Aufrufe
vor 1 Jahr

Standpunkt 477, 08.02.2019

Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

8 |

8 | Standpunkt der Wirtschaft BERUFSBILDUNG 8. Februar 2019 «FIT IN DIE LEHRE» – Wie bewirbt man sich erfolgreich? Welche Anforderungen haben Ausbildungsbetriebe an künftige Lernende? Und welche Karrieremöglichkeiten stehen offen? Antworten auf solche Fragen gab Urs Berger Schülerinnen und Schülern in Therwil. «Sie können unter 220 Berufen wählen» «Seid selbstkritisch und fragt euch: Was soll ich? Was kann ich? Was will ich?» Urs Bergers Ausführungen vor Schülerinnen und Schülern in Therwil stossen auf grosses Interesse. Bild: ps «Erklären Sie den Schülern, was es braucht, um fit für eine Lehre zu sein», antwortete ein Lehrer auf die Frage nach besonderen Wünschen für seine Klassen – eine Bitte, die ihm Urs Berger, stellvertretender Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, an diesem Morgen des 23. Januar 2019 erfüllte. Denn der Leiter Berufsund Weiterbildung der Wirtschaftskammer besuchte im Rahmen des Projekts «Fit in die Lehre» die Sekundarschule Känelmatt II in Therwil. Dabei brachte Urs Berger den Schülerinnen und Schülern aus den Leistungszügen A, E und P näher, was der Schritt von der Schule in die Wirtschaft bedeutet, welches die Anforderungen sind und auch, wie man sich heutzutage bewirbt. Viele Anwesende waren sich über diese Punkte gar nicht im Klaren. Klare Regeln Das Programm des Bildungsexperten war wie immer abwechslungsreich. Es kam teilweise ernst, teilweise spielerisch daher. Statt ausschliesslich von vorne zu berichten, legte Urs Berger grossen Wert auf die Interaktion mit den Anwesenden. Zu Beginn definierte Urs Berger die Regeln: «Nicht schwatzen, das ist respektlos gegenüber den Referierenden und den Zuhörenden, die profitieren möchten.» Auch lachen, wenn jemand spreche, sei unhöflich. «Niemand hat das gerne», so Berger. Die Sek-Schülerinnen und -Schüler waren augenblicklich aufmerksam. «Was ich selber nicht mag, das mute ich auch anderen nicht zu», sagte ein Schüler. «Erst prüfen, dann entscheiden» Locker wurde die Stimmung, als die Schülerinnen und Schüler gefragt wurden, wie sie sich beim Einkauf verhalten. «Wenn ich etwas brauche, gehe ich in die Stadt und kaufe es einfach», sagte ein Schüler. «Ich gehe mit meinen Freundinnen in verschiedene Geschäfte und schaue mir viele Kleidungsstücke an, ein paar ziehe ich sogar an, und vielleicht kaufe ich etwas», lautete eine weitere Antwort. Genauso sollte man sich auch bei der Berufswahl verhalten, sagte Urs Berger: «Erst prüfen, dann entscheiden – genau wie beim Einkaufen.» Der Vergleich zwischen Berufswahl und Einkauf vermochte die Schülerinnen und Schüler sichtlich zu überzeugen. Verschiedene Optionen testen Und noch eine Parallele zwischen dem Einkauf und der Berufswahl leuchtet den Anwesenden ein: So wie es nicht nur eine Sorte Jeans gibt, existiert auch nicht nur eine Sorte Jobs: «Sie können in der Nordwestschweiz 220 unterschiedliche Berufe erlernen», so Berger. Es sei von grosser Bedeutung, sich nicht zu schnell festzulegen und sich damit Chancen zu verbauen. «Machen Sie es wie beim Einkaufen, testen Sie verschiedene Optionen.» Verantwortung übernehmen Besonders aufmerksam hörten die Schülerinnen und Schüler zu, als Urs Berger zum Thema Verantwortung sprach. Während in der Schule die Lehrer Aufgaben verteilen und schauen, dass die Schüler die Fristen ein- halten, sei man danach auf sich gestellt. «Übernehmt Eigenverantwortung, schafft euch damit eine gute Ausgangslage», so Berger. «Seid auch selbstkritisch und fragt euch: Was soll ich? Was kann ich? Was will ich?» Erster Eindruck entscheidet Wichtige Tipps gab es auch zum Thema Bewerbung. «Der erste Eindruck ist entscheidend», sagte Berger. «FIT IN DIE LEHRE» – DARUM GEHT ES Die schriftliche Bewerbung müsse sorgfältig und fehlerfrei erstellt sein. Beim Vorstellungsgespräch sei sauberes und korrektes Auftreten wichtig. «Trainerhosen, kaputte oder dreckige Kleider sind absolut tabu.» Notizmaterial und vorbereitete Fragen gehören laut Berger genauso dazu, wie das Nachhaken eine bis zwei Wochen nach dem Vorstellungsgespräch. Pawell Straub «Fit in die Lehre» ist ein Projekt der Wirtschaftskammer Baselland. Dabei werden Schulklassen, Berufswahlwochen oder Elternabende besucht. Vor Ort ist jeweils ein Expertenteam aus der KMU -Wirtschaft, meist begleitet von einer lernenden Person. Ein Schulbesuch dauert eine bis vier Stunden und ist für Schul klassen des Kantons Baselland kostenlos. Die Teilnehmenden erhalten so direkt aus der Praxis Tipps zur Berufswahl, zum Bewerben und zu den Anforderungen der Wirtschaft. Das Programm wird jeweils individuell den Bedürfnissen der Klassen angepasst und bietet folgende Schwerpunkte an: Informationen zum Bildungs system der Schweiz und dessen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Unterstützung bei der Berufswahl, Orientierung über die Anforderungen der Wirtschaft, Tipps zum Bewerbungsverfahren sowie Erklärungen zum Lehrvertrag. www.fitindielehre.org ANZEIGE

8. Februar 2019 TAG DER WIRTSCHAFT Standpunkt der Wirtschaft | 9 VORBEREITUNGSARBEITEN – Die Vorbereitungen für den Tag der Wirtschaft 2019 laufen bereits auf Hochtouren. Der Event findet am kommenden 21. November wiederum in der St. Jakobshalle in Münchenstein statt. Hauptredner ist Bundesrat Guy Parmelin. Der neue Wirtschaftsminister kommt Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung. Bild: zVg Rund 800 Gäste geniessen am letztjährigen Tag der Wirtschaft im Anschluss an den Kongress das Menü von Sternekoch Flavio Fermi von der «Osteria TRE» des Bad Bubendorf Hotels. Für den Tag der Wirtschaft 2019 können die begehrten Firmentische für das Networking-Dinner ab sofort reserviert werden. Bild: Archiv/Pluess Im Haus der Wirtschaft in Liestal laufen die Vorbereitungen für den Tag der Wirtschaft 2019 bereits an. Die Fixpunkte der Veranstaltung stehen denn auch schon fest. Der von der Wirtschaftskammer Baselland organisierte Tag der Wirtschaft – er ist das bedeutendste Wirtschaftstreffen und der unbestrittene Höhepunkt des Polit-, Wirtschafts- und Verwaltungsjahrs in der Region Nordwestschweiz – findet dieses Jahr am 21. November statt. Veranstaltungsort wird wiederum die St. Jakobshalle in Münchenstein sein. Vom Militär zur Wirtschaft Als Hauptredner am Tag der Wirtschaft 2019 konnte Bundesrat Guy Parmelin gewonnen werden, der Anfang des laufenden Jahres vom Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) ins Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) gewechselt hat. Guy Parmelin hat die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider- Ammann angetreten, der auf Ende 2018 von seinem Amt zurückgetreten war. Johann Schneider-Ammann war 2015 seinerseits Gastredner am Tag der Wirtschaft. Kulinarischer Höhepunkt Kulinarischer Höhepunkt wird wiederum das Networking-Dinner sein, das im Anschluss an den Kongress stattfindet. Wie im vergangenen Jahr werden rund 800 Gäste ein mehrgängiges Menü des Sternekochs Flavio Fermi von der «Osteria TRE» des Bad Bubendorf Hotels geniessen. Flavio Fermi wird für die Gäste des Networking-Dinners ein Menü gestalten, das zu einem optischen und geschmacklichen Erlebnis wird. Das Networking-Dinner bietet den Gästen einen unvergesslichen Rahmen, um ihr Netzwerk in der Wirtschaft und in der Politik noch enger zu knüpfen. Rainer Maria Salzgeber moderiert Moderiert wird der Tag der Wirtschaft 2019 in der St. Jakobshalle in FIRMENTISCHE AM NETWORKING-DINNER: JETZT BUCHEN! Der Tag der Wirtschaft bietet den Gästen reichlich Raum, um alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen – unter anderem am exklusiven Networking-Dinner. Ab sofort können die begehrten Firmentische reserviert werden. Der Tag der Wirtschaft ist nicht nur in der Region die wichtigste Begegnungsplattform für Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Bildung und Gesellschaft, sondern hat auch eine starke nationale Ausstrahlung, was sich an der zunehmenden Zahl der wichtigen Entscheidungsträger an der Veranstaltung zeigt. Im Anschluss an den offiziellen Programmteil findet das exklusive Networking-Dinner statt. Sternekoch Münchenstein wie bereits in den vergangenen Jahren von Rainer Maria Salzgeber. Salzgeber ist bekannt aus den Sportsendungen des Schweizer Fernsehens und hat bereits sechs Mal durch den Tag der Wirtschaft geführt. Reto Anklin Flavio Fermi von der «Osteria TRE» des Bad Bubendorf Hotels kreiert erneut ein Menü der Spitzenklasse, das optisch und geschmacklich alle Sinne anspricht. Interessenten für einen Firmentisch wenden sich an: Alexandra Mächler E-Mail: a.maechler@kmu.org, Telefon: 061 927 65 58 KMU-NACHRICHTEN – Zum vierten Mal veröffentlichen Baumann & Cie, Banquiers das Jahresergebnis. Die Teilhaber Matthias Preiswerk und Daniel Rüedi konnten über ein sehr anspruchsvolles Jahr 2018 mit einem erfreulichen Ergebnis berichten. Baumann & Cie mit bestem Ergebnis in fast 100-jähriger Geschichte Nicht nur die Finanzmärkte und das Anlageumfeld verlangten 2018 von den 59 Mitarbeitenden der Privatbank Baumann & Cie, Banquiers volle Aufmerksamkeit, auch die konsequente Umsetzung der Strategie «Baumann 2020» habe das Team beschäftigt und vollen Einsatz erfordert, heisst es in einer Medienmitteilung der Bank mit Hauptsitz in Basel und Niederlassungen in Zürich und Olten. Der Einsatz hat sich gelohnt und zeigt sich vor allem im operativen Ergebnis der Bank, das im Geschäftsjahr 2018 um über 40 Prozent gesteigert werden konnte. «Es ist das beste Ergebnis in der fast hundertjährigen Geschichte der Bank», schreibt Baumann & Cie weiter. Das operative Ergebnis macht rund 50 Prozent des Gesamtergebnisses aus. Das Gesamtergebnis von Baumann & Cie belief sich auf 15,4 Millionen Schweizer Franken, was gegenüber dem Vorjahr eine Verringerung von 12 Prozent darstellt. Ein Grund dafür sind gemäss Medienmitteilung einzelne von der Bank gehaltene Beteiligungen, welche sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt haben. Die Cost-lncome-Ratio konnte auf dem Niveau des Vorjahrs bei 51 Prozent gehalten werden. «Dies ist ein erfreuliches Ergebnis und stellt für eine Privatbank in dieser Grössenordnung einen sehr guten Wert dar», schreibt die Bank. Direkt beeinflusst wurde die Cost-lncome-Ratio durch den auf allen Ebenen durchgeführten personellen Umbau innerhalb der Bank sowie der Automatisierung. Das Eigenkapital der Bank liegt bei 126 Millionen Schweizer Franken. Die von der FINMA geforderte Zielgrösse bei der Kernkapitalquote von 10,5 Prozent wird von Baumann & Cie mit über 20 Prozent nach wie vor deutlich übertroffen. Die Quote für kurzfristige Liquidität LCR liegt bei Baumann & Cie bei 580 Prozent und liegt somit deutlich über der geforderten Zielgrösse von 100 Prozent. Eine echte Privatbank Baumann & Cie ist eine der letzten als Personengesellschaft organisierte Bank und somit eine echte Privatbank. Die Bank ist vorwiegend in der Schweiz in der persönlichen und individuellen Begleitung von Kundinnen und Kunden in allen Finanzfragen tätig und komplett unabhängig. Die Kapitalgebenden Teilhaber und die Kommanditärin haben im vergangenen Jahr auch auf der Ebene des Gesellschaftsvertrags die Beibehaltung dieses Geschäftsmodells sichergestellt und für die Zukunft neu geregelt. Dadurch sei auch das Eigenkapital der Bank für die nächste Generation gesichert, schreibt die Bank. Reto Anklin Der operative Teilhaber Matthias C.E. Preiswerk – er ist seit 2002 Komplementär bei Baumann & Cie, Banquiers – blickt auf ein vor allem beim operativen Ergebnis erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Bild: zVg

Standpunkt der Wirtschaft

Standpunkt 508, 18. September 2020
Standpunkt 507, 4. September 2020
Standpunkt 506, 14. August 2020
Standpunkt 505, 3. Juli 2020
Standpunkt 504, 19. Juni 2020
Standpunkt 503, 5. Juni 2020
Standpunkt 502, 15. Mai 2020
Standpunkt 501, 1. Mai 2020
Standpunkt 500, 3. April 2020
Standpunkt 499, 20.03.2020
Standpunkt 498, 06.03.2020
Standpunkt 489, 20.09.2019
Standpunkt 488, 06.09.2019
Standpunkt 487, 09.08.2019
Standpunkt 486, 05.07.2019
Standpunkt 485, 21.06.2019
Standpunkt 484, 07.06.2019
Standpunkt 483, 17.05.2019
Standpunkt 482, 03.05.2019
Standpunkt 481, 05.04.2019
Standpunkt 480, 22.03.2019
Standpunkt 479, 08.03.2019
Standpunkt 478, 22.02.2019
Standpunkt 477, 08.02.2019
Standpunkt 476, 25.1.2019
Standpunkt 475, 14.12.2018
Standpunkt 474, 23.11.2018
Standpunkt 473, 09.11.2018
Standpunkt 472, 19.10.2018
Standpunkt 471, 5.10.2018
Standpunkt 470, 21.9.2018
Standpunkt 469, 7.9.2018
Standpunkt 468, 10.8.2018
Standpunkt 467, 6.7.2018
Standpunkt 466, 15.6.2018
Standpunkt 465, 1.6.2018
Standpunkt 464, 18.5.2018
Standpunkt 463, 4.5.2018
Standpunkt 462, 6.4.2018
Standpunkt 461, 23.3.2018
Standpunkt 460, 9.3.2018
Standpunkt 459, 23.2.2018
Standpunkt 458, 9.2.2018
Standpunkt 457, 9.1.2018
Standpunkt 456, 15.12. 2017
Standpunkt 455, 24.11.2017
Standpunkt 454, 10.11.2017
Standpunkt 453, 20.10.2017
Standpunkt 452, 6.10. 2017
Standpunkt 451, 22.9.2017
Standpunkt 450, 8.9.2017
Standpunkt 449, 11.8.2017
Standpunkt 448, 7.7.2017
Standpunkt 447, 16.6.2017
Standpunkt 446, 2.6. 2017
Standpunkt 445, 19.5.2017
Standpunkt 444, 5.5.2017
Standpunkt 443, 7.4.2017
Standpunkt 442, 24.3.2017
Standpunkt 441, 10.3.2017
Standpunkt 440, 24.2.2017
Stanpunkt 439, 10.2.2017
Standpunkt 438, 20.1.2017

standpunkt – das magazin

Innovation

Innovation 2018
Innovation 2017
Innovation 2016
Innovation 2015

Baselbieter Energiepaket

Energiepaket 2017
Energiepaket 2016
Energiepaket 2015
Energiepaket 2014
Energiepaket 2013
Energiepaket 2012
Energiepaket 2011