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Standpunkt 457, 9.1.2018

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

BL 2 NEUJAHRSAPÉRO 19.

BL 2 NEUJAHRSAPÉRO 19. Januar 2018 – Schweizerische Gewerbezeitung Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie NEUJAHRSEMPFANG – Mehr als 400 Gäste wünschten sich am Neujahrsapéro der Wirtschaftskammer und der Basellandschaftlichen Kantonalbank im Muttenzer Pantheon «E guets Neus». Diskutiert wurde vor allem über die Standortvorteile des Baselbiets. Das Stelldichein von Wirtschaft und Politik Die Verkehrsinfrastruktur auf Strasse und Schiene bereite ihm die grössten Sorgen, sagte Andreas Schneider, Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, am Neujahrs apéro 2018 der Wirtschaftskammer und der Basellandschaftlichen Kantonalbank. «Es darf nicht sein, dass Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten immer mehr Mühe haben, zu den Unternehmen zu gelangen.» An die Politikerinnen und Politiker gewandt, forderte er: «Hören Sie auf, zu verhindern. Fangen Sie an, zu ermöglichen. Setzen Sie sich für den Ausbau der Infrastruktur auf allen Ebenen ein. Suchen Sie in Bundes bern Alliierte und entwickeln Sie mit uns grosszügige, zukunftsorientierte Projekte.» Forderungen stellte auch Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser. Das Baselbiet müsse seine Stärken bei den Standortfaktoren besser verkaufen und Fehler der Vergangenheit korrigieren. So habe sich zwar der Kanton die Wirtschaftsförderung auf die Fahne geschrieben, «doch leider treten wir in dieser Frage seit fünf Jahren an Ort». Netzwerke aktivieren «Die Idee des Volkswirtschaftsdirektors, mit dem neuen Wirtschaftsförderungsgesetz die Wirtschaftsförderung und damit auch die Bestandespflege noch näher an die Verwaltung zu binden, ist sicher nicht klug», sagte Buser. Vielmehr sollten private Initiativen und bestehende Netzwerke im Sinne einer Verbundpartnerschaft zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand aktiviert werden. «Der Staat hat bewiesen, dass er es nicht kann», hielt Buser fest und verwies auf die «Nuller» bei den Ansiedlungsbemühungen der zurzeit staatlich dominierten Wirtschaftsförderung in den Jahren 2015 und 2016. Eine zentrale Rolle spiele die Bestandespflege, die bis heute nicht umfassend genug betrieben werde. Einen Hoffnungsschimmer sieht Buser in den Revisionen des Wirtschaftsförderungsgesetzes und der Unternehmenssteuerreform. Diese ermöglichten es dem Regierungsrat, dem Baselbiet ein eigenständiges, «knackiges Profil» zu verleihen. Am diesjährigen Neujahrsapéro nahmen rund 400 Gäste aus der Baselbieter Wirtschaft und Politik teil. Sie alle stiessen auf ein erfolgreiches 2018 an. Daniel Schindler Der Kanton trete bei der Wirtschaftsförderung an Ort, sagt Landrat Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, in seiner Rede am Neujahrsapéro. Flankiert wird er am Rednerpult von Michèl Abt (l.), Präsident des Kaminfegermeisterverbands Baselland, und Dominique Vogel, Vizepräsident des Kaminfegermeisterverbands. FOTOS KAMBER «Hier ist es toll, hier geht etwas ab.» Anton Lauber, Regierungsrat, Vizepräsident Bankrat BLKB Traditioneller Handschlag: Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser (l.) wünscht jedem Gast ein gutes neues Jahr, so auch Markus Knüsel von der AG für Nahrungsmittel-Recycling. Film und mehr Bilder im Web: www.kmu.org «Grösste Berufsschau in der Schweiz» Andreas Schneider, Präsident Wirtschaftskammer Baselland, erhebt am Redner pult das Glas. «Als Finanzdirektor freut es mich speziell, dass wir mit den Finanzen auf dem Weg der Besserung sind. Das sieht gut aus. Ich kann allen nur sagen: Kommt in den Kanton Baselland, hier ist es toll, hier geht etwas ab.» Landrat Matthias Ritter, Wirtschaftsrat und Präsident Dach und Wand Baselland. «Gepiesackt mit Reglementen» Christof Hiltmann, LR, Gemeindepräsident Birsfelden, CEO Rofra Sandra Sollberger, Nationalrätin «Ein ganz wichtiger Standort faktor ist die Berufsbildung. Wir haben im Baselbiet die grösste Berufsschau in der Schweiz. Darauf sollten wir stolz sein und dafür sorgen, dass sie erhalten bleibt. Die Jungen sind unsere Zukunft, also müssen wir die Jugend fördern.» Dominique Vogel, Vizepräsident Kaminfegermeisterverband Baselland (von links); Andreas Schneider, Präsident Wirtschaftskammer Baselland; John Häfelfinger, CEO Basellandschaftliche Kantonalbank; Landrat Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland; Michèl Abt, Präsident Kaminfegermeisterverband Baselland. «Als Unternehmer wird man tagtäglich gepiesackt mit Reglementen und Vorschriften. Die Politik muss perfekte Rahmenbedingungen schaffen und die Steuern senken. Am wichtigsten ist es, innovativ zu bleiben. Auch die Politik sollte innovative Rezepte für die Unternehmen schaffen.»

NEUJAHRSAPÉRO Haus der Wirtschaft -– Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie 19. Januar 2018 – Schweizerische Gewerbezeitung BL 3 «Zufriedene Mitarbeitende» Elisabeth Augstburger, Landratspräsidentin, Parteileitung EVP Gastreferent Matthias Mölleney vom «Center for Human Resources Management & Leadership» an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich spricht über neue Formen der Führung. «Wir müssen zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und dafür sorgen, dass KMU erfolgreich arbeiten können. Wir müssen neue Firmen ins Baselbiet bringen und gute Bedingungen schaffen, damit alle Firmen im Baselbiet überleben können.» Sie prosten sich zu (von links): Landrat Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland; Michèl Abt, Präsident Kaminfegermeisterverband Baselland; Gastreferent Matthias Mölleney; John Häfelfinger, CEO Basellandschaftliche Kantonalbank; Andreas Schneider, Präsident Wirtschaftskammer Baselland; Dominique Vogel, Vizepräsident Kaminfegermeisterverband Baselland. «Verkehrsanbindung ist entscheidend» Urs Steiner, CEO EBL, Ehrenpräsident Liga Baselbieter Steuerzahler «Im IT-Bereich können und müssen wir uns als Bank und als Region verbessern», sagt John Häfelfinger, CEO Basellandschaftliche Kantonalbank. Hans Fünfschilling, e. Ständerat; Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro und Notfallarzt Claude Breitenstein (von links). «Die Verkehrsanbindung ist ein entscheidender Faktor. Was ich als Unternehmer in Sachen Verkehr in den vergangenen fünf, zehn Jahren erlebt habe, ist unsäglich. Da muss etwas gehen, sonst ersticken wir im Verkehr.» «Standortfaktoren separat betrachten» Die Wirtschaftsräte Bruno Tschumi (links) und Martin Spiess, Vizepräsident KMU Liestal. Martin Wagner Wirtschaftsrat, Präsident AGVS Autogewerbeverband beider Basel. Die Gäste des Neujahrsapéros der Wirtschaftskammer Baselland und der Basellandschaftlichen Kantonalbank bedienen sich am Buffet. Wirtschaftsrat Simeon Sollberger (links), Präsident Gewerbe- und Industrieverein Bubendorf u.U.; Marco Pulver, Implenia Schweiz. Christian Miesch, e. Nationalrat und Mitglied der Parteileitung der SVP Baselland. «Christoph Buser ist es heute gelungen, ganz klar aufzuzeigen, dass die Standortfaktoren, was Baselland und Basel-Stadt betrifft, separat zu betrachten sind. Mit Basel-Stadt zusammenzuarbeiten ist okay. Trotzdem sollten wir verstärkt darauf achten, dass das Baselbiet so eigenständig wie möglich bleibt.» Wirtschaftsrat Theodor Häner, Geschäftsführer Holzbau Schweiz Region Basel. «Bildung ist ein ganz wichtiger Faktor» Beatrix Marquis, CFO der Marquis AG Kanal service. Monica Gschwind, Regierungsrätin, Präsidentin Bildungsrat BL Simone Sutter, Vorstandsmitglied Bäcker-Confiseurmeister- Verband Regio Basel. Alex Bärtschi, Wirtschaftsrat der Wirtschaftskammer Baselland und Präsident des Gewerbevereins KMU Waldenburgertal. «Für mich als Bildungsdirektorin ist natürlich Bildung ein ganz wichtiger Standortfaktor. Es fängt an bei der Volksschule, aber auch die Berufsbildung und die tertiäre Bildung sind auch ganz wichtig. Wir müssen Fachkräfte ausbilden, am Ball bleiben und uns weiterentwickeln.» Andreas Zbinden, Ehrenpräsident KMU Liestal, Regionaldirektion NWCH BDO AG.

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