See – von Zeit zu Zeit ihren Kompass neu ausrichten. Sie müssen überprüfen, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind. Und sie müssen gegebenen falls auch ihren Kurs korrigieren. Ein weiteres Kennzeichen von Abenteurern ist die Tatsache, dass sie ein gewisses persönliches Risiko wagen. Ich gehe nicht davon aus, dass Christoph Kolumbus eine Reiseversicherung abgeschlossen hat, bevor er seine Segel setzte, um neues Land zu entdecken. Und ich glaube nicht, dass Thomas Alva Edison, der Erfinder der Glühbirne, einen Vertrag für eine Erwerbsausfallversicherung für den Fall unterschrieb, dass er mit seiner Erfindung versagen würde. Die Vollkasko-Mentalität, welche in unserer Gesellschaft mehr und mehr um sich greift, hindert viel zu oft den innovativen Geist. Die Teilnehmenden der Swiss Innovation Challenge werden in den kommenden Monaten erleben: Unternehmer sein, heisst auch Abenteurer sein. HEUTE IM STANDPUNKT Kick-off im Haus der Wirtschaft: Arie Hans Verkuil von der FHNW begrüsst in Liestal die Teilnehmenden der Swiss Innovation Challenge 2018. Die Swiss Innovation Challenge gewinnt national an Bedeutung. Sieben von zehn Projekten kommen in der vierten Ausgabe des Innovationswettbewerbs von ausserhalb der Region Basel. Gegen 20 Prozent stammen aus der französischen Schweiz, einige aus dem Tessin. Entsprechend wurden die Teilnehmenden des Kick-off-Events vom vergangenen 15. März im Haus der Wirtschaft begrüsst. Beat Röthlisberger, Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenskunden bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB), wandte sich auf Französisch an die Anwesenden. Arie Hans Verkuil, Leiter des Instituts für Unternehmensführung an der Hochschule für Wirtschaft FHNW und Jury-Präsident der Swiss Innovation Challenge, sprach auf Italienisch zu den Kandidatinnen und Kandidaten. Und Urs Berger, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland und Leiter Berufs- und Weiterbildung, hielt seine Begrüssung in Dialekt. Starker Mix in der Schweiz Arie Hans Verkuil blickte kurz auf die vergangenen drei Ausgaben der Swiss Innovation Challenge zurück und bezeichnete die Schweiz als Innovationsweltmeisterin. «Ich denke, das liegt am starken Mix in der Schweiz: Verschiedene Sprachen, verschiedene Mentalitäten – wir sind es uns gewohnt, zusammenzuarbeiten.» Rolf-Dieter Reineke, fachlich-wissenschaftlicher Leiter des Wettbewerbs, gab einen allgemeinen Überblick über den Ablauf der Swiss Inno vation Challenge. Dabei betonte er unter anderem das Mentoring- und Coaching-Programm, von welchem die Teilnehmenden profitieren. Dies sei ein besonders wertvoller Bestandteil des Wettbewerbs. Das gelte auch für die Erweiterung des eigenen Netzwerks, «und damit beginnen wir gleich heute Abend», sagte Reinecke. Ehrung im Beisein des Bundesrats Stefan Philippi, Geschäftsstellenleiter der Swiss Innovation Challenge, führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Details des Innovationswettbewerbs ein. Wie gewohnt werden die Kandidatinnen und Kandidaten vor einer Fachjury drei Vorstellungsrunden (Pitches) zu bestreiten haben, wobei sich das Teilnehmerfeld nach jedem Pitch halbiert. Am Tag der Wirtschaft 2018 der Wirtschaftskammer Baselland werden dann vor rund 3000 Gästen ZUBRINGER BACHGRABEN – Öffentlicher Informationsanlass in Allschwil zeigt auf: Die Umfahrungsstrasse wird von breiten Kreisen unterstützt. Betroffene begrüssen Projekt FOTO FOTOLABOR SPIESS die drei besten Projekte vorgestellt und das Siegerprojekt im Beisein von Bundesrat Ignazio Cassis geehrt. Auf den Punkt kommen Das Impulsreferat hielt Peter Herrmann, Corporate Compliance Officer der Actelion Pharmaceuticals Ltd. Das Unternehmen war 1997 ebenfalls ein Start-up-Unternehmen und gilt noch heute als starker Innovator. «Ich beneide Sie», sagte Herrmann im Haus der Wirtschaft zu den Teilnehmenden des Kick-off-Events der Swiss Innovation Challenge. In seinem Referat gab er den Kandidierenden einen für die jeweils rund drei Minuten dauernden Pitches entscheidenden Tipp mit auf den Weg: «Halten Sie sich kurz. Nutzen Sie die Zeit. Kommen Sie auf den Punkt.» Daniel Schindler SEITE 5 ANZEIGE LEHRBETRIEBSVERBUND4 Tessiner Betreuer besuchen Austauschlernende im Baselbiet. BERUFSBILDUNG 5 Im Muttenzer Polyfeld entsteht ein Berufbildungscluster. PRÜFUNGSEXPERTEN 5 Motion Meier fordert gleiche Vergütung wie in Basel-Stadt. «Der Zubringer dient letztlich allen Verkehrsträgern, der Nutzen ist unumstritten.» Dies sagte Hanspeter Frey, Präsident der «IG Umfahrungsstrasse Allschwil – stadtnahe Tangente», am Rande einer Veranstaltung, welche die IG gemeinsam mit der Bauund Umweltschutzdirektion (BUD) durchführte. Ziel des Abends vom Montag, 12. März, war es, die Bevölkerung über den Projektstand zu informieren. Wie bereits zuvor im Standpunkt bezeichnete der Baselbieter Kantonsingenieur Drangu Sehu den Zubringer Bachgraben als «das zurzeit wichtigste Strassenbauprojekt im Kanton». Die Erreichbarkeit des Gebiets werde «enorm verbessert, und andere Verkehrs achsen werden entlastet». Entlastung für Gemeinden Für den Zubringer sprach sich auch Nicole Nüssli, Gemeindepräsidentin von Allschwil, aus: «Vom Erfolg des Projekts hängen direkt rund 10 000 Arbeitsplätze ab.» Vom Anschluss verspreche sich die Gemeinde eine noch grössere Attrak tivität. Und obwohl Schönenbuch nur am Rande vom Zubringer betroffen ist, begrüsst auch Vizegemeindepräsident Jürg Dieterle den Ausbauschritt. «Unsere Gemeinde hat ein Interesse an einer guten Verkehrserschliessung und einer wirtschaftlichen Weiterentwicklung im Bereich Bachgraben.» Um mit dem Wachstum Schritt zu halten, müsse dringend die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden, sagte BUD-Vorsteherin Sabine Pegoraro. Damit die Realisierung möglichst bald erfolgen könne, sei nun entscheidend, die richtige Variantenwahl zu treffen, sagte Landrat Felix Keller, Mitglied der Bau- und Planungskommission. Daniel Schindler SEITEN 2–3 Standpunkt der Wirtschaft: Offizielles Informationsorgan der Redaktion: Telefon 061 927 64 64 – Fax 061 927 65 50 – Internet: www.kmu.org – E-Mail: standpunkt@kmu.org

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