Aufrufe
vor 4 Jahren

Standpunkt 453, 20.10.2017

  • Text
  • Liestal
  • Schneider
  • Unternehmen
  • Baselbieter
  • Baselland
  • Wirtschaft
  • Oktober
  • Wirtschaftskammer
  • Basel
  • Schaub
Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

BL 8 HAUS DER WIRTSCHAFT

BL 8 HAUS DER WIRTSCHAFT 20. Oktober 2017 – Schweizerische Gewerbezeitung Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie «ICH MACHE MICH SELBSTÄNDIG» – Die Wirtschaftskammer Baselland und der Business Parc Reinach zeigen am kommenden 16. November in Reinach, was es braucht, um ein Unternehmen zu gründen und dieses auch erfolgreich zu führen. Tipps und Hilfe für einen erfolgreichen Start Wie setze ich meine Geschäftsidee erfolgsversprechend um? Besteht im Markt genügend Nachfrage nach meinem Produkt bzw. Angebot? Was braucht es alles, um eine Firma zu gründen? Wie bereite ich mich optimal darauf vor? Diese und andere Fragen diskutieren und beantworten Fachverantwortliche des Business Parcs und der Wirtschaftskammer Baselland an der Informationsveranstaltung «Ich mache mich selbständig» vom 16. November in Reinach. Im Podiumsgespräch berichten Mitglieder des Reinacher Gründerzentrums von ihren Erfahrungen. Die Inhaber von Start-ups geben den Teilnehmern Empfehlungen und schildern ihre Beweggründe. Support mit KMU Sorglos-Paket Landrat Markus Meier, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, stellt zudem das KMU Sorglos-Paket vor. Damit sich Jungunternehmen voll und ganz auf ihre neue Geschäftstätigkeit konzentrieren können, bietet die Wirtschaftskammer Baselland dieses Dienstleistungs- und Beratungspaket an. Das Angebot richtet sich an Unternehmen nach der Gründung und hat eine feste Laufzeit von zwei Jahren. Das KMU Sorglos-Paket schliesst die Firmeneinzelmitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer und beim Verband Arbeitgeber Baselland mit ein. Mit dem KMU Sorglos-Paket erhalten Jungunternehmen praktische Unterstützung beim Einstieg in den Geschäftsalltag. Dank dem speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Dienstleistungsund Beratungsangebot vermeiden die neu gegründeten Unternehmen langwierige Abklärungen und Recherchen. Die umfassende Paketlösung ermöglicht es ihnen, sich mit kompetenter und zuverlässiger Unterstützung voll und ganz auf ihre neue Geschäftstätigkeit zu konzentrieren. Nebst dem direkten Zugang zu Netzwerk- und Informationsveranstaltungen bietet das Paket Zugang zu Fachexperten wie Treuhändern oder Rechtsberatern, Office-Tools und Mustervorlagen für den täglichen Geschäftsverkehr oder Unterstützung für einen professionellen Marktauftritt. Freiheit, alles selbst zu machen Endlich eigene Ideen umzusetzen, sich frei entfalten und selbstverantwortlich handeln zu können, nicht mehr länger eingebunden zu sein, sind die am meisten genannten Motivationstreiber für die Gründung eines eigenen Unternehmens. Eine Firma zu gründen heisst aber auch, ständig alles selbst machen zu müssen; nicht nur für das Kerngeschäft, sondern auch für die eigene Buchhaltung, für IT und das Marketing Landrat Markus Meier, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, wird – wie an der Informationsveranstaltung vom vergangenen Juni im Haus der Wirtschaft – auch in Reinach das KMU Sorglos-Paket vorstellen. FOTO ZVG/ARCHIV etc. zuständig zu sein. Dabei arbeitet man in der Regel mehr, als man verdient und hat weniger Freizeit als in einer Festanstellung. Denn bis das Start-up zum Fliegen kommt, dauert es in der Regel drei bis fünf Jahre. Deshalb ist Geduld und Ausdauer gefragt und will dieser Schritt wohlüberlegt sein: Ein Blick in die Statistik zeigt: 2015 wurden in der Nordwestschweiz rund 4600 Unternehmen gegründet, gegen 40 000 sind es in der ganzen Schweiz. Dem standen 13 000 bis 14 000 Konkurse gegenüber. Eine schlechte Vorbereitung und fehlendes Verkaufstalent sind die häufigsten Ursachen dafür, dass im Schnitt nur jedes zweite neu gegründete Unternehmen die ersten fünf Jahre überlebt. Hilfe für erfolgreichen Start Im Business Parc erhalten Bewerber die nötige Hilfestellung für einen erfolgreichen Start und die Zeit danach. Als breit gefächertes Kompetenzzentrum begleitet der Business Parc Unternehmen auch in den Phasen nach der Gründung. Seine Mitglieder können sich untereinander vernetzen und austauschen und auf ein grosses Experten-Netzwerk zugreifen. An Informationsanlässen und Seminaren erhalten sie Tipps und Tricks für die Geschäftsführung, etwa zur Buchhaltung, zu Steuerfragen, Marketingmassnahmen und anderen businessrelevanten Themen. Sich innovativ abheben Seit der Eröffnung 1999 hat das Gründer zentrum um die tausend Firmengründungen begleitet und damit viele Arbeitsplätze geschaffen. Jährlich werden über 100 Erstgespräche und gegen 50 Businessplan-Coachings durchgeführt. Zurzeit umfasst der Business Parc 41 eingemietete und 31 externe Mitglieder. Von Gewerbe über IT bis zu Life Science sind verschiedenste Branchen abgedeckt. Jedes Unternehmen hebt sich mit einem innovativen Geschäftsmodell im Markt ab: seien dies die exklusiven Ganzglasflügel von «Clara Fenster», hochentwickelte Malware- Analyse-Tools von «Joe Security», oder die ausgeklügelten Tunnellüftungs- und Sicherheitssysteme von «Nabla Engineering». Kathrin Cuomo-Sachsse und Barbara Gfeller ANZEIGE

KMU-ORGANISATIONEN Haus der Wirtschaft -– Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie 20. Oktober 2017 – Schweizerische Gewerbezeitung BL 9 OBERWIL – Nach einigen Jahren Unterbruch ist es in Oberwil wieder gelungen, eine Leistungsschau des örtlichen Gewerbes und Handwerks auf die Beine zu stellen. Die Organisatoren rund um OK-Chef Reto Dellenbach ziehen eine positive Bilanz. Grosser Erfolg für die «Gwärbmäss17» Der Wettergott spielte mit, die Stimmung war hervorragend und die 40 Aussteller fanden die verdiente Aufmerksamkeit vieler Besucherinnen und Besucher aus nah und fern. «Die ‹Gwärbmäss17 ›, die vom vergangenen 6. bis 8. Oktober auf dem Areal der Wehrlinhalle in Oberwil stattfand, war ein voller Erfolg und hinterlässt viele positive Spuren», so das Fazit von Reto Dellen bach, Präsident des Organisationskomitees der Gwärbmäss. Lohnendes Engagement Das Engagement des Gewerbevereins Oberwil/Biel-Benken (GVOB) und seiner teilnehmenden Mitglieder habe sich gelohnt, so Dellenbach. Es fanden viele interessante Kontakte mit einem interessierten Publikum statt. Mit der «Gwärbmäss17» haben Dellenbach und sein Team eine sehr gute Vorlage für künftige derartige Engagements des GVOB gelegt. Die positive Stimmung war bereits bei der Eröffnungsfeier am Donnerstagabend spürbar. Mit berechtigtem Stolz konnte OK-Chef Reto Dellenbach darauf hinweisen, dass es nach einigen Jahren Unterbruch gelungen sei, in Oberwil wieder eine Leistungsschau des örtlichen Gewerbes und Handwerks auf die Beine zu stellen. Lob von allen Seiten Als weitere Festredner lobten der Oberwiler Gemeindepräsident Hanspeter Ryser, Regierungsrätin Monica Gschwind, Landratspräsidentin Elisabeth Augstburger und Landrat Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, das wichtige Wirken der lokalen KMU-Betriebe. Die Bildungsdirektorin hob im Besonderen die Bedeutung der Lehrbetriebe hervor, und Christoph Buser bezeichnete die lokalen Gewerbevereine als wichtige Botschafter der KMU-Wirtschaft. GVOB-Präsident Thomas Schulte dankte schliesslich dem Organisationskomitee für dessen tadellose Vorbereitungsarbeit und den Ausstellenden für ihr nicht selbstverständliches Engagement. Marcel W. Buess Die «Gwärbmäss17» wird mit feierlichem Bandzerschneiden eröffnet: Thomas Schulte, Präsident des Gewerbevereins Oberwil und Biel- Benken; Reto Dellenbach, OK-Präsident «Gwärbmäss17»; Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro; Landratspräsidentin Elisabeth Augstburger; Vize-Regierungspräsidentin Monica Gschwind (v.l.). FOTOS MWB Hanspeter Ryser (links), Gemeindepräsident von Oberwil, und René Leuenberger, Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB), Binningen. Auf dem Weg an die «Gwärbmäss17» in der Oberwiler Wehrlinhalle. Gut gelaunt an ihrem Ausstellungsstand: Guido Ermacora (links) und Markus Ermacora von der Ermacora AG. Grosses Medieninteresse: Däni Wittlin von «RegioTV plus» interviewt den OK-Chef Reto Dellenbach. Zimmermann Urs Jäggi (links) von der Jäggi Holzbau GmbH aus Biel-Benken mit zwei Mitarbeitenden im Zimmermanns-Outfit. Dichtes Gedränge: Trotz Ferienzeit ist der Besucherandrang überaus gross. INTERVIEW – Vor dem Hintergrund des zunehmenden Onlineeinkaufs und der damit zunehmenden Anonymisierung sind Veranstaltungen wie die «Gwärbmäss17» besonders wertvoll, und der Aufwand für die ausstellenden Unternehmen lohne sich auf jeden Fall, sagt GVOB-Präsident Thomas Schulte. «Gewerbeausstellungen braucht es heute mehr denn je zuvor» Mehr als 40 Firmen aus Oberwil und Biel-Benken haben vom 6. bis 8. Oktober auf dem Wehrlinareal Produkte aus der Region für die Region gezeigt. Dazu gab es viele Atraktionen wie Formel-1-Simulator, Feuerwerk, Live Musik und eine Tombola. Für Thomas Schulte steht fest: Die Ausstellung war ein riesiger Erfolg. Standpunkt: Herr Schulte, sind Sie zufrieden mit dem Verlauf der «Gwärbmäss17»? • Thomas Schulte: Ich bin sogar sehr zufrieden. Angesichts der Tatsache, dass die «Gwärbmäss17» mitten in den Ferien stattgefunden hat, können wir stolz sein. Über alle drei Tage hinweg kamen Tausende Besucherinnen und Besucher. Thomas Schulte, Präsident Gewerbeverein Oberwil und Biel-Benken, GVOB. Braucht es im Zeitalter des Onlineeinkaufs derartige Veranstaltungen überhaupt noch? • Gewerbeausstellungen braucht es heute mehr denn je zuvor. Natürlich wurde das Thema auch bei uns diskutiert. Die Rede war beispielsweise von einer Tischmesse. Wie andere Gewerbe- und Industrievereine haben auch wir uns intensiv damit auseinandergesetzt, ob eine traditionelle Gewerbeausstellung noch zeitgemäss ist. Offensichtlich kamen Sie zum Schluss, dass dies der Fall ist. Welches waren die Argumente? • In unserer Zeit wird sehr vieles immer anonymer. Sie haben den Onlineeinkauf erwähnt. Gerade vor diesem Hintergrund gewinnen Gewerbeausstellungen an Bedeutung. Nichts ersetzt den direkten Kontakt mit den Kundinnen und Kunden. Das macht eine Veranstaltung wie die «Gwärbmäss17» so wertvoll. Hier begegnet man sich auf Augenhöhe. Und man hat auch einmal Zeit für ein längeres Gespräch. Für die Unternehmen erfordert eine solche Veranstaltung immer auch einen ausserordentlichen Effort. Lohnt sich der Aufwand? • Nicht alle Aussteller haben den gleich grossen Aufwand. Dienst leister wie etwa Versicherungen oder Banken müssen naturgemäss weniger Zeit in den Auf- und den Abbau stecken als Handwerksunternehmen. Diese bauen zum Teil während bis zu drei Tagen auf. Doch langfristig rechnet sich das auch für sie. Denn sie zeigen den Besucherinnen und Besuchern mehr als nur ein Geschäft. Sie können auch ihren Berufsstolz weitertragen. So etwas steckt an. Nicht ohne Grund stand die Veranstaltung unter dem Motto «Mir zeige, was mir chönne». Gerade auch für die jüngeren Gäste, die vielleicht vor der Berufswahl stehen, ist es beeindruckend zu sehen, wenn die Handwerker ihre Geschicklichkeit demonstrieren. Was würden Sie als ihr persönliches Highlight der «Gwärbmäss17» bezeichnen? • Es waren so viele tolle Erlebnisse, dass es schwer fällt, ein einziges Highlight zu nennen. Besonders beeindruckt hat mich sicher die gute Zusammenarbeit unter den Ausstellern und mit dem Team im OK. Hier zeigt sich klar: Wir Gewerbler sitzen alle im gleichen Boot. Und darum möchte ich auch allen Beteiligten ein riesiges Dankeschön aussprechen. Interview: Daniel Schindler

Standpunkt der Wirtschaft