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Standpunkt 445, 19.5.2017

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 445,

SCHWEIZERISCHE 19. MAI 2017 DIE ZEITUNG FÜR KMU Regionalbund AZA 4410 Liestal Standpunkt-Ausgabe Nr. 445 – 20. Jahrgang DIE MEINUNG «SWISS INNOVATION CHALLENGE» – Die Teilnehmenden des Innovationswettbewerbs hatten am Montag und Dienstag vor der Jury zu bestehen und mussten ihre Projekte ein erstes Mal vorstellen. Wenn der Puls auf 180 geht Von Christoph Buser, Landrat, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. So bringen wir die PS auf den Boden Auch der stärkste Rennwagen ist in der Formel 1 von wenig Nutzen, wenn es nicht gelingt, die Kraft des Motors irgendwie in Geschwindigkeit umzusetzen. Der Wagen tönt dann vielleicht gut. Das ist dann aber auch schon alles. Mit der Wirtschaft verhält es sich ganz ähnlich. Es muss uns gelingen, die PS, die wir unter der Haube haben, auf den Boden zu bringen. Einen wichtigen Part spielt in diesem Zusammenhang der Innovationswettbewerb von Wirtschaftskammer Baselland, Basellandschaftlicher Kantonalbank und Fachhochschule Nordwestschweiz. Die «Swiss Innovation Challenge» ist boden ständig und praxisnah. Sie setzt konsequent auf das Wettbewerbselement. Ziel ist es, aus den zahlreichen Ideen, die im Rahmen der «Swiss Innovation Challenge» präsentiert werden, echte Innovationen zu schaffen. Das bedeutet: Diese Ideen werden so weiterentwickelt, dass sich die daraus entstehenden Produkte und Dienstleistungen im freien Wettbewerb auf dem Markt behaupten können. Nur wenn dies gelingt, darf man von einer eigentlichen Innovation sprechen. Grosser Auftritt für Sabine Lantermann von PowerShadow – die Teilnehmerin der «Swiss Innovation Challenge» vor, während und nach ihrer Präsentation. Im Anschluss tauscht sie mit anderen Kandidierenden ihre Erfahrung aus (Bild rechts: Sabine Lantermann, Fabian Zeugin von «Frisch und Regional» sowie Desirée Mettraux von MyCamper). FOTOS DAN Die «Swiss Innovation Challenge» ist aber weit mehr als das. Sie ist eine wichtige Komponente der Wirtschaftsförderung. Denn dank der Netzwerke, die sich im Rahmen des Wettbewerbs bilden, dank der neuen Kontakte und der Erfolge, welche die Teilnehmenden erfahren, können interessante und zukunftsträchtige Unternehmen in der Region gehalten werden. Und nicht nur das: Die hohe Qualität der «Swiss Innovation Challenge» hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen. Nicht zuletzt das umfangreiche Mentoringprogramm, in dem die Teilnehmenden auf freiwilliger Basis ein individuell abgestimmtes Coaching in Anspruch nehmen können, ist ein Erfolgsfaktor und stösst auch international auf grosses Interesse. So kommen mehr und mehr Projekte insbesondere aus dem asiatischen Raum. Wenn sich diese Unternehmen in unserer Region noch stärker einbringen, ist damit ein weiteres wichtiges Ziel der «Swiss Innovation Challenge» erreicht. So bringen wir die PS auf den Boden. HEUTE IM STANDPUNKT JOBS FOR JUNIORS 5 BLKB unterstützt KMU-Lehrbetriebsverbund mit rund 185 000 Franken. BERUFSSCHAU 2017 5 Berufsschau von nächstem Oktober wartet mit Rekordzahlen auf. «Ich glühe», sagte Sabine Lantermann von PowerShadow nach ihrer Präsentation am Montagmorgen im Rahmen der ersten Pitches der diesjährigen «Swiss Innovation Challenge». Kurz zuvor hatte sie in der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Basel ihre Innovation Als «Jahrhundertfrost» bezeichnet die Baselbieter Volkswirtschaftsdirektion den Kälteeinbruch von Ende April. Die Schäden seien «katastrophal», teilte der Kanton Anfang Mai mit. Dies bestätigt Hansruedi Wirz, Inhaber der Wirz Obstbau & Brennerei in Reigoldswil im Interview mit dem Standpunkt der Wirtschaft. Der Landrat und Vizedirektor der Wirtschaftskammer Baselland erlitt einen Totalschaden bei Kirschen, Zwetschgen und Williams. «Bei den Äpfeln haben wir immer noch leise Hoffnung, dass 10 bis 15 Prozent der Blüten noch intakt sind», sagt Wirz. Zwar seien vom Frost weite Teile Europas betroffen gewesen, das Basel biet habe es aber besonders schlimm erwischt, nicht nur beim Obst. «Auch die Rebbauern beklagen einen massiven Ausfall.» präsentiert: mit Solarzellen bestückte Textilien, die zum Beispiel für einen Sonnenschirm verwendet werden können. Die Fachjury unter Jurypräsident Arie Hans Verkuil, Leiter des Instituts für Unternehmensführung an der Hochschule für Wirtschaft FHNW, gab allen Teilnehmenden je drei Minuten Zeit für die Präsentation. Danach folgte eine kurze Beratung unter den Juroren und ein Feedback an die Kandidierenden. Noch zwei Runden Nicht nur bei Sabine Lantermann ging der Puls kurzzeitig auf 180. Auch bei den anderen Teilnehmenden der Pitchingrunde vom Montag ERNTEAUSFALL – Die Frostschäden an den Obst- und Traubenkulturen sind enorm. Der Kanton beziffert den Schaden auf 19 Millionen Franken. Es drohen Liquiditätsengpässe Einkünfte erst wieder ab 2018 Für die betroffenen Betriebe gehe es nun darum, die Liquidität zu sichern, sagt Hansruedi Wirz. Dies, weil die nächsten Einkünfte erst im Sommer 2018 hereinkämen, sagt der Präsident des Produktzentrums Kirschen/ Zwetschgen des Schweizer Obstverbands. Die betroffenen Verbände koordinierten die Massnahmen zusammen mit den Behörden und weiteren Partnern auf nationaler und regionaler Ebene. Hauptmassnahmen dürften zinslose Darlehen sein. Unbürokratische Überbrückung Wie wichtig eine unbürokratische Überbrückung der Liquiditätsengpässe wäre, verdeutlicht die Mitteilung des Kantons. Dieser beziffert den Schaden auf 19 Millionen Franken. Dies seien 20 Prozent des landes weiten Schadens (100 Millionen Franken). Daniel Schindler SEITE 3 und Dienstag war «positiver Stress» angesagt, wie es Gianpaolo Rando von SwissDeCode nach seinem Auftritt ausdrückte. Die Pitchings diese Woche waren die ersten von drei Runden. Die nächste findet im August, die letzte im November statt. Daniel Schindler SEITE 7 ANZEIGE Standpunkt der Wirtschaft: Offizielles Informationsorgan der Redaktion: Telefon 061 927 64 64 – Fax 061 927 65 50 – Internet: www.kmu.org – e-mail: standpunkt@kmu.org

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