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Standpunkt 505, 3. Juli 2020

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Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 505, 3. Juli

SCHWEIZERISCHE 3. Juli 2020 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 505 – 23. Jahrgang AZA 4410 Liestal DIE MEINUNG Zukunftsträchtig: Mobilität und Ausbildung LEHRABSCHLÜSSE – Rund 1500 Jugendliche haben im Baselbiet unter erschwerten Corona-Bedingungen ihre Berufslehre abgeschlossen. Statt Lehrabschlussfeiern gibt es 1500-fachen Applaus im Standpunkt. Applaus für Erfolgsgeschichte Von Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. In diesem Standpunkt greifen wir zwei grosse Themen auf: Die Situation der Lernenden und die Mobilität von Morgen. Beides hat eine Menge miteinander zu tun. Die jungen Leute, die zurzeit in Ausbildung sind, befinden sich in einer schwierigen Situation. Sie meistern diese mit grossem Einsatz und viel Engagement. Aus diesem Grund wollen wir sie in dieser Ausgabe des Standpunkts entsprechend würdigen und wir applaudieren ihnen auf eine spezielle Art. Die Lernenden wie auch die Lehrbetriebe benötigen nach wie vor die Unterstützung der Politik. Es sind verschiedene Aktivitäten im Gang, um die Situation auf dem Lehrstellenmarkt zu stützen und den betroffenen Personen und KMU zu helfen. Ich kann das nur begrüssen und hoffe, dass uns allen bewusst ist, wie wichtig es ist, dass wir unser duales Ausbildungssystem stärken. Denn so stärken wir auch die KMU-Wirtschaft und damit 99 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz. Eine Baustelle auf der A3 in Basel generiert kilometerlange Staus. Kommt noch eine Lastwagenpanne dazu, ist das Chaos perfekt. Die Mobilität von morgen ist ein Thema, an dem niemand vorbeikommt. Zumal ein Trend zu mehr individueller Mobilität feststellbar ist, auch bei jungen Leuten. Bei der HLS-Initiative, über die am 27. September abgestimmt wird, geht es weniger um die Verkehrsmittel, als vielmehr um die Verkehrswege. Wir müssen diese auf intelligente Art und Weise planen. Mehr Effizienz und bessere Anbindungen, das heisst auch weniger Verkehr in Dörfern und weniger Staustunden. Fangen wir mit ein paar Kennzahlen an. 4000 Buchstaben, um allen Beteiligten zu danken und zu gratulieren. 1500 Applaus-Emojis für diejenigen, die ihre LAP bestanden haben. 2 Vorstösse im Landrat, um Lernende und Lehrbetriebe zu unterstützen, und 1 Videokonferenz mit 30 Gästen als etwas andere Feier. Die Lernenden und ihre Lehrbetriebe sind auch in dieser Ausgabe des Standpunkts der Wirtschaft ein dominierendes Thema. Wenn Urs Berger, stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland und Leiter Berufsbildung, den Jugendlichen gratuliert und davon spricht, dass der Jahrgang 2020 in aussergewöhnlichen Zeiten Grossartiges geleistet hat, dann ist das mehr als nur ein Statement. Es ist eine Würdigung der Lernenden, aber auch ihres Umfelds, der Lehrbetriebe und aller anderen Beteiligten. Gratulieren mit Emojis Jedes Emoji auf den Seiten 8 und 9 dieses Standpunkts steht für einen der 1500 jungen Menschen, der seine Lehre mit viel Engagement erfolgreich abgeschlossen hat. Im Corona-Jahr verdient diese Leistung noch mehr Respekt, als in einem normalen Jahr. Applaudieren können wir dieses Jahr leider nicht so, wie gewohnt. Deshalb tun wir dies auf eine etwas andere Art, auf zwei Zeitungsseiten und mit 1500 Applaus-Emojis. Die Lehrbetriebsverbund AG hat es sich nicht nehmen lassen, mit einer originellen Videokonferenz ihren erfolgreichen Lernenden zu applaudieren und Awards zu vergeben. Eine sehr gelungene und sehr sympathische Veranstaltung, die den Jugendlichen und den Lehrbetrieben gerecht wurde. Um Lernende geht es auch im Editorial. Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, geht auf die Relevanz der Lehre für unsere Wirtschaft ein. Die Lehre und die Schweizer KMU-Wirtschaft sind eine Erfolgsgeschichte, die seit Jahrzehnten andauert. Die vielen kleinen und mittleren Unternehmen und ihr top ausgebildetes Personal sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und unseres Wohlstands. Das ist keine neue Erkenntnis. Aber es ist wieder einmal dringend notwendig, dass wir uns das ganz gross hinter die Ohren schreiben. Vorstösse im Landrat Denn mit Applaus alleine ist es nicht getan. Das weiss man auch im Landrat. Dort wurden vergangene Woche zwei Vorstösse eingereicht, die zum Ziel haben, den Lehrbetrieben zu helfen und in die Berufsbildung zu investieren. Der Kreis schliesst sich mit dem Hinweis auf zukunftsträchtige Berufe. Wenn Ihnen die Begriffe ICT und Mediamatik nichts oder nur wenig sagen: Auf Seite 12 gibt es mehr Informationen zu diesen Jobs von morgen. Patrick Herr Seiten 4, 7–9, 11, 12 Grafik: esc Mobilität und Ausbildung sind zwei Themen, die unsere Zukunft wesentlich prägen werden. Unsere Wirtschaft ist auf beides angewiesen: Auf unseren top ausgebildeten Nachwuchs und auf intelligente und gut geplante Verkehrswege. Die Schweiz hat bei der Ausbildung wie auch bei der Verkehrsplanung immer in der obersten Liga ganz vorne mitgespielt. Damit wir auch in Zukunft Spitze bleiben, müssen wir uns heute engagieren und kluge Entscheidungen treffen. Die Mobilität von morgen und unsere künftigen Lernenden sind Garanten für eine gut funktionierende Wirtschaft und letztlich auch für den Wohlstand künftiger Generationen. HEUTE IM STANDPUNKT Das ist der letzte Standpunkt vor den Sommerferien. Die nächste Ausgabe erscheint am kommenden 14. August. 14 | WETTBEWERB Das Sommerkreuzworträtsel lösen und BL-CARDS gewinnen. HLS-INITIATIVE – Die Initiative «zum Ausbau des Hochleistungsnetzes» (HLS) kommt am kommenden 27. September zur Abstimmung. Ein Ja zur Initiative wäre ein Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung Am 27. September wird über die Initiative «zum Ausbau des Hochleistungsnetzes» (HLS) abgestimmt. Es ist eine wegweisende Abstimmung, denn es geht um nicht weniger als um die Gestaltung der zukünftigen Mobilität. Um diese Mobilität der Zukunft gestalten zu können, sollen alle Entwicklungen berücksichtigt und intelligente Lösungen gefunden werden. Dabei geht es in erster Linie um die Verkehrswege, nicht um die Verkehrsmittel Die Initiative verlangt, dass sich der Kanton stärker für den Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes einsetzt, mit den Nachbarkantonen über gemeinsame Ausbauziele verhandelt und sich beim Bund für den Netzausbau einsetzt. Ein solcher Gesamtplan soll alle Verkehrsträger einschliessen. Viele Studien zeigen einen Trend zu mehr Individualverkehr. Dieser findet mit dem Auto, dem Roller und dem E-Velo statt. Das ist zwar eine Momentaufnahme, zeigt aber das Problem: Unsere Verkehrswege sind oft überlastet, es gibt keine Entlastungsrouten und oft bleibt der Verkehr in den Dörfern stecken und belastet die Bevölkerung. Hier will die Initiative Abhilfe schafften. Eine umfassende und koordinierte Gesamtplanung führt zu mehr Effizienz auf den Verkehrswegen, zu besseren Anbindungen von Ortschaften und Tälern, zu weniger Staustunden und entlastet die Dörfer von unnötigem Durchgangs verkehr. Die Situation im aargauischen Suhr ist gut vergleichbar mit der Situation im Kanton Basel-Landschaft. Umfahrungsstrassen und die Einbettung in einen Gesamtplan für die ganze Region sollen in Suhr die Standortattraktivität für alle Verkehrsträger verbessern. Dazu gehört auch das Velo. Der Kanton Aargau als Vorbild Der Aargauer Ständerat Thierry Burkart ist ein ausgewiesener Verkehrsexperte. Er sagt Im Interview mit dem Standpunkt, dass gut geplante Umfahrungen, die den Verkehr einer ganzen Region zusammenfassen, die verkehrsgeplagten Dörfer entlasten. Aber es geht um mehr als das, präzisiert Burkart. Der Aargauer Grosse Rat habe bereits 2016 eine Strategie entworfen: «Wir im Aargau sind davon überzeugt, dass die Erreichbarkeit für die Attraktivität eines Standorts zentral ist. Damit verbunden sind Ausbauten des Verkehrsangebots, weil wir die guten Bedingungen für Bevölkerung und Wirtschaft in der Zukunft erhalten wollen.» Ein Ziel, das deckungsgleich mit den Anliegen der Initiative ist, über die wir im Herbst befinden. Die Mobilität der Zukunft zu planen erfordert kluge und weitsichtige Entscheide. Ein Ja zum «Ausbau des Hochleistungsnetzes» (HLS) wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für die Bevölkerung und die Wirtschaft unseres Kantons – ein Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft. Patrick Herr Seiten 2, 3

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