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Standpunkt 459, 23.2.2018

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Zubringer Bachgraben

Zubringer Bachgraben Öffentlicher Informationsanlass Programm Begrüssung Hanspeter Frey Präsident der «IG Umfahrungsstrasse Allschwil – stadtnahe Tangente» Referat Referat Fragen «IG UMFAHRUNGSSTRASSE ALLSCHWIL – STADTNAHE TANGENTE» IG-UMFAHRUNGSSTRASSE-ALLSCHWIL.CH Politische Würdigung des Projekts Sabine Pegoraro Regierungspräsidentin des Kantons Basel-Landschaft Vorstellung des Projekts Drangu Sehu Kantonsingenieur des Kantons Basel-Landschaft Beantwortung von Publikumsfragen Montag, 12. März 2018 – 20 Uhr Hotel-Restaurant Rössli Dorfplatz 1, Allschwil KMU-WIRTSCHAFT Haus der Wirtschaft -– Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie 23. Februar 2018 – Schweizerische Gewerbezeitung AGVS Die Beratung der Kundschaft beim Autokauf ist wichtiger denn je. Garagisten setzen auf Beratung Die Markengaragisten des Auto Gewerbe Verbands Schweiz schreiben Kundenberatung gross. FOTO ZVG Anfang März präsentieren die Autobauer am Auto-Salon in Genf die Zukunft auf vier Rädern. «Angesichts der sich rasant entwickelnden Technologie lohnt es sich, beim Neuwagenkauf seinen Garagisten des Vertrauens einzubinden», schreibt der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) in einer Medienmitteilung. Die Mobilitätsdienstleister des AGVS seien dank Weiterbildungen für die Anforderungen der Zukunft gewappnet. Während sich gerade jetzt, im Vorfeld des 88. Automobil-Salon Genf die Nachrichten über Trends und Innovationen in der automobilen Welt überschlagen, bleibt eines gleich: Ein Neuwagenkauf will geplant sein. Nach dem Eigenheim- macht der Autokauf den zweitgrössten Budgetposten von Herrn und Frau Schweizer aus. Dementsprechend gut will die Investition durchdacht sein: Trägt das Fahrzeug den Bedürfnissen des Familiennachwuchses Rechnung? Welchen Anforderungen muss das Auto für einen Pendler respektive Langstreckenfahrer gerecht werden? Wie sicher ist der Personenwagen? Tut es das Vorgängermodell oder bedarf es der allerneusten technischen Features? «Fragen, die der AGVS-Garagist als Experte und Vertrauensperson beantworten kann», lässt sich Zentralvorstand Markus Hesse, der beim Schweizer Garagistenverband für den Bereich Handel verantwortlich zeichnet, in der Medienmitteilung zitieren. Mangelnde Information im Internet «Der Garagist hat Zugriff auf Informationen, die sich nicht im Internet finden lassen», legt Hesse ein Plädoyer zum persönlichen Gespräch ab. Der AGVS-Garagist steht in direktem Kontakt zum Importeur. Während das Internet als Inspirationsquelle dient, bleibt die Krux der unterschiedlichen Länderspezifikationen. «In der Schweiz kennen wir andere Fahrzeugausstattungsvarianten als im nahen Ausland. Solche Besonderheiten, nicht zu vergessen die abweichenden Werksgarantien, können oftmals nicht im Internet recherchiert werden», ergänzt Markus Hesse. Der Geschäftsführer der Emil Frey AG Ebikon-Luzern geht einen Schritt weiter: «Ich bezweifle, dass ein Neuwagenkauf im Internet preislich ins Gewicht fällt.» Lehrgänge zum Automobil-Verkaufsberater Der Schweizer Garagistenverband setzt sich mit den Lehrgängen zum Automobil-Verkaufsberater mit eidgenössischem Fachausweis sowie dem Basis-Verkaufsseminar für Neueinsteiger aktiv für den Branchennachwuchs im Autoverkauf ein. «Unsere Fachleute wissen nicht nur über die neusten technischen Entwicklungen, die Antriebe der Zukunft und Fahrzeugausstattungen Bescheid, sie machen das Neufahrzeug mit allen Sinnen erlebbar», betont Hesse. So kann der Neuwagen im Showroom der AGVS- Markengaragisten erkundet werden – stets im Beisein eines Fachmanns, der im persönlichen Gespräch berät. Markus Hesse: «Der AGVS-Garagist ist ein gesamtheitlich informierter Mobilitätsdienstleister, der nicht zuletzt in der Lage ist, bedürfnisgerechte Kaufalternativen aufzuzeigen.» Dem AGVS gehören rund 4000 kleine, mittlere und grössere Unternehmen, Markenvertretungen sowie unabhängige Betriebe an. Die insgesamt 39000 Mitarbeitenden in den AGVS-Betrieben – davon um die 8500 in der Aus- und Weiterbildung stehende Nachwuchskräfte – verkaufen, warten und reparieren den grössten Teil des Schweizer Fuhrparks mit rund sechs Millionen Fahrzeugen. Reto Anklin BASELLANDSCHAFTLICHE KANTONALBANK – Der Jahresgewinn 2017 bleibt mit 133,3 Millionen Franken nahezu auf Vorjahresniveau – in die Modernisierung soll weiter investiert werden. BLKB legt soliden Abschluss vor «Das Ertragsniveau im letzten Jahr ist solide und gut. Wir haben verschiedene Optionen für zusätzliches Wachstum geschaffen», sagte John Häfelfinger, CEO der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) am vergangenen 8. Februar anlässlich der Jahresmedienkonferenz. Am Hauptsitz in Liestal präsentierte die BLKB einen Jahresgewinn von 133,3 Millionen Franken (Vorjahr: 133,6 Millionen Franken). Das Wachstum werde auch in Zukunft risikobewusst sein, «denn wir wollen berechenbar bleiben», betonte der BLKB-CEO. Für die künftige Entwicklung sehe er drei Hebel, sagte Häfelfinger: die Kommissionserträge, der Teambank- Ansatz – darunter versteht die BLKB ein vernetztes Vorgehen in der Kunden betreuung – und das Zinsdifferenzgeschäft, das von einem möglichen Zinsanstieg profitieren werde. Zufriedene Bankratspräsidentin Zufrieden zeigte sich auch die per Ende Juni 2018 zurücktretende Bankratspräsidentin Elisabeth Schirmer- Mosset: «Die sehr gute Profitabilität verdeutlicht, dass die BLKB für alle ihre Anspruchsgruppen – Kunden, Mitarbeitende, Eigentümer – eine zuverlässige Partnerin ist.» Damit dies so bleibe, habe der Bankrat 2017 «die Vision sowie die Werte der BLKB geschärft, die Unternehmensstrategie weiterentwickelt und die erforderlichen Mittel für die Umsetzung gesprochen». Die BLKB werde weiterhin investieren, insbesondere in die Modernisierung der Infrastruktur, die Digitalisierung sowie in Spezialisten und Fachkräfte, hiess es. Wie an der Medienkonferenz weiter ausgeführt wurde, hat der Bankrat GASTTAXEN-ERHEBUNG – Nach Zug ist Baselland der zweite Schweizer Kanton, der mit der Internetplattform Airbnb ein Abkommen zur Einziehung der Gasttaxe abgeschlossen hat. Airbnb und Baselland einigen sich zu Gasttaxe Die Internetplattform Airbnb, auf der Private, aber auch professionelle Anbieter von Bed&Breakfasts ihre Unterkünfte an Touristen vermieten können, wird ab 1. April auch im Kanton Baselland automatisiert die Gasttaxen von allen Anbietern einziehen. Diese Gebühren leitet Airbnb an Basel land Tourismus weiter. Damit ist Baselland der zweite Kanton nach Zug, in dem die Internetplattform eine Vereinbarung zur Gasttaxen-Einziehung geschlossen hat, wie Airbnb und Baselland Tourismus vergangene Woche mitteilten. Zug Tourismus hatte Mitte Juni 2017 eine Vereinbarung mit Airbnb getroffen. Fahrkarte und Gästepass Die Gäste bezahlen im Baselbiet pro Tag eine Taxe von 3.50 Franken. Dafür erhalten sie eine räumlich unbegrenzte Fahrkarte für den Tarifverbund Nordwestschweiz und einen Gästepass, der ihnen eine Ermässigung für rund 50 Freizeit- und Tourismuseinrichtungen gewährt. Darüber hinaus wird mit dem Geld von den Gästen das Tourismusangebot im Kanton «zielgerichtet gefördert», wie es in der Mitteilung heisst. Seit der Einführung der Gasttaxe im Jahr 2014 seien auf diese Weise mehr als 40 Projekte realisiert worden. Airbnb verweist darauf, dass die Die BLKB-Führung: CEO John Häfelfinger, Bankratspräsidentin Elisabeth Schirmer-Mosset, Stv. CEO Herbert Kumbartzki (v.l.). FOTO DAN auf Antrag von CEO John Häfelfinger per 1. Januar 2018 Michel Degen, seit Januar 2011 Leiter Risk Office, zum Chief Risk Officer (CRO) ernannt. Er übernimmt diese Rolle von Herbert Kumbartzki, stellvertretender CEO und Leiter Finanz- & Riskmanagement, der diese Funktionen bis anhin in Personalunion verantwortete. Degen werde weiterhin Kumbartzki unterstellt sein und in seiner zusätzlichen Rolle direkt der Geschäftsleitung berichten. Mit diesem Schritt teile die Bank die Rollen von CRO und CFO auf zwei Personen auf, wodurch die Corporate Governance Gastgeber die Gasttaxe ohnehin entrichten müssten, über die Vereinbarung jedoch ihren erheblichen Aufwand reduzieren könnten. Lückenlos und effizient «Das digitale Einziehungsverfahren sichert die lückenlose Umsetzung des kantonalen Gasttaxengesetzes auf eine sehr effiziente Weise», lässt sich Tobias Eggimann, Geschäftsführer Baselland Tourismus, zitieren. Auch Alexander Schwarz, General Manager Airbnb Deutschland, Österreich und Schweiz, äussert sich positiv: «Wir freuen uns, dass wir nun auch im Kanton Basel-Landschaft die Gastgeber bei der Einziehung der Gasttaxe unterstützen können.» Airbnb wolle dazu beitragen, dass der Schweizer Tourismussektor von den Chancen der Digitalisierung profitiere, sagt Schwarz weiter. Die meisten Gastgeber sind laut Airbnb Privatpersonen, die einzelne Zimmer in ihrem Zuhause oder gelegentlich die ganze Wohnung an Gäste vermieten, wenn sie selbst abwesend sind. Darüber hinaus nutzten jedoch auch professionelle Anbieter, wie beispielsweise Bed&Breakfasts die Plattfom als zusätzliche Möglichkeit der Vermarktung. 2017 habe Airbnb 3700 Ankünfte aus aller Welt in Baselland verzeichnet. weiter professionalisiert werde. Die BLKB gehe damit über die Anforderungen der Finanzmarktaufsicht (Finma) an sogenannnte Kategorie- 3-Banken hinaus. BLKB soll weiter wachsen BLKB-CEO Häfelfinger rechnet damit, dass die BLKB auch 2018 im operativen Geschäft wachsen wird – wenngleich die Erträge aufgrund der anhaltend nachteiligen Zinsstruktur unter Druck bleiben dürften. Einen möglichen Zinsanstieg erwartet er nicht vor Ende 2018 beziehungs weise Anfang 2019. Daniel Schindler Wenn derartige Vereinbarungen für die Gäste keine Nachteile und für die Anbieter nur Vorteile bringen, fragt sich, warum die Verhandlungen mit den kantonalen Tourismusorganisationen bisher so langwierig sind. Verhandelt wird schon seit Jahren Verhandelt wird mit verschiedenen Kantonen und auf der Ebene einzelner Städte schon seit Jahren. Zudem schwelt der Zwist um die Kurtaxe, weil professionelle Wohnungs- und Zimmeranbieter im Vergleich zur privaten Konkurrenz eine Gleichbehandlung fordern, und zwar nicht BLKB IN ZAHLEN Jahresergebnis 2017 Jahresgewinn (in Mio. Fr.) 133,3 Veränderung (in %) –0,2 Cost-Income-Ratio (in %) 48,1 Zunahme Hypo (in %) +3,5 Zunahme Firmenkred. (%) +4,1 Stabilität Eigenkapital (in Mio. Fr.) 2178 Kernkapitalquote (in %) 20,0 Leverage Ratio (in %) 9,0 Refinanzierungsgrad durch Kundengelder (in %) 85,7 nur bei Taxen, sondern auch bei der Hygiene und im Feuerschutz. Aufwändig seien die Verhandlungen, weil in der Schweiz jeder Kanton unterschiedliche Voraussetzungen mitbringe. Es müsse grundsätzlich seitens der Kantone eine Bereitschaft zur Übereinkunft bestehen und die technische Umsetzung sei nicht «von heute auf morgen möglich», stellt eine Airbnb-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur sda fest. «Wir sehen aber konstruktive Gespräche, nicht zuletzt, weil die Schweiz positiv gegenüber der Digitalisierung eingestellt ist.» sda/Reto Anklin VORREITERROLLE VON ZUG UND BASELLAND Während die Kantone Zug und Baselland bereits ein Abkommen mit der Internetplattform Airbnb ausgehandelt haben, stehen Vereinbarungen zur automatischen Einziehung von Gasttaxen mit den grossen Tourismuskantonen Wallis, Grau bünden, Bern oder Tessin noch aus. Airbnb stehe mit weiteren Kantonen zu ähnlichen Vereinbarungen im Dialog, heisst es dazu lediglich seitens des Unternehmens. Welche Kantone als nächstes innerhalb welchen Zeitraums BL 7 folgen werden, lässt die Mediensprecherin von Airbnb offen. Zug Tourismus zog Mitte vergangenen Januar eine positive Bilanz nach den ersten sechs Monaten der Vereinbarung mit Airbnb. Die automatisierte Einziehung der Beherbergungsgebühr über die Internet plattform für private Ferienunterkünfte laufe wie vereinbart, hiess es damals. Zudem verzeichnet Zug Tourismus ein Plus bei den Logier nächten durch die Zusammenarbeit mit Airbnb.sda/ra

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