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Standpunkt 446, 2.6. 2017

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Berufsschau

Berufsschau 2017 E Lehr bringt mehr 25.-29. Oktober Sporthalle Frenkenbündten Liestal

HAUS DER WIRTSCHAFT BL 7 Haus der Wirtschaft -– Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie 2. Juni 2017 – Schweizerische Gewerbezeitung KMU BUSINESS-TREFF – Am von der Wirtschaftskammer Baselland organisierten KMU Business-Treff im Haus der Wirtschaft zeigten Philipp Stäuble und Thomas von Ballmoos von AVIVA Selection, wie KMU bei der Wahl der Mitarbeitenden vorgehen sollten. Fatale Fehlentscheide bei der Personalsuche Das Personal ist die wichtigste Res source eines jeden Unternehmens. Soweit die Theorie. In Tat und Wahrheit befassten sich aber die meisten Unternehmen – insbesondere KMU – nur am Rande mit Personalfragen, sagte Philipp Stäuble am von der Wirtschaftskammer Baselland organisierten KMU Business-Treff. Viel wichtiger sei für KMU das Alltagsgeschäft. «Doch wer wickelt das Alltagsgeschäft ab, wenn nicht die Mitarbeitenden», fragte Philipp Stäuble. Deren Kontakt zur Kundschaft macht den Erfolg eines Unternehmens aus. Um das hochinteressante und immer aktuelle Thema Mitarbeiterauswahl ging es beim KMU Business-Treff vom vergangenen 18. Mai im Haus der Wirtschaft. Unter dem Titel «Nachhaltige Mitarbeiter auswahl: KMU-Erfolgsfaktor Nr. 1» führten Philipp Stäuble, Head of AVIVA Selection, und Thomas von Ballmoos, Business Partner of AVIVA Selection, unterhaltsam und pointiert durch den Abend. Stolpersteine bei Rekrutierung Zentral innerhalb eines jeden Rekrutierungsprozesses sind gemäss Philipp Stäuble drei Punkte: • Will die Person die neue Aufgabe/ Herausforderung auch wirklich annehmen, oder hat sie sich nur zufällig auf die Stelle beworben? Thomas von Ballmoos und Philipp Stäuble (von links) von AVIVA Selection warnen am KMU Business-Treff vor Stolpersteinen bei der Auswahl von Mitarbeitenden. FOTO SCHRAGO • Kann sie diese Aufgabe und damit die Erwartung des Unternehmens auch tatsächlich erfüllen? • Und zuletzt, bleibt sie auch für längere Zeit in dieser Position und somit dem Unternehmen erhalten? Nur wenn alle drei Fragen mit einem klaren Ja beantwortet werden können, darf das Unternehmen zugreifen. An sich keine Hexerei, denken sich viele. Doch in der Realität werden diese Grundsätze oft nicht beherzigt. So verlassen sich viele Personalverantwortliche auf ihr Bauchgefühl. Es drohen Produktivitätsverluste Gemäss Statistik – so Stäuble – haben 37 Prozent der Verantwortlichen schon einmal wissentlich falsches Personal eingestellt. Dies aufgrund eines Mangels an Bewerbern, aber meist aus der Not heraus, die Stelle möglichst schnell wieder besetzen zu müssen. Dabei sind personelle Fehlentscheide fatal für ein jedes Unternehmen. Am offensichtlichsten sind sicherlich die Produktivitätsverluste. Neue Mitarbeiter müssen in ihr Umfeld und in die Prozesse integriert werden. Je öfter das geschieht, desto weniger produktiv ist die betroffene Abteilung. Durch hohe Fluktuation gibt es immer auch Unruhe im Team. Ausserdem wirkt sich eine hohe Fluktuation schlecht auf das Image eines Unternehmens aus. Kostspielige Fehlbesetzungen Zu guter Letzt kommen die monetären Kosten. Wenn sich ein Unternehmen diese genauer vor Augen halten würde, würde gemäss Thomas von Ballmoos jedes Unternehmen bei der Personalakquisition genauer hinschauen. Wird eine Stelle, welche einen Bruttolohn von 80000 Franken pro Jahr ausweist, fehlbesetzt, führt dies indirekt zu zusätzlichen Kosten in der Höhe von 86 000 Franken. Typische Fehlerquellen sind ein falsches – oftmals veraltetes – Anforderungsprofil, der fehlende Fokus auf die strategische Ausrichtung der KMU und die Unkenntnis über den Personal beschaffungsmarkt. Dieser befindet sich in einem steten Wandel und ist für die meisten KMU aufgrund ihrer Grösse und ihres relativ kleinen Personalbestands nicht überschaubar. Der Beizug eines externen Personaldienstleisters lohne sich auf jeden Fall, sagte von Ballmoos. In der abschliessenden Fragerunde sowie auch beim Apéro riche hatten die Gäste Gelegenheit, sich mit den Referenten auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. André Schrago LINK www.aviva-selection.ch ANZEIGE

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