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Standpunkt 500, 3. April 2020

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Eine Publikation der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 500, 3. April

SCHWEIZERISCHE 3. April 2020 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 500 – 23. Jahrgang AZA 4410 Liestal DIE MEINUNG «s Baselbiet schaffts» CORONAVIRUS – Der Bundesrat und der Baselbieter Regierungsrat haben rasch auf die Nöte der KMU in der Coronakrise reagiert. Weitere Hilfe bietet die Wirtschaftskammer mit der Plattform «s Baselbiet schaffts». Den KMU durch die Krise helfen Von Andreas Schneider, Präsident Wirtschaftskammer Baselland. Das Coronavirus bedroht nicht nur die Gesundheit der Menschen, auch die KMU haben unter der Situation schwer zu leiden. An erster Stelle all die Hotels, Restaurants, Coiffeurgeschäfte, Blumen läden und anderen Betriebe, die ihre Türen vorübergehend schliessen mussten. Von einem Tag auf den anderen ist ihnen der gesamte Umsatz weggebrochen. Diese Gewerbetreibenden haben viel Herzblut in ihre Betriebe investiert. Jetzt müssen sie fast tatenlos zusehen, wie ihre jahre lange Aufbauarbeit droht, zunichtegemacht zu werden. Es leiden aber auch jene Betriebe, die noch arbeiten dürfen. Damit sich die Mitarbeitenden nicht anstecken, teilen sie diese in Teams ein und lassen sie in Schichten arbeiten. Zunehmend macht ihnen der Unterbruch von Lieferketten zu schaffen, da das für die Produktion nötige Material ausbleibt. Wie mir viele KMU- Betreiber erzählt haben, gehen zudem kaum mehr Bestellungen ein: eine Erfahrung, die auch ich als Unternehmer selber machen muss. Trotzdem haben mir aber auch viele gesagt, dass sie froh seien, in der Schweiz leben und geschäften zu können. Die Institutionen funktionierten. Eine Tatsache, die wir in guten Zeiten allzu leicht vergessen. Ein Dank gebührt dem Bundesrat und der Baselbieter Regierung, die rasch und besonnen reagieren. Auch die sonst gerne kritisierte Armee leistet ihren Beitrag. Ein Dank gebührt ausserdem den Verkäuferinnen in den Lebensmittelläden, den Ärzten und dem Pflegepersonal in den Spitälern, den Chauffeuren der Lieferdienste, den Handwerkern, die weiter auf den Baustellen arbeiten, und allen anderen, die unsere Schweiz am Laufen halten. Positiv zu vermerken ist auch die Solidarität in der Bevölkerung. 16 Tage. Solange ist die Schweiz bereits in einer «ausserordentlichen Lage», wie es gemäss dem Epidemiegesetz offiziell heisst. Seit 16 Tagen ist die Schweiz auch weitgehend geschlossen, im Homeoffice und zunehmend in Kurzarbeit, um die gängig sten Stichworte aufzunehmen. Der Bundesrat und auch die Regierung des Kantons Basel-Landschaft haben rasch reagiert. Innert kürzester Zeit hat der Bund ein Paket präsentiert und bei Erscheinen dieser Zeitung hat auch der Kanton seine Soforthilfe parat. Es ist der Politik hoch anzurechnen, dass sie pragmatische Ansätze gefunden hat, um der Wirtschaft zu helfen, immer zum Dialog bereit ist und in Rekordzeit geliefert hat. Bundesrat Ueli Maurer hat die Problem lösung des Bundes in der für ihn typischen Art als «typisch Schweiz» bezeichnet. Es muss nachgebessert werden Dass die vorgestellten Lösungen noch Ecken und Kanten haben und dass es bei den Abläufen auch mal rumpelt, ist unvermeidlich. Ebenso typisch ist, dass man nachbessern und feinjustieren muss, wenn es in Krisensituationen schnell gehen muss. Bei der Hilfe des Bundes sollte das nun getan werden. Festzustellen sind derzeit folgende Punkte, die nachgebessert werden müssen. – Einzelunternehmen erhalten eine Entschädigung aus der EO im Umfang eines Tagsatzes von 196 Franken à 30 Tagen, das heisst total 5880 Franken. lnhaber von Kapitalgesellschaften erhalten eine Entschädigung von 3320 Franken im Monat. Das ist eine Ungleichbehandlung. Die Entschädigung muss unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens erfolgen. – Die Entschädigungslösung soll nicht nur für Unternehmen gelten, die vom Bund geschlossen wurden, sondern für alle Betroffenen entlang der Wertschöpfungskette. Also auch für den Gemüsehändler, der das Restaurant nicht beliefern kann, weil dieses geschlossen ist. – In gewissen Läden werden nach wie vor Sortimente angeboten, die nicht notwendig sind. Diese Rechtsverletzungen sind eine Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der KMU. Die korrekte Umsetzung der Verordnung ist durchzusetzen. – Das Arbeitsrecht soll temporär gelockert werden, um die BAG­ Vorschriften einhalten zu können. Beispielsweise um einen Dreischichtbetrieb zu ermöglichen. All diese Punkte sind adressiert und mit dem Etikett «bitte rasch entscheiden» versehen. Grosse Hilfsbereitschaft Schaut man sich dieser Tage um, stellt man fest: Die Hilfsbereitschaft ist gross, die Menschen rücken zusammen, man geht ungewöhnliche Wege. Auch das ist «typisch Schweiz»: miteinander und füreinander. Mit diesem Motto hat die Wirtschaftskammer «s Baselbiet schaffts» initiiert, eine Spenden- und Unterstützungs­ plattform für die Baselbieter KMU- Wirtschaft. Unter diesem Dach sollen alle Anstrengungen gebündelt werden, die dazu beitragen, den lokalen KMU durch die Coronakrise zu helfen. Ein erster Schritt war die Lancierung der Hotline und der Finanzberatung. Beides wird rege genutzt und ist eine grosse Hilfe für KMU, die Fragen haben und sich beraten lassen möchten. Bei Redaktionsschluss steht die grosse Spendenaktion für KMU in den Startlöchern. Mehr dazu auf Seite 3 dieser Zeitung und immer aktuell auch im Web auf www.bl-schaffts.ch. Patrick Herr Seite 3 Der Artikel wurde bei Redaktionsschluss am 1. April geschrieben. Danken möchte ich auch den lokalen Gewerbevereinen, den Berufsverbänden und dem Personal der Wirtschaftskammer. Sie waren und sind erste Anlaufstelle für manchen von Corona­ Sorgen geplagten KMUler. All dies stimmt mich in dieser heraus fordernden Zeit zuversichtlich, und ich bin überzeugt: «s Baselbiet schaffts.» CORONA-WEBSITE – Die Wirtschaftskammer Baselland hat eine Website zum Thema Coronavirus aufgeschaltet. KMU bleiben so in Sachen Coronavirus und Hilfsmassnahmen auf dem neuesten Stand. Die Wirtschaftskammer informiert laufend online HEUTE IM STANDPUNKT 2 | INTERVIEW Der Wirtschaftskammer direktor zur Coronakrise. 5 | LERNENDE Darauf müssen Lehrbetriebe achten. 7 | KMU So ergeht es Baselbieter KMU in Zeiten des Coronavirus. Die nächste Ausgabe des Standpunkts der Wirtschaft erscheint erst am kommenden 1. Mai. In der Zwischenzeit hält die Wirtschaftskammer Baselland ihre Mitglieder online und mit einem Newsletter ständig auf dem Laufenden. Lage ändert sich von Tag zu Tag In Zeiten des Coronavirus kann sich die Lage von Tag zu Tag ändern. Dies gilt auch für die Hilfsmassnahmen, die der Bund und der Kanton Basel- Landschaft zur Unterstützung der notleidenden KMU ergriffen haben. Auch der Inhalt dieses Standpunkts, der am vergangenen 1. April gedruckt wurde, könnte bereits von der Aktualität überholt worden sein (siehe Kasten rechts). Grosses Informationsbedürfnis Um dem grossen Informationsbedürfnis zu entsprechen, hat die Wirtschaftskammer Baselland eine Website aufgeschaltet. Unter der Adresse coronavirus.kmu.org können sich die Mitglieder über die neuesten Entwicklungen informieren. Die Website informiert über die Themen Finanzhilfe, Berufsbildung, Grenzgänger und Kurzarbeit. Sollten sich die Bestimmungen ändern, so werden die entsprechenden Anga­ ben auf der Website umgehend aktualisiert. Für den Newsletter anmelden Die Nutzer können sich auf der Website auch für den Corona-Newsletter der Wirtschaftskammer Baselland anmelden. Sie werden so via E-Mail über die neuesten Entwicklungen informiert. Im Downloadbereich können die Merkblätter zur Kurzarbeitsentschädigung und das Formular «Voranmeldung zur Kurzarbeit» heruntergeladen werden. Die Corona-Website wird so für KMU zum One-Stop-Shop in Sachen Coronavirus. Reto Anklin Diese Zeitung ist am 1. April, 12 Uhr, in Druck gegangen. Einige Informationen sind eventuell bereits von der Aktualität überholt. Die Wirtschaftskammer Baselland informiert laufend auf ihren Websites und auf Facebook. Websites: kmu.org coronavirus.kmu.org Facebook: wirtschaftskammer.bl

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