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Standpunkt 501, 1. Mai 2020

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Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 501, 1. Mai

SCHWEIZERISCHE 1. Mai 2020 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 501 – 23. Jahrgang AZA 4410 Liestal DIE MEINUNG Der Dank an die Drogerie «S BASELBIET SCHAFFTS» – Die von der Wirtschaftskammer ins Leben gerufene Aktion «s Baselbiet schaffts» wird von Gemeinden, Gewerbevereinen und dem Kanton unterstützt. Viele Freiwillige helfen mit. Eine breit abgestützte Initiative Von Christoph Buser, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Vergangenen Freitag konnte «s Baselbiet schaffts» 200 000 Schutzmasken des Kantons Basel-Landschaft an die Baselbieter KMU verteilen. Um 14 Uhr wurde das Angebot publik gemacht, um 18 Uhr waren alle Masken weg. Und kurz nach 18 Uhr erreichte uns eine sehr sympathische Absage. Und um diese soll es in diesem Editorial nun gehen. Claudia Körkel von der Drogerie Ergolz in Lausen schrieb uns, dass man kurzfristig eine Lösung für den Eigenbedarf gefunden habe. Man wolle die Gratismasken gerne jemandem zur Verfügung stellen, der diese dringender benötige. Tatsächlich konnten wir die drei Packungen an die Inhaberin einer Praxis für Medizinalmassage weitergeben, die sehr dankbar für diese Geste war. Diese kleine Episode ist ein grosses Beispiel für Solidarität, Anstand und Fairplay. Das sind Werte, welche die Grossverteiler seit dem 17. März leider vermissen lassen. Die Verordnung des Bundes mit der Sortimentsbeschränkung wurde von Anfang an zur behördlichen Empfehlung, um die man sich bis heute mehr oder weniger foutieren durfte. Mit Duldung des Kantons übrigens. Denn mehr als ein strenges «Mei-mei, das tut man nicht» musste man bei Nicht-Einhaltung der Verordnung nicht befürchten. Und so wurden von Oberwil bis Bubendorf bunte Osterhasen aus Bast verkauft, Koffer (mit 50 Prozent Rabatt), Kosmetik und andere Produkte aus dem Sortiment der offenbar notwendigen Güter des täglichen Bedarfs. Und wenn man einen Artikel aus dem abgesperrten Bereich aufs Rollband an der Kasse legte, wurde auch das anstandslos getippt und verkauft, wie Tele M1 berichtete. Wir haben selber unzählige Bilder und Hinweise unserer Mitglieder erhalten, welche die Verstösse gegen die Verordnung des Bundes zeigen. Dasselbe durften wir nun diese Woche in den Bau- und Gartencentern beobachten. Die Grossen füllen die Regale, die KMU bleiben weitgehend geschlossen. Dem Konsumenten mag das egal sein, aber uns als KMU-Vertretern ist es das nicht. Die Ungleichbehandlung der kleinen und mittleren Unternehmen ist stossend, und von einem Grossverteiler darf in einer nationalen Krise ein anderes Gebaren erwartet werden. In diesem Sinn: Vielen Dank, werte Ergolz- Drogerie, dass Sie auch in schwierigen Zeiten Solidarität, Anstand und Fairplay zeigen. HEUTE IM STANDPUNKT 11 | SIC Die Swiss Innovation Challenge 2020 ist mit einem Online-Kick-off gestartet. 13 | LEHRSTELLEN Umfrage bei Lehrbetrieben zur Coronakrise. Am Anfang stand eine Bieridee, mit der die Baselbieter Gastronomie unterstützt werden sollte. Schon am 18. März, kurz nach dem Lockdown, ging «E Stange Geld für mini Beiz» online. Die Solidaritätsaktion von Baselland Tourismus, Gastro Baselland und der Wirtschaftskammer war aus dem Stand sehr erfolgreich. Dieser Moment war das Startsignal für die Aktion «s Baselbiet schaffts». Es sollte etwas geschaffen werden, mit dem die Baselbieter KMU in der Coronakrise tatkräftig unterstützt werden. Eine Plattform, auf der ganz viele und ganz unterschiedliche Aktionen lanciert werden können. Innert kürzester Zeit wurde daraus «s Baselbiet schaffts». Für die KMU-Wirtschaft da sein «Es war von Anfang an klar, dass wir mehr denn je für unsere KMU- Wirtschaft da sein müssen», sagt Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Baselland. «Ebenso klar war, dass es kein Wirtschaftskammer-Projekt, sondern eine breit abgestützte Initiative sein soll.» Das ist in den vergangenen fünf Wochen gelungen. Die Aktion «s Baselbiet schaffts» wird mittlerweile von zahlreichen Gemeinden und Gewerbevereinen unterstützt, wie auch von der Standort förderung Baselland. Buser: «Das freut mich ausserordentlich. Denn je mehr Leute, Vereine und Gemeinden mitmachen, umso stärker wird die Initiative. Je stärker die Initiative ist, umso mehr kann sie für die KMU-Wirtschaft bewirken.» Seit April wurden bereits einige Ideen realisiert und «s Baselbiet schaffts» kann eine Vielzahl von kosten losen Services anbieten, die betroffene Unternehmen in dieser Die Mitglieder von Coiffuresuisse Baselland haben diese Woche von «s Baselbiet schaffts» Plakate und einen Gruss zum Neustart erhalten. Bild: Frey schwierigen Zeit eine Hilfe sind. Ein gutes und vor allem gut genutztes Beispiel ist die Spendenplattform. Wer sich dieser Tage umhört, wird feststellen, dass es vielen Kundinnen und Kunden ein Bedürfnis ist, «ihrem» Geschäft helfen zu wollen. «Spänd dim Lieblings-KMU» Mit «Spänd dim Lieblings-KMU» ist das möglich. Einzelne Firmen durften so bereits mehr als 5000 Franken an finanzieller Unterstützung entgegennehmen. Dem Geschäft hilft es, der Kunde ist zufrieden – so soll es sein. Die Baselbieter sind auf beeindruckende Art grosszügig und solidarisch mit ihren KMU. Das darf man in dieser Krise feststellen. Dass der Gemeinderat Allschwil sich bei der Initiative «s Baselbiet schaffts» mit der Zahlung von 300 000 Franken in den Allschwiler «Gemeindetopf» engagieren will, ist eine tolle Nachricht (siehe auch Artikel auf Seite 3). Allschwil setzt damit ein beeindruckendes Zeichen für seine KMU-Wirtschaft. Wie das Geld verwendet wird, entscheiden die Vertreter der Gemeinde, des lokalen Gewerbevereins sowie der Wirtschaftskammer zusammen, wie bei allen Spenden im «Gemeindetopf». Und ganz wichtig ist: Jeder Franken kommt bei den KMU an. 100 Franken Spende sind 100 Franken Hilfe. Es geht bei «s Baselbiet schaffts» jedoch nicht nur um Geld. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) wird seit dieser Woche kostenlose Beratung für KMU und Selbständige angeboten. Dabei geht es in Webinaren um Geschäftsideen und Geschäftsmodelle. «S Baselbiet schaffts», das ist auch kostenlose Beratung bei Fragen zu der Finanzhilfe, kostenlose Unterstützung, um einen Webshop einzurichten und kostenlose Online-Stützkurse für Lernende. Die Mitglieder von Coiffuresuisse Baselland haben diese Woche Plakate und einen Gruss zum Neustart erhalten. Schafferinnen und Schaffer Bei «s Baselbiet schaffts» engagieren sich auch zahlreiche Freiwillige. So genannte Schafferinnen und Schaffer, die Kurierfahrten machen, Webshops erstellen oder die Aktion auf Social-Media bekannt machen. Dazu kommen zahlreiche Finanzexperten, die den KMU bei den Finanzhilfen zur Seite stehen. Ein Blick auf die Website unter «Team» und «Partner» zeigt, wie viele Menschen sich bereits engagieren. Unsere KMU-Wirtschaft braucht beides: Geld und weitergehende Unterstützung. Die Wirtschaftskammer bringt bei «s Baselbiet schaffts» ihre Mittel und Möglichkeiten ein. Zusammen mit Gemeinden, Gewerbevereinen, der Standortförderung Baselland und vielen weiteren Partnern und Freiwilligen, soll «s Baselbiet schaffts» in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten weiter ausgebaut und den vielen KMU vielfältig und tatkräftig geholfen werden. In diesem Sinne: «Mir blibe dra». Patrick Herr WEGEN CORONAVIRUS – Die Wirtschaftskammer sagt alle Veranstaltungen ab, die sie für das laufende Jahr geplant hat. Sie will sich voll auf die Unterstützung ihrer Mitglieder in der Coronakrise konzentrieren. Alle Wirtschaftskammer-Anlässe für 2020 abgesagt Die Wirtschaftskammer Baselland hat beschlossen, ausnahmslos alle Anlässe im Jahr 2020 abzusagen. Das hat zwei Gründe: Der Fokus soll dieses Jahr voll und ganz auf der Unterstützung der Mitglieder und der KMU-Wirtschaft liegen. Zudem ist die Planungssicherheit für Anlässe nicht vorhanden. Rangfeier und Tag der Wirtschaft Das betrifft unter anderem die Lehrabschluss-Rangfeier vom 3. Juli, den KMU-Networking-Grill vom 26. August und den Tag der Wirtschaft vom 26. November. Dieses Jahr ebenfalls nicht stattfinden werden diverse kleinere Anlässe wie der KMU-Business-Treff oder der Arbeitgeber- Zmorge. SIC-Preisverleihung noch offen Offen ist derzeit, in welcher Form die Preisverleihung für die Swiss Innovation Challenge (SIC) stattfinden kann. Dieser Anlass hat bislang im Rahmen des Tag der Wirtschaft stattgefunden. Direktor Christoph Buser sagt: «Es tut mir sehr leid, diese Anlässe absagen zu müssen. Aufgrund der Coronakrise wollen und müssen wir die Energien bündeln und unsere Prioritäten voll und ganz auf die Unterstützung unserer Mitglieder ausrichten. Das ist unser Grundauftrag und diesem möchten wir uns 2020 mit all unseren Ressourcen widmen. Ich bin sicher, dass alle für diesen Entscheid Verständnis haben.» Anlässe erst wieder 2021 Die Wirtschaftskammer plant erst wieder Anlässe im 2021. Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser: «Ich hoffe, dass wir das neue Jahr mit unserem Neujahrs-Apéro beginnen können.» Dieser Traditionsanlass ist für Donnerstag, den 7. Januar geplant. Patrick Herr Diese Zeitung ist am 29. April, 12 Uhr, in Druck gegangen. Einige Informationen sind eventuell bereits von der Aktualität überholt. Die Wirtschaftskammer Baselland informiert laufend auf ihren Websites und auf Facebook. Website: coronavirus.kmu.org Facebook: wirtschaftskammer.bl

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