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Innovation 2018

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Innovation – die Zeitungsbeilage zur Swiss Innovation Challenge 2017 im handlichen Tabloidformat

SWISS INNOVATION

SWISS INNOVATION CHALLENGE RÜCKBLICK 9 Reto Naef: «Wir erhielten hunderte von Gratulationen» Für den Gewinner der Swiss Innovation Challenge 2017 hat sich die Teilnahme gelohnt. 2017 gewann Reto Naef mit seinem Unternehmen Topadur Pharma AG die Swiss Innovation Challenge. Das Unternehmen wurde Anfang 2015 gegründet und entwickelt zwei vielversprechende Medikamente. TOP-N53 fördert die Gewebedurchblutung und steigert die Bildung neuer Blutgefässe. Ein weiterer Wirkstoff, TOP-N44, ist in Entwicklung und verhindert die Narbenbildung. Dadurch wird die Wundheilung beschleunigt. Ein Jahr nach dem Gewinn der Swiss Innovation Challenge blickt Reto Naef mit Freude zurück auf die Wettbewerbsteilnahme. Innovation: Herr Naef, Sie haben mit der Topadur Pharma AG im vergangenen Jahr 20 000 Franken im Rahmen der Swiss Innovation Challenge gewonnen – können Sie sich noch an das Gefühl erinnern, als Sie vor mehr als 3000 Gästen am Tag der Wirtschaft der Wirtschaftskammer auf der Bühne in der St. Jakobshalle den Scheck in Empfang nehmen konnten? Reto Naef: Ja. An das Gefühl kann ich mich noch gut erinnern. Es hat mich gefröstelt – sprichwörtlich. Die Freude und auch der Stolz waren riesig. Denn wenn man den Wettbewerb gewinnt, hat man wirklich etwas erreicht. Die Swiss Innovation Challenge ist sehr kompetitiv. Wie haben Sie diese finanziellen Mittel investiert? Ich muss vorausschicken, dass das Geld keineswegs der wichtigste Aspekt ist. Der Betrag – obschon er ansehnlich ist – macht in unserer Branche einen Bruchteil des Budgets aus. Darum haben wir den Betrag in erster Linie in die Weiterentwicklung unserer internen Firmenkultur gesteckt. Denn die Mitarbeitenden sollen auch etwas vom Erfolg abbekommen. Sie haben es verdient. Wie haben Sie sonst noch von der Swiss Innovation Challenge profitiert? Die Vorphase des Wettbewerbs ist meines Erachtens sehr wichtig. Wir waren ja zweimal am Start. Beim ersten Mal profitierten wir enorm von den Gründungskursen. Beim zweiten Mal kam das breite Netzwerk hinzu. Insgesamt ist der Lerneffekt gross. Wie ich auch schon gesagt habe: Gewinnen kann den Wettbewerb zwar nur ein Projekt, aber profitieren können alle. Dafür allerdings braucht es die richtige Einstellung. Was meinen Sie damit? Wenn man nur an der Swiss Innovation Challenge teilnimmt, um sein Projekt an den Pitches vorzustellen, verpasst man definitiv etwas. Das wäre schade. Am meisten gewinnt man, wenn man sich selbst einbringt und möglichst viel lernt – genau dies ist nämlich die Stärke der Swiss Innovation Challenge. Können Sie uns die Reaktionen nach Ihrem Gewinn beschreiben? Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir hunderte von Gratulationen erhalten haben – insbesondere in den Social Media ging die Post wirklich ab. Aber auch heute, ein gutes Jahr danach, werde ich immer wieder angesprochen: «Ah, Sie sind doch die Firma, die letztes Jahr die Swiss Innovation Challenge gewonnen hat, oder?» Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Gewinn der Swiss Innovation Challenge im vergangenen Jahr entwickelt? Wir sind sehr gut unterwegs, auch was die Finanzierung betrifft. Dieser Punkt ist in der Pharmabranche immer sehr wichtig. Grosse Fortschritte wurden in der präklinischen Phase gemacht. Der wichtigste Meilenstein ist sicher der Abschluss der toxikologischen Versuche, welche sehr positiv verlaufen sind. Jetzt sind wir an der Zulassung für die ersten klinischen Studien am Menschen. Diese werden in Grenoble durchgeführt. Wie sehen die Pläne der Topadur Pharma AG in den kommenden Monaten und Jahren aus? Generell haben wir eine ganze Palette an Medikamenten, welche die Durchblutung fördern. Viele Krankheiten haben nämlich dort ihren Ursprung. Einige Augenerkrankungen, die damit zusammenhängen, können sogar zu Blindheit führen. Unter anderem in diesem Bereich sind wir daran, neue Projekte voranzutreiben. Sie sagen, das Preisgeld sei nicht der wichtigste Aspekt? Ja. Viel wichtiger ist die Signalwirkung, die ausgeht, wenn man an der Swiss Innovation Challenge teilnimmt und auch noch gewinnt. Die Signale sind extrem positiv: Für die Investoren, denn sie erkennen, dass sie offensichtlich aufs richtige Pferd gesetzt haben, aber auch für künftige Investoren und nicht zuletzt für die Partner. An all das denkt man natürlich nicht, wenn man auf der Bühne den Preis entgegennimmt. Man ist einfach stolz. Reto Naef (3. v.l.), Topadur Pharma AG, mit dem Siegerpreis. Neben ihm stehen (v.l.n.r.): Landrat Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer; Beat Röthlisberger, BLKB, Leiter Geschäftsbereich Unternehmenskunden; Prof. Dr. Falko Schlottig, Direktor Hochschule für Life Sciences FHNW; Prof. Dr. Arie Verkuil, Leiter Institut für Unternehmensführung IfU, FHNW; Andreas Schneider, Präsident Wirtschaftskammer BL.

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