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Standpunkt 442, 24.3.2017

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

BL 6

BL 6 TRADITIONSUNTERNEHMEN 24. März 2017 – Schweizerische Gewerbezeitung Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie SCHNEIDER SANITÄR + SPENGLEREI AG – Aus der von Alfred Schneider-Senn gegründeten Spenglerei ist ein Betrieb geworden, der auch in den Bereichen Sanitär, Badsanierung, Heizung und Asbest-Sanierung tätig ist. Mittlerweile ist in Pratteln die vierte Generation am Werk. Seit 110 Jahren erfolgreicher Familienbetrieb Dieses Jahr feiert der Prattler Traditionsbetrieb «Schneider Sanitär + Spenglerei AG» sein 110-jähriges Bestehen. Er ist damit der am längsten bestehende Mitgliedsbetrieb von KMU Pratteln. Den Grundstein zum heutigen Unternehmen legte Alfred Schneider-Senn im Jahr 1907. Anfänglich führte der Handwerks betrieb hauptsächlich Spenglerarbeiten aus. Mit dem Einstieg von Heinrich und Willi Schneider, den Söhnen des Firmengründers, wurden auch Sanitärarbeiten ausgeführt. Heute bietet das Unternehmen, das mittlerweile von der vierten Generation geführt wird, umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Sanitär, Badsanierung, Spenglerei, Heizung und Asbest-Sanierung an. Zudem wird am Firmensitz an der Hauptstrasse 14 in Pratteln ein Sanitärladen geführt. Von der Bettflasche bis zum ... 1943 übernimmt mit Willi Schneider die zweite Generation die Führung des Betriebs. Der Firmenchronik, die im Hinblick auf das 100-Jahr-Jubiläum erstellt wurde, ist zu entnehmen, dass der erste Auftrag, den der neue Patron erhielt, die Reparatur einer Bettflasche war. Die Firma beschäftigt in den darauffolgenden Jahren zwischen fünf und acht Mitarbeitern. 1989 feiert die Schneider Sanitär + Spenglerei AG die Eröffnung des erweiterten Sanitärladens. FOTOS ZVG alleinige Verantwortung übernehmen. 1984 erhält die Firma den noch heute gültigen Namen «Schneider Sanitär + Spenglerei AG». Im selben Jahr öffnet auch der Sanitärladen am Firmendomizil. IN KÜRZE Schneider Sanitär + Spenglerei AG Hauptstrasse 14 4133 Pratteln Gegründet: 1907 Anzahl Mitarbeitende: 25 Anzahl Lernende: • 1 Spengler EFZ • 2 Sanitär-Installateure Mitglied von KMU Pratteln Schon bald wird mit den Söhnen Hansruedi und Willi die dritte Generation ins Firmenboot geholt. 1971 wird aus der Einzelfirma eine Kollektiv-Gesellschaft, die Verantwortung wird den Söhnen übertragen. Hansruedi leitet die Sanitär-Sparte, Willi die Spenglerei. Sechs Jahre später findet die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft statt. Fortan firmiert der Betrieb unter dem Namen «H. + W. Schneider AG». 1978 ereilt das Familienunternehmen ein Schicksalsschlag: Hansruedi Schneider stirbt völlig unerwartet und sein Bruder Willi, der heutige Verwaltungsratspräsident, muss die ... kompletten Badezimmer Im Jahr 2007 feiert das Familienunternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt werden insgesamt 25 Mitarbeitende beschäftigt. Die Firmentätigkeit geht mittlerweile weit über die klassischen Bereiche Sanitär und Spenglerei hinaus. Sie umfasst auch anspruchsvolle Gebiete wie den Wohnungs- und Industriebau, die Planung und die Renovation von Bädern, Kunststoffbedachungen und Fassadenbau. 2009 wird das Angebot mit der Übernahme der Firma «Dieffenbach Heizungen GmbH» um den Bereich «Heizung» erweitert. Ein Jahr später treten die Geschwister Jan Schneider, Andrea Konrad-Schneider und Simone Miesch-Schneider in die Firmenleitung der «Schneider Sanitär + Spenglerei AG» ein. Seither führt die vierte Generation mit Erfolg den Familienbetrieb weiter. Marcel W. Buess Firmengründer Alfred Schneider-Senn (r.) mit seinem Untermieter, dem Velomechaniker Gisiger (l.), und einem Kunden vor dem Haus, das heute noch Hauptsitz des Unternehmens ist. Willi Schneider (links), der Sohn des Firmengründers, und ein Mitarbeiter gehen 1934 mit den Velos und einem Anhänger auf Montage. Der Standpunkt stellt in einer Serie die ältesten Mitgliedsbetriebe der Baselbieter Gewerbeund Industrievereine vor. Als Nächstes erscheint: Feinbäckerei Weber AG, Birsfelden, gegründet 1882, Mitglied des Gewerbevereins Birsfelden. LINK www.schneider-sss.ch INTERVIEW – «Der Kunde ist König und die Mitarbeitenden sind unser Kapital», sagt Jan Schneider, Geschäftsführer der Schneider Sanitär + Spenglerei AG in Pratteln. Dass er und seine Schwestern ins Familiengeschäft eingestiegen seien, habe sich ganz natürlich ergeben. «Es war uns niemals ein Müssen, in die Firma einzusteigen» Jan Schneider führt zusammen mit seinen beiden Schwestern Andrea Konrad-Schneider und Simone Miesch-Schneider seit gut sieben Jahren die Schneider Sanitär + Spenglerei AG in Pratteln. Damit steht das Familienunternehmen Schneider unter der Leitung der vierten Generation. Vater Willi Schneider ist Verwaltungsratspräsident und Teilhaber. Jan Schneider äussert sich im Standpunkt-Interview zum betrieblichen Erfolgs rezept, der Familientradition und der Lehrlingsausbildung. Standpunkt: Herr Schneider, Ihr Betrieb blickt auf eine 110-jährige Geschichte zurück. Welche Philosophie braucht es, um so lange erfolgreich tätig sein zu können? Jan Schneider Geschäftsführer Schneider Sanitär + Spenglerei AG, Pratteln. • Jan Schneider: Seit den Anfängen unserer Firma stand immer eine grundlegende Verpflichtung im Mittel punkt unserer Tätigkeit: Zu unseren Kunden und zu unseren Mitarbeitenden Sorge tragen. Kurzum: Der Kunde ist König und die Mitarbei­ tenden sind unser Kapital. Heute kann dieses Credo auch mit den Begriffen Qualität, Service, Kundennähe, Innovationsbereitschaft und soziale Verantwortung umschrieben werden. Dies sind meiner Ansicht nach die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Die nahtlose Familientradition dürfte sicher auch zum Unternehmenserfolg beigetragen haben. War es für Sie und Ihre Schwestern als Vertretung der vierten Generation eigentlich immer klar, die Firmenleitung zu übernehmen? • Das hat sich ganz natürlich ergeben. Es war für uns Geschwister eigentlich nie ein Müssen. Das Gegenteil war der Fall: Wir haben im Jahr 2010 mit Freude und grosser Motivation die Verantwortung übernommen. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet und wie gestaltet sich die Aufgabenteilung? • Wir Geschwister haben unsere beruflichen Ausbildungen alle ausser Haus gemacht. Das war wichtig. Denn dies hat uns wertvolle Einblicke in andere Betriebskulturen vermittelt. Ich habe eine klassische Spenglerlehre bei der Firma Morath AG Spengler + Flachdach in Allschwil absolviert. Anschliessend machte ich noch eine Sanitärlehre in unserem Betrieb. Meine Schwester Andrea und ich teilen uns in der Geschäftsleitung. Meine Schwester Simone leitet den ganzen administrativen Bereich. Gleichzeitig sind wir drei auch Mitglieder des Verwaltungsrats, der von meinem Vater Willi Schneider präsidiert wird. Die Ausbildung von Lernenden hat in Ihrem Betrieb ebenfalls eine lange Tradition. • Das ist richtig, und darauf sind wir auch stolz. Die eigene Lehrlingsausbildung ist uns ein ganz wichtiges Anliegen. Wir bilden Sanitär-Installateure und Spengler aus. Bereits über eine längere Zeit bilden wir im Schnitt jeweils einen Lernenden pro Lehrjahr und Beruf aus. Junge Menschen bringen immer Schwung in den Betrieb und tragen zu einem interessanten Generationenmix bei. Wir erleben Lernende immer als wertvolle Bereicherung. Interview: Marcel W. Buess

RATGEBER Haus der Wirtschaft -– – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie 24. Schweizerische März 2017 Gewerbezeitung – Schweizerische – Gewerbezeitung 24. März 2017 BL 7 RATGEBER INKASSO AUSTAUSCHPROGRAMM – Tiziano Losa macht in Losone eine Lehre als Konstrukteur EFZ. Das dritte der vier Lehrjahre absolviert er im Baselbiet, wo er vom KMU-Lehrbetriebsverbund betreut wird. Tessiner macht 3. Lehrjahr in Liestal NEUERSCHEINUNG Marcel Schmidlin, Geschäftsleitung Creditreform Basel. Ist eine Betreibungsauskunft eine sichere Bonitätsbewertung? Frage: Wie kann ein Schuldner einen sauberen Betreibungsauszug vorweisen, wenn während Jahren Betreibungen und Verlustscheine ausgestellt wurden? Antwort: Im Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) ist die Auskunftspflicht des Betreibungsamts gegenüber Dritten geregelt. Zuerst muss der Auskunftssteller gemäss Art. 8a SchKG sein Interesse glaubhaft machen. Wenn der Nachweis genügt, prüft das Amt auf die angefragte Adresse in seinem lokalen Register, ob Einträge vorhanden sind. Hier ist aber grösste Vorsicht geboten: Dem Registerauszug geht keine Wohnsitz- oder gar Handelsregister-Prüfung voraus. Dies öffnet Betrugsabsichten Tür und Tor. Ein potenzieller Betrüger kann also theoretisch in allen rund 350 Betreibungsämtern der Schweiz die gleiche saubere Auskunft beschaffen, solange der gesetzliche Wohnort nicht überprüft wurde. Fazit: Beschaffung einer Betreibungsauskunft bei juristischen Personen am Rechtsdomizil und bei natürlichen Personen ausschliesslich am gesetzlichen Wohnort gemäss Einwohnerkontrolle. Versteckte Vielfalt in der Nordwestschweiz Der Tessiner Tiziano Losa arbeitet seit vergangenem August als Lernender Konstrukteur EFZ bei der Grundschule Metall in Liestal. Seine ersten beiden Lehrjahre hat er im Tessin bei der Firma Agie Charmilles SA in Losone absolviert, wohin er auch für das vierte Lehrjahr zurückkehren wird. Tiziano Losa nimmt am Austauschprogramm teil, welches der KMU- Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung vor neun Jahren ins Leben gerufen hat. Die Geschäftsstelle des KMU-Lehrbetriebsverbunds betreut die Lernenden während ihres Aufenthalts in der Deutschschweiz. Das Austauschprogramm soll die Berufschancen der Tessiner Lernenden nach der Ausbildung erhöhen. Bessere Chancen dank Austausch Das Programm bietet den Jugendlichen eine gute Möglichkeit, in der Deutschschweiz Kontakte zu knüpfen, um allenfalls später Fuss fassen zu können. Zur Vorbereitung besuchen die Lernenden einige Monate vor dem Austauschjahr einen Deutschkurs im Tessin. Nur wenn die Lernenden bereits zu Beginn über Grundkenntnisse in Deutsch verfügen, können sie dem Schulunterricht folgen. Diesen besuchen sie mit den Lernenden aus der Region an der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule Liestal. Um sich ein Bild zu machen, wie es Tiziano Losa bisher ergangen ist, besuchten ihn Stefano Candolfi, Roberto Moretti und Gabriele Berti, Ausbildungsbetreuer der Firma Agie Charmilles SA am 26. Januar an der Grundschule Metall. Dort wurden sie von Michael Heinimann, Leiter der Grundschule, empfangen. Er zeigte den Besuchern, welche Arbeiten Tiziano Losa verrichtet hatte und gab ein positives Feedback ab. An der Berufsfachschule erfuhren die Tessiner Ausbildungsbetreuer, dass sich Tiziano Losa in der Klasse gut integriert hat und dem Unterricht trotz einiger Sprachbarrieren folgen kann. Tiziano Losa bei der Arbeit in der Werkstatt der Grundschule Metall Baselland. Dementsprechend gut sind die Zeugnisnoten des ersten Semesters ausgefallen. Zur Unterstützung besucht Tiziano Losa den Stützkurs des KMU- Lehr betriebsverbunds, wo er seine Deutschkenntnisse vertiefen und an seiner Lern- und Leistungsdokumentation arbeiten kann. Während des Austauschs wohnen die Lernenden bei einer Baselbieter Gastfamilie. Tiziano Losa wohnt bei einer Familie in Sissach und hat sich dort gut eingefügt. Anschluss findet er auch bei den Lernenden des KMU- Lehrbetriebsverbunds. Er nimmt an sämtlichen Anlässen teil, welche die Geschäftsstelle für die Lernenden organisiert. Corinne Champion Im Stützkurs vertieft Tiziano Losa seine Deutschkenntnisse. FOTO MÄDER FOTO HEINIMANN Tiziano Losa hat das erste Semester des 3. Lehrjahrs gut gemeistert.FOTO HEINIMANN RATGEBER RECHT – Wer seine Mietwohnung Dritten überlässt, muss den Vermieter um Erlaubnis fragen. Bei Airbnb-Vermietung immer zuerst fragen Das am vergangenen 20. März vorgestellte Buch «111 Orte in Baselland, die man gesehen haben muss» will die Vielfalt aufzeigen, die das Baselbiet seiner Bevölkerung zu bieten hat. Das Buch der Autorin Barbara Saladin aus Thürnen richtet sich aber auch an die Abermillionen von Touristen, die auf der Nord-Süd-Hauptachse Europas durch den Kanton rauschen und diesen einfach links liegen lassen. «Sogar innerhalb der Schweiz besteht noch viel, naja, Nachholbedarf in Sachen Wissen über diesen eher kleinen Kanton, der täglich den Spagat macht zwischen urban und rural, zwischen Agglomeration und Ländlichkeit», schreibt Tobias Eggimann, Geschäftsführer von Baselland Tourismus, in einer Medienmitteilung. Seine Organisation unterstützt das Buchprojekt. Das Baselbiet hat einiges zu bieten: von Jura salz bis Kräuterzucker, von Hafenkran bis Henkersbeil, von Silex bis Solex. Das Buch lädt zu 111 Entdeckungsreisen zu wunderbaren, rätselhaften, skurrilen und geschichtsträchtigen Orten ein. «Danach wird man Baselland mit neuen Augen wahrnehmen», verspricht der Emons-Verlag. Barbara Saladin; «111 Orte in Baselland, die man gesehen haben muss»; mit zahlreichen Fotografien; Broschur; Köln; Emons Verlag 2017; ISBN 978-3-7408-0122-9; 240 Seiten. Der Erfolg der 2008 gegründeten Online-Plattform Airbnb, auf der Reisende gegen Entgelt von Privatpersonen Unterkünfte buchen können, ist beachtlich. Auf ihr wird in rund 35 000 Städten in fast allen Ländern der Welt nahezu jegliche Art und Form der Übernachtungsmöglichkeit angeboten. Kein Wunder erfreut sich Airbnb auch im Touristenland Schweiz grosser Beliebtheit. Manchem Schweizer dient Airbnb dazu, auf einfachem Weg mit seinem Wohnraum Geld zu verdienen. Aber ist das auch zulässig? LEGAL-TEAM Der Rechtsanwalt und Landrat Andreas Dürr ist Mitglied des Legal-Teams der Wirtschaftskammer Baselland. Das Legal- Team steht den Mitgliedern der Wirtschafts kammer für Auskünfte zur Verfügung. Es ist erreichbar unter der Telefonnummer 061 927 66 70 oder via E-Mail an dessen Leiterin, Fürsprecherin Barbara Gfeller: b.gfeller@kmu.org. Landrat Andreas Dürr, Rechtsanwalt, Legal-Team Wirtschaftskammer. Die Überlassung der eigenen Mietwohnung an Dritte gilt als Unter miete gemäss Artikel 262 OR (siehe rechts). Eine solche ist zwar grundsätzlich erlaubt. Gilt auch für einzelne Zimmer Der Mieter muss den Vermieter jedoch um Erlaubnis fragen, selbst wenn er nur ein einzelnes Zimmer ausschreibt. Unbestrittenermassen gilt dies auch bei der generellen Absicht des Mieters, ständig auf Airbnb seine Wohnung anzubieten. Der Vermieter wiederum darf die Zustimmung zwar nur unter besonderen Umständen verweigern. Diese sind in Art. 262 Absatz 2 OR klar geregelt. Allerdings treffen diese Gründe im Falle der Airbnb-Vermietung wohl meist zu: So muss der Vermieter zum einen nicht akzeptieren, dass sein Mieter durch die Weitervermietung einen Gewinn erzielt. Auch dürfen dem Vermieter durch die Untervermietung keine wesentlichen Nachteile entstehen. Dies ist im Einzelfall zu überprüfen. Doch kann die intensivere Nutzung der Wohnung durch die ständig wechselnden Airbnb-Gäste wohl nicht verleugnet werden. Auch die allfällige Störung der Nachbarschaft oder das Sicherheitsbedürfnis können in dieser Gesamtbetrachtung eine Rolle spielen. Für den Vermieter ist festzuhalten, dass er eine Anfrage des Mieters immer beantworten muss, ansonsten ART. 262 (OR) 1 Der Mieter kann die Sache mit Zustimmung des Vermieters ganz oder teilweise untervermieten. 2 Der Vermieter kann die Zustimmung nur verweigern, wenn: a. der Mieter sich weigert, dem Vermieter die Bedingungen der Untermiete bekanntzugeben; b. die Bedingungen der Untermiete im Vergleich zu denjenigen eine stillschweigende Zustimmung angenommen werden darf. Ausserordentliche Kündigung In der Praxis problematischer ist allerdings, dass viele Mieter gar nicht wissen, dass ihre Airbnb-Aktivitäten zustimmungsbedürftig sind und sie den Vermieter gar nicht fragen. Dies kann für den Mieter allerdings folgenschwere Konsequenzen haben. Durch dieses gesetzwidrige Verhalten wird das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien erheblich gestört, was schlimmstenfalls zur Kündigung führen kann. Im Wiederholungsfall und trotz Verwarnung ist auch eine ausserordentliche Kündigung denkbar. des Hauptmietvertrags missbräuchlich sind; c. dem Vermieter aus der Untermiete wesentliche Nachteile entstehen. 3 Der Mieter haftet dem Vermieter dafür, dass der Untermieter die Sache nicht anders gebraucht, als es ihm selbst gestattet ist. Der Vermieter kann den Untermieter unmittelbar dazu anhalten.

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