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Standpunkt 503, 5. Juni 2020

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Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 503, 5. Juni

SCHWEIZERISCHE 5. Juni 2020 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 503 – 23. Jahrgang AZA 4410 Liestal DIE MEINUNG Die wichtigen Themen von morgen CORONAKRISE – Die Baselbieter KMU haben in den vergangenen Wochen und Monaten das Beste aus der Coronakrise gemacht und von der Kundschaft viel Solidarität erfahren. Und der Kampf geht weiter. Bemerkenswertes geleistet Von Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Ja, es gibt sie wieder. Auch in dieser Zeitung nehmen die Themen wieder Fahrt auf, die nichts mit Covid-19 zu tun haben, für unseren Alltag jedoch ebenso bedeutsam sind. Oder bedeutsam sein werden, wenn wir von der Mobilität der Zukunft sprechen möchten. Um diese geht es am 27. September, wenn über die Gesetzesinitiative zum «Ausbau des Hochleistungs-Strassennetzes» abgestimmt wird. Ich möchte das Thema bewusst bereits jetzt anstossen, denn morgen ist oftmals schneller da, als man gedacht hat. Und wichtige Entscheide soll man rechtzeitig planen und angehen. Aus diesem Grund können Sie in dieser Zeitung jetzt schon erfahren, worum es bei dieser Abstimmung geht. Ihr Ja zu einer intelligent geplanten Mobilität ist wichtig für unsere derzeit gebeutelte Wirtschaft, hilft den staugeplagten Ortschaften und schafft Lebensqualität für die Menschen. Mit dem Umzug der Wirtschaftskammer hält der Standpunkt der Wirtschaft diese Woche auch eine exklusive Neuigkeit in eigener Sache für seine Leserschaft bereit. Die Wirtschaftskammer verlegt ihren Standort Anfang 2021 nach Pratteln und mietet sich im «Tri-innova»-Projekt der Bricks AG ein. Am Kunimattkreisel, zwischen Bahnhof und Autobahn, entsteht derzeit ein Gebäude, das alle Bedürfnisse und Anforderungen der Wirtschaftskammer erfüllt. Sogar mehr als das. Das Team, das heute rund 80 Mitarbeitende an drei Standorten umfasst, wird dort gemeinsam auf zwei Stockwerken daheim sein. Es wird nicht nur für die Wirtschaftskammer ein bedeutender Schritt nach vorne sein, Nein, auch die Mitglieder, die Berufs- und Branchenverbände, die Gewerbevereine und viele andere werden von diesem Schritt profitieren können. «Unsere KMU sind das Rückgrat der Wirtschaft», sagte Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Basel land, Anfang April, «sie brauchen jetzt unsere Unterstützung und Solidarität». Und tatsächlich ist in den vergangenen Wochen ein grosser Ruck durch unsere Gesellschaft gegangen. Die KMU-Wirtschaft hat seit Beginn der Coronakrise viel Wertschätzung und viel Unterstützung erfahren. Das hat vielen Unternehmerinnen und Unternehmern gutgetan. Im Kanton Baselland hat man in dieser Hinsicht Bemerkenswertes geleistet. An prominenter Stelle darf dabei die Gemeinde Allschwil angeführt werden. Sie hat ein KMU-Coronahilfspaket in Höhe von 300 000 Franken verabschiedet. Zusammen mit privaten Geldgebern will die Gemeinde die am stärksten betroffenen Allschwiler KMU und Selbständigerwerbenden unterstützen. Die Modalitäten wurden soeben von der Gemeinde Allschwil, KMU Allschwil Schönenbuch sowie von der Wirtschaftskammer verabschiedet. Baugenossenschaft hilft KMU Weitere Lockerungen stehen bevor, aber die Coronakrise ist noch lange nicht vorbei. Ebenso erfreulich ist die Initiative der Baugenossenschaft zum Stab, die 10 000 Franken zugunsten von KMU in Birsfelden und Muttenz spendet. Im Laufental spendet die Reformierte Kirchgemeinde dem lokalen Gewerbeverein 2000 Franken. Dazu kommen viele weitere Aktionen und Projekte, die zusammen mit «s Baselbiet schaffts» oder in eigener Regie stattgefunden haben. All das sind starke Zeichen für die KMU-Wirtschaft unseres Kantons, die gerne Nachahmer finden dürfen. Denn von einer nachhaltigen Erholung sind wir noch weit entfernt, das darf man in dieser Deutlichkeit festhalten. Wenn nun am Samstag weitere Lockerungen anstehen, dann ist das begrüssenswert. Ja, der Alltag wird ein Stück weit wieder Einzug in unser Leben halten. Es wird an vielen Orten wieder gearbeitet. Aber trotzdem: Die Krise ist noch lange nicht überstanden. Von einer Erholung der Wirtschaft sind wir noch weit entfernt, auch wenn die Coiffeuse wieder arbeiten kann und einen vollen Terminkalender hat. Die Schäden des Lockdowns sind für viele (noch) nicht bezifferbar, aber sie sind gross und sie dürfen nicht noch grösser werden. Umso wichtiger wird es nun sein, dass die Politik umsichtig entscheidet und die Bedürfnisse der KMU-Wirtschaft gehört werden. Die KMU müssen ihrerseits mit der Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften dazu beitragen, dass wir alle gemeinsam raus aus der Krise finden. Das Wort «gemeinsam» hat dabei eine grosse Bedeutung. Denn mehr als 99 Prozent der Unternehmen in diesem Land sind KMU. Die KMU- Wirtschaft stellt zwei Drittel der Arbeitsplätze und ist systemrelevant für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Ein erneuter Lockdown muss deshalb von uns allen gemeinsam und unter allen Umständen vermieden werden. Patrick Herr Seiten 2–7 Bild: Shutterstock Diese Zeitung ist am 3. Juni, 12 Uhr, in Druck gegangen. Einige Informationen sind eventuell bereits von der Aktualität überholt. Die Wirtschaftskammer Baselland informiert laufend auf ihren Websites und auf Facebook. Website: coronavirus.kmu.org Facebook: wirtschaftskammer.bl Die Covid-19-Pandemie nimmt selbstverständlich auch nach den Lockerungen des Bundesrates noch viel Raum ein. Die Wirtschaft fährt wieder hoch. Dabei müssen wir uns an die Begleitumstände anpassen, was nicht immer einfach ist, und dabei so rasch und nachhaltig wie möglich versuchen, aus dieser Krise herauszukommen. Wenn das jemand kann, dann die Schweizer KMU-Wirtschaft, das ist meine feste Überzeugung. Die Wirtschaftskammer wird Sie auch in den kommenden Wochen und Monaten zu diesem Thema begleiten, Ihnen helfen und für Sie Position beziehen. Dafür sind wir da. HEUTE IM STANDPUNKT 9 | VERKEHR Initiative «zum Ausbau des Hochleistungs-Strassennetzes» ist zukunftsgerichtet. 12 | UMZUG Die Wirtschaftskammer zieht nach Pratteln um. AUSBILDUNGSPLÄTZE – Die Coronakrise setzt auch den Lehrbetrieben stark zu. Eine grosse Zahl will im kommenden Jahr keine Lernenden ausbilden, so eines der Ergebnisse einer Umfrage. Lehrstellen: Es besteht viel Handlungsbedarf Die Wirtschaftskammer Baselland hat mit dem Kanton Basel-Landschaft mehr als 1000 Betriebe zur Lehrstellensituation befragt. Das Fazit lässt aufhorchen: Lehr betriebe im Kanton Basel-Landschaft können aufgrund der Coronakrise mittel- bis langfristig weniger Lernende ausbilden als bisher. Viele Lehrbetriebe möchten weiter Lehrstellen schaffen. Aber die Krise setzt den Betrieben stark zu. So stark, dass eine grosse Anzahl im kommenden Jahr keine Lernenden ausbilden möchte, so eines der Ergebnisse der Umfrage. Eine Studie der Universitäten Bern und Zürich rechnet gar damit, dass in den kommenden fünf Jahren bis zu 20 000 Lehrverträge weniger abgeschlossen werden. Ursula Renold, Professorin für Bildungssysteme bei der ETH Zürich, geht der Frage nach, wie sich die Coronakrise auf die Berufslehren, die Lehrbetriebe und die Jugendlichen in der Schweiz auswirkt. Die Coronakrise treffe drei Gruppen von Jugendlichen unterschiedlich, sagt Renold im Interview: «Bei den Jugend lichen vor Lehrbeginn mussten 0,6 Prozent der Lehrverträge, welche auf Lehrbeginn 2020 abgeschlossen wurden, aufgelöst werden. 2,8 Prozent der Betriebe geben an, dass sie die Lehrstellen zurückziehen mussten. 5,5 Prozent der Lehrbetriebe vermuten, dass bis zum Herbst 2020 Lehrstellen verloren gehen werden.» Die Jugendlichen im Baselbiet können auf die Initiative der Politikerinnen und Politiker hoffen. Landrat Marc Scherrer hat das Thema aufgenommen und regt mit einem Postulat an, eine Task Force aus Sozialpartnern, dem Kanton und zukünftigen Lernenden zu schaffen. Diese soll Lösungen erarbeiten, damit den Jugendlichen auch weiter berufliche Perspektiven angeboten werden können. Auch die Wirt- schaftskammer engagiert sich mit voller Kraft. Gemeinsam mit der Hauptabteilung Berufsbildung des Kantons Basel-Landschaft lanciert sie das Projekt «Fit in die Lehre – trotz Corona». Mit diesem Projekt sollen Jugendliche unterstützt werden, die bis im August noch keine Lehrstelle gefunden haben. Unter anderem können Jugendlichen ihr Bewerbungsdossier durch einen erfahrenen Rekrutierungsspezialisten überprüfen und überarbeiten lassen. Das Angebot steht ab Beginn der Sommerferien kostenlos zur Verfügung. Patrick Herr Seiten 2 und 3

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