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Standpunkt – das magazin 2019

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4 standpunkt -

4 standpunkt - das magazin «Der Mensch bleibt ein Erfolgsfaktor in der Wirtschaft» Die Digitalisierung ist ein aktueller Megatrend, der die Wirtschaft grundlegend verändert. Es wird viel diskutiert, wie die Rolle des Menschen im zukünftigen Arbeitsprozess aussehen wird. Für mich ist klar: Der Mensch bleibt ein Erfolgsfaktor in der Wirtschaft. Christoph Buser Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein Unternehmen ausmachen: Produktions- oder Servicekräfte, Ingenieure, Kaderleute und der CEO sind die Gesichter, welche die Kunden und die Öffentlichkeit wahrnehmen. Roboter und Maschinen übernehmen einfache, sich wiederholende oder auch gefährliche Tätigkeiten. Mit zunehmender Entwicklung der künstlichen Intelligenz werden diese auch weniger eintönige Aufgaben lösen können. Aber programmiert und eingesetzt werden sie von Fachkräften. Die Ideen von klugen und innovativen Menschen bestimmen also, was die Maschinen tun. Ja, die Digitalisierung ist eine Herausforderung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Damit sie ohne Konflikte gelingt, braucht es Offenheit, Weiterbildung und clevere Lösungen. Doch vergessen wir nicht: Letztlich sind auch die Kunden Menschen. Diesen Menschen muss gefallen, was Unternehmen als Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Wenn den Kunden der Kontakt nicht persönlich genug ist, wechseln sie vielleicht zu einem anderen Anbieter. Wenn sie aber die Marke, die Story oder auch eine Ansprechperson des Unternehmens mögen, können sie sehr treu sein. Der Mensch bleibt ein Erfolgsfaktor. Am Tag der Wirtschaft sehen wir jedes Jahr wieder, wie wichtig der persönliche Kontakt ist. Ich bedanke mich bei der BLKB für die langjährige Partnerschaft und freue mich sehr, dass Bundesrat Guy Parmelin ins Baselbiet kommt, um uns alle zu treffen. Mehr als 3‘000 Menschen werden Ideen austauschen, Gespräche führen und neue Kontakte knüpfen als Menschen unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag der Wirtschaft 2019 und begrüsse Sie herzlich hier bei uns in der St. Jakobshalle in Münchenstein.

5 «Kein Abschluss ohne Anschluss» Herr Bundesrat, welche Bedeutung hat das Thema «Erfolgsfaktor Mensch» vor dem Hintergrund der sich rasant entwickelnden Digitalisierung? Die digitale Transformation findet auf zwei Ebenen statt, einerseits auf der operativen, andererseits auf der persönlichen. Im operativen Bereich bestimmen in erster Linie die Vernetzung von Daten zu ganz neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen den Wandel. Auf der persönlichen Ebene ändern sich Arbeitsweisen und Formen der Zusammenarbeit. Für Unternehmer und Führungskräfte ist es wichtig, die Mitarbeitenden zu integrieren. Denn wenn diese den Transformationsprozess nicht mittragen, kann er nicht erfolgreich sein. Wenn die Belegschaft aber mitzieht, dann wird sie und damit der Mensch zum Erfolgsfaktor. Wir müssen folglich alles daran setzen, die Menschen in den digitalen Wandel einzubeziehen und auch dafür fit zu machen. Welche Ansätze sehen Sie? Da ist einerseits die Ausbildung, andererseits die Weiterbildung. Die Ausbildungen und insbesondere die Lehrpläne müssen mit der Digitalisie- rung Schritt halten und laufend auf den neusten Stand gebracht werden. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, das die Berufsverbände bei der Erarbeitung und Aktualisierung der Bildungspläne unterstützt, ist da sehr aktiv. Und weiter sollen gestandene Berufsleute, die sich angesichts von neuen Herausforderungen verändern müssen, Bundesrat Guy Parmelin. im Change-Prozess begleitet und adäquat weitergebildet werden. Wie kann das Bildungssystem gestärkt werden? Unsere Berufsbildung ist gut auf- gestellt. Das heutige System basiert auf völliger Durchlässigkeit; es gibt keinen Abschluss ohne Anschluss: Man kann sich nach einem Lehrabschluss in der höheren Berufsbildung weiter qualifizieren oder, mit Berufsmatur und allenfalls Passerelle, studieren wie nach einer gymnasialen Matura. Welche Rolle spielen die Wirtschaftsverbände? Die Wirtschaftsverbände sind ein Bindeglied zu den Berufsverbänden, zu den Lehrbetrieben und auch zu den Hochschulen. Mit ihrer Unter- stützung werden in einigen Kantonen, so auch im Kanton Basel-Landschaft, Berufs schauen organisiert, die für die Berufs information, die Berufswahl und die Lehrstellenvermittlung eine wichtige Funktion erfüllen. Dabei ist der Dialog wichtig. Er schafft Verständnis für Neues. Insbesondere aber reduziert er Befürchtungen, was der Ablehnung von Transformationsprozessen entgegenwirkt. Welche Bedeutung hat lebenslanges Lernen? Es ist eine grundlegende Anforde rung und damit auch eine Herausforderung für alle von uns. Aber: Das lebenslange Lernen kann man nicht verordnen, es sollte zu einem Bedürf nis werden, das wir alle gerne befriedigen möchten. Damit soll auch klar gesagt sein: Jede Person ist zu einem guten Teil selbst dafür verantwortlich, dass sie sich laufend weiterbildet. Wer ist gefordert? Wie gesagt: Alle unter uns! Aber natürlich tragen auch die Arbeitgeber, die Berufsverbände, die Schulen und die Politik eine Verantwortung. Vieles wird davon abhängen, ob es uns gelingt, das lebenslange Lernen zu einer Lebensdevise für eine grosse Mehrheit zu machen. Was hat Ihnen die Berufsbildung nach dem Gymnasium persönlich gebracht? Sie hat mich zum Bundesrat gemacht! Spass beiseite: Die praktische Arbeit im Landwirtschaftsbetrieb war für mich eine Herzensangelegenheit. Sicher benötigte ich auch theoretisches Wissen, aber das konnte ich zumindest teilweise auch während meiner landwirtschaftlichen Ausbildung erwerben. Hätte ich mich damals mehr für landwirtschaftliche Forschung interessiert, dann hätte sich wohl ein Studium aufgedrängt, aber das war nicht der Fall.

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