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Standpunkt 449, 11.8.2017

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 449,

SCHWEIZERISCHE 11. AUGUST 2017 DIE ZEITUNG FÜR KMU Regionalbund AZA 4410 Liestal Standpunkt-Ausgabe Nr. 449 – 20. Jahrgang DIE MEINUNG SALINA RAURICA – Einigung mit Bau- und Umweltschutzdirektion: Komitee verzichtet darauf, die innert kürzester Zeit gesammelten 5000 Unterschriften für das Finanzreferendum einzureichen. Verbände verhandeln mit Erfolg Von Christoph Buser, Landrat, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Erster Schritt auf der Karriereleiter Erst gerade hat die Wirtschaftskammer jene Lernenden geehrt, die ihre berufliche Ausbildung im Rang abgeschlossen haben – also mit einer Note von 5,3 oder höher (siehe Artikel unten und auf den Seiten 2 und 3). Und schon läuft ab der kommenden Woche das neue Ausbildungsjahr in den Lehrbetrieben. Für viele Jugendliche beginnt damit der «Ernst des Lebens». Rund zwei Drittel entschliesst sich auch im Baselbiet jedes Jahr nach der obligatorischen Schulzeit für eine Berufslehre. Schweizweit beginnen wie jedes Jahr rund 290 000 Jugendliche ihre Ausbildung. Die meisten von ihnen finden danach einen tollen Job. Genau dies ist die Stärke des Systems. Die Unternehmen bilden Fachkräfte aus, die auch benötigt werden. Kein Wunder, liegt die Jugendarbeitslosenrate in der Schweiz auf rekordverdächtig tiefem Niveau von rund 3,4 Prozent. Zum Vergleich: Im EU-Raum finden je nach Land bis zur Hälfte der Jugendlichen keinen Job. Keine Frage: Die duale Bildung ist ein Erfolgsmodell. Darum ist es wenig zielführend, wenn zu viele junge Menschen an die Gymnasien geschickt und dem dualen Berufsbildungssystem entzogen werden. Aufgrund der Durchlässigkeit des Systems sind nämlich mit einer Berufslehre genauso tolle Karrieren möglich, wie über den universitären Weg. Die Lehre: Sie ist der erste Schritt auf der Karriereleiter. Wer in diesen Tagen seine Berufsausbildung beginnt (und diese durchzieht), erwirbt sich die Eigenschaften, die wirklich gefragt sind: umfangreiche, praktische Erfahrung und ein prall gefüllter Rucksack mit breitem Wissen – beides gepaart mit einer guten Portion Leistungsbereitschaft. Damit sind die Lernenden von heute die Spezialisten von morgen. Diese bilden das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Ich gratuliere allen, die diesen Weg eingeschlagen haben. Und ich danke allen, die sich im dualen Berufsbildungssystem engagieren: den Berufs- und Branchenverbänden, den Lehrbetrieben, Lehrkräften an den Berufsschulen und nicht zuletzt den vielen Tausend engagierten Ausbildnerinnen und Ausbildnern. HEUTE IM STANDPUNKT LEHRBETRIEBSVERBUND5 Die 14 neuen Lernenden trafen sich zum Einführungstag. WASSERVERSORGUNG 9 Landrat hat einen Vorstoss von Christoph Buser überwiesen. Grosser Erfolg für die Wirtschaftskammer sowie den ACS und den TCS beider Basel. «Die Bau- und Umweltschutzdirektion hat uns zugesichert, alle notwendigen Massnahmen in die Wege zu leiten, um einen optimalen Verkehrsfluss für Salina Raurica zu gewährleisten», sagt Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser. Darum verzichtet das Referendumskomitee darauf, die Unterschriften für das Finanzreferendum Salina Raurica einzureichen, welche es im Lauf der Sommerferien gegen den «Verpflichtungskredit Salina Raurica, Verlegung der Hauptstrasse 3/7» gesammelt hatte. Nachdem die Referendumsabsicht publik wurde, kam die zuständige Regierungsrätin Sabine Pegoraro umgehend auf die drei Verbände zu und signalisierte Verhandlungsbereitschaft (siehe Standpunkt 448). Klare Zusagen der BUD Im Rahmen der danach geführten Verhandlungen haben die zuständigen Baselbieter Behörden garantiert, alle notwendigen Massnahmen in die Wege zu leiten, um eine möglichst reibungslose Bewältigung des Verkehrs gewährleisten zu können. Insbesondere hat die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) folgende Punkte zugesichert: • die Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems Salina Raurica wird insgesamt gewährleistet, und bei Bedarf werden einzelne Knoten umgehend ausgebaut; • der Modalsplit-Anteil von 35 Prozent ÖV zu 65 Prozent Privatverkehr wird «mit Augenmass vorangetrieben», die Bestrebungen zur Erreichung des äusserst ehrgeizigen Ziels erfolgen nicht um jeden Preis, auf Der Kampf gegen das programmierte Verkehrschaos im Gebiet Salina Raurica hat sich gelohnt: Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland; Christian Greif, Geschäftsführer ACS beider Basel; Lukas Ott, Geschäftsführer TCS beider Basel (v.l.).FOTO SCHRAGO verkehrliche Zwangsmassnahmen wird explizit verzichtet; • die Umfahrung von Augst wird vorangetrieben – hierzu werden die Verhandlungen mit dem Kanton Aargau und Kaiseraugst forciert, um die Planung eines leistungsfähigen Projekts zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wird der Regierung auch beantragt, die nötigen Mittel für die Realisierung ins Investitionsprogramm 2019–2028 aufzunehmen und zu priorisieren; • die deutsche Autobahn A98 soll in Zukunft als weiträumige Umfahrung des Gebiets Salina Raurica genutzt werden können – entsprechende weitere Schritte werden seitens BUD rasch in die Wege geleitet. Letztes Mittel: Volksinitiative «Wir sind zuversichtlich, dass die Zusagen der Behörden dazu führen werden, den Verkehr im künftigen Raum Salina Raurica reibungslos abwickeln zu können – und zwar ohne restriktive Massnahmen wie Pförtneranlagen, Tropfenzähler oder andere Schikanen», sagt Christoph Buser. Für den Fall, dass das von der BUD versprochene Massnahmenpaket wider Erwarten nicht zum gewünschten Erfolg führt, behalte sich das LEHRABSCHLUSS-RANGFEIER – An der LAF in Münchenstein hat die Wirtschaftskammer rund 100 Lernende mit Note 5,3 oder höher geehrt. Wertschätzung für die Besten Wie jedes Jahr hat die Wirtschaftskammer am Freitagabend, 7. Juli 2017, an der Lehrabschluss-Rangfeier (LAF) jene rund 100 Lernenden geehrt, die ihre Berufsausbildung im Rang (Note mind. 5,3) abgeschlossen haben. Mehr als 500 Gäste nahmen im Kultur- und Sportzentrum Münchenstein an der Feier teil. Andreas Schneider, Präsident der Wirtschaftskammer, betonte den Wert der beruflichen Grundausbildung. Diese bilde «eine solide Basis für lebenslanges Lernen». Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer, erinnerte an die Anfänge der LAF, welche wie jedes Jahr von der Wirtschaftskammer Baselland durchgeführt wurde. «Das ist auch ein Ausdruck dafür, wie wichtig uns allen die duale Bildung ist», sagte Buser und führte aus, dass die Berufslehre oftmals der erste Schritt zu einer grossen beruflichen Karriere darstelle. Wichtige Verbundsaufgabe Die Baselbieter Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro betonte, dass es sich bei der dualen Bildung um eine wichtige Verbundsaufgabe handle. Alle Beteiligten müssten am gleichen Strick und in die gleiche Richtung ziehen. Eine von Moderatorin Esther Keller geleitete Podiumsdiskussion mit Christoph Buser und Andreas Schneider verdeutlichte, dass sich der Informationsbedarf gegenüber früher eher noch vergrössert hat. Entsprechend breit sei die Wirtschaftskammer heute in Bezug auf die Berufsbildung aufgestellt. Hier kämen auch Angebote wie die Berufsschau ins Spiel, die vom 25. bis 29. Oktober 2017 in Liestal über die Bühne gehen wird, hiess es.dan SEITEN 2-3 Referendumskomitee vor, weitere Schritte zu ergreifen. Insbesondere werde in einem solchen Fall auf dem Initiativweg verlangt, dass mit dem Rückbau der alten Rheinstrasse zugewartet wird, bis praktikable Lösungen realisiert sind, schreiben ACS und TCS beider Basel sowie die Wirtschaftskammer in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Trotz Ferienzeit waren innert kürzester Frist rund 5000 Unterschriften beim Komitee eingegangen. «Alleine schon dies belegt, wie dringend das Problem gelöst werden muss», sagt Christoph Buser. Daniel Schindler ANZEIGE Standpunkt der Wirtschaft: Offizielles Informationsorgan der Redaktion: Telefon 061 927 64 64 – Fax 061 927 65 50 – Internet: www.kmu.org – e-mail: standpunkt@kmu.org

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