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Innovation 2018

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Innovation – die Zeitungsbeilage zur Swiss Innovation Challenge 2017 im handlichen Tabloidformat

6 SWISS INNOVATION

6 SWISS INNOVATION CHALLENGE «Das Mentoring-Programm kann ich nur empfehlen» Elke Seeliger, verantwortlich für Marketing & Digitalisierung sowie Mitglied der Geschäftsleitung bei Schneider + Cie. AG, berichtet über ihre Erfahrungen als Mentorin eines Innovationsprojekts. Welches waren die Inhalte und Tipps des Mentorings? Mein Mentee konnte von meiner Erfahrung in der strukturierten Vorgehensweise, sowie klar aus der Vermarktungssicht profitieren. Wir haben aber auch weitere Punkte der Geschäftsidee und Umsetzung diskutiert. So denken die zwei Gründer zum Beispiel bereits sehr global und wollen ihre Applikation im Ausland programmieren lassen. Die globale Perspektive ist bei einer App-Entwicklung sicherlich von Vorteil. Die Schweiz eignet sich aufgrund der Grösse jedoch sehr gut als Testmarkt. Deshalb ist es nicht schlecht, hier erste Erfahrungen im Markt zu sammeln. Was sind Herausforderungen für die Mentees? Natalia Banto und ihr Geschäftspartner entwickeln das Projekt in ihrer Freizeit, neben ihrer beruflichen Tätigkeit. Die zeitliche Belastung ist daher hoch. Dabei sollte Networking, gerade auch mit Mentoren oder externen Personen, nicht zu kurz kommen. Bleibt man zu lange im stillen Kämmerlein, wird das Innovationsprojekt zu einseitig. Innovation: Frau Seeliger, welches Projekt haben Sie als Mentorin an der Swiss Innovation Chalenge betreut? Elke Seeliger: Mein Mentee ist Natalie Banto mit ihrem Innovationsprojekt «Ultimate Battle», einer App, über welche die User in diversen Kategorien gegeneinander antreten können. Wie oft haben Sie sich im Rahmen des Innovationswettbewerbs insgesamt mit ihrem Mentee getroffen? Ich habe mit Frau Banto mehrere E-Mails ausgetauscht und mich mit ihr auch persönlich getroffen. Sie hatte eine sehr klare Vorstellung von ihrer Innovationsidee und brauchte darin keine weitere Unterstützung. Trotzdem konnte ich in einigen Dingen unterstützen: So konnten wir zum Beispiel bei der Strukturierung des Businessplans oder bei Investoren-Präsentationen Fortschritte erzielen. Aus Marketingsicht konnte ich die Kundensicht – zum Beispiel jene der Händler und Retailer – einbringen und wertvollen Input geben. Wie konnten Sie ihren eigenen beruflichen Hintergrund mit einbringen? Meine Erfahrung im Marketingbereich und auch in der Gaming-Industrie konnte ich im Mentoring von «Ultimate Battle» ganz klar einbringen. Ich habe speziell die Kundensicht eingenommen und nicht die User-Sicht. Schliesslich soll am Ende des Tages mit dem Unternehmen Umsatz und Gewinn erwirtschaftet werden. Das war mein Fokus. Konnten auch Sie persönlich vom Mentoring- Programm der Swiss Innovation Challenge profitieren? Ja, definitiv. Wir haben uns über neue Programmiermöglichkeiten, neuen Formen des Designs für zum Beispiel jüngere User unterhalten. Zudem haben wir neue Vertriebskanäle diskutiert. Das ist immer spannend und auch für mich eine Bereicherung. Würde sie es empfehlen, bei der Swiss Innovation Challenge Mentor zu werden? Ja. Das Mentoring-Programm der Swiss Innovation Challenge kann ich empfehlen. Für mich war es ein sehr angenehmer Austausch. Die Teilnahme als Mentorin vermittelte mir eine andere Sichtweise. Ich habe inklusive Vorbereitung rund fünf bis sechs Stunden als Mentorin investiert. Zudem habe ich meine ehrenamtliche Tätigkeit als Mentorin auf LinkedIn publik gemacht und viele positive Rückmeldungen darauf bekommen. Ich freue mich, an den Events der Swiss Innovation Challenge teilzunehmen, wie zum Beispiel dem Final Pitch am 29. Oktober 2018 im neuen FHNW-Gebäude in Muttenz.

SWISS INNOVATION CHALLENGE FHNW 7 Teilnehmende behaupten sich erfolgreich am Markt Mit 80 Prozent wird der Grossteil der Projekte, die an der Swiss Innovation Challenge teilnehmen, nach Abschluss des Wettbewerbs weitergeführt – und dies mit beachtlichem Erfolg. Ziel der Swiss Innovation Challenge ist nicht nur die Prämierung herausragender Innovationen, sondern vor allem die Förderung innovativer Geschäftsideen auf ihrem Weg zur Umsetzung. Sei dies bei Start-ups, KMU, Non- Profit- Organisationen oder öffentlichen Institutionen. Mehr als 300 Teams nahmen bisher an dem Wettbewerb teil, und auch 2018 haben sich mehr als 120 Teilnehmende angemeldet. In den Jahren 2015 bis 2017 handelte es sich bei über 60 Prozent der Teilnehmenden um Start-ups, weitere rund 33 Prozent waren KMU. Erfolgsquote liegt über Durchschnitt Überaus erfreulich ist, dass derzeit noch 80 Prozent der Projekte, die am Wettbewerb teilgenommen haben, weitergeführt werden. Damit liegt die aktuelle Erfolgsquote der ehemaligen Wettbewerbsteilnehmenden klar über dem Durchschnitt. Ob dies nun den Förderleistungen des Wettbewerbs geschuldet ist, oder ob die Swiss Innovation Challenge einfach mehrheitlich erfolgreiche Innovationsprojekte anspricht, kann kaum abschliessend beantwortet werden. Klar ist aber, dass die Fördermassnahmen seitens des Wettbewerbs von den bisherigen Teilnehmenden als positiv erachtet werden und auf Interesse stossen. Dadurch unterscheidet sich die Swiss Innovation Challenge massgeblich von anderen Wettbewerben zur Innovationsförderung in der Schweiz. Dies in Kombination mit der einzigartigen Situation einer hohen lokalen Verbundenheit zum Kanton Baselland, gepaart mit der nationalen, ja sogar internationalen Ausrichtung des Wettbewerbs. Dadurch wird der Austausch lokaler Innovatorinnen und Innovatoren mit der Schweiz und dem Ausland gefördert. Dabei zeigt sich: der Kanton Baselland kann mit der restlichen Schweiz nicht nur mithalten, sondern spielt sogar an vorderster Front mit. Den drei Partnern der Swiss Innovation Challenge – der Fachhochschule Nordwestschweiz, der Wirtschaftskammer Baselland und der Basellandschaftlichen Kantonalbank – geht es nicht nur um die Innovationsförderung, sondern auch um die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Dazu gehört auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Zwischen 2015 und 2017 wurden von Teilnehmenden des Wettbewerbs beinahe 900 neue Arbeitsplätze geschaffen. Umsätze von mehreren Millionen Die Zahlen zeigen zudem, dass einzelne Projekte bereits äusserst erfolgreich unterwegs sind und schon Jahresumsätze von mehreren Millionen Franken aufweisen. Darüber hinaus schätzen rund 90 Prozent der ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Innovationsprojekt als erfolgreich ein, abgesehen von denjenigen, die inzwischen aufgegeben haben. Erfolgsfaktoren sind die Idee selbst, das Team, welches zur Umsetzung beiträgt, und ein solides Geschäftsmodell. Bei denjenigen, die keinen Erfolg hatten, sind fehlende Ressourcen das Hauptproblem. Es zeigt sich also, dass die Swiss Innovation Challenge auf dem richtigen Weg ist, und dass die Projekte erfolgreich am Markt bestehen. Dies stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort Baselland, sondern die gesamte Schweiz, schafft neue Arbeitsplätze und bringt die innovative Schweiz weiter vorwärts. Stefan Philippi

Standpunkt der Wirtschaft