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Standpunkt 474, 23.11.2018

Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 474,

SCHWEIZERISCHE 23. November 2018 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 474 – 21. Jahrgang AZA 4410 Liestal DIE MEINUNG Vielen Dank, Bundesrat Ignazio Cassis TAG DER WIRTSCHAFT – Bundesrat Ignazio Cassis, Hauptredner am gestrigen Tag der Wirtschaft in der St. Jakobshalle in Münchenstein, ruft die Schweiz dazu auf, sich auf die eigenen Stärken zu verlassen. Megatrends – eine Chance für unser Land Von Christoph Buser, Landrat, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Megatrends betreffen alle Unternehmen, ob gross oder klein, ob regionales KMU oder multinationaler Player. Nur wer die entscheidenden Megatrends beachtet und auch in seinem Betrieb darauf setzt, wird langfristig erfolgreich sein. So lautet mein Fazit des diesjährigen Tags der Wirtschaft. Auch für Bundesrat Ignazio Cassis sind Megatrends ein zentrales Thema. Dies hat der Schweizer Aussenminister und Hauptreferent am gestrigen Tag der Wirtschaft unmissverständlich klargemacht. Statt nur auf die Risiken hinzuweisen, hat er die rund 3300 anwesenden Gäste ermutigt. Megatrends bergen auch Chancen, sagte der Bundesrat. Diese Tatsache erachte ich als ein ermutigendes Signal. Es zeigt, dass die Zeichen der Zeit nicht nur bei den Unternehmen angekommen sind, sondern auch von den relevanten Persönlichkeiten in Bundesbern erkannt werden. Energie, Wasser, Umwelt, Demographie, die Explosion des Wissens, Urbanisierung, Konnektivität, Individualisierung, aber auch Globalisierung, Gesundheit, Mobilität, Sicherheit für alle: Es sind solche Megatrends, welche die Zukunft und damit den Erfolg unserer Unternehmen bestimmen. Auch wie Unternehmen diese Trends konkret implementieren, wurde am Tag der Wirtschaft eindrücklich aufgezeigt. Vieles hat mit Digitalisierung zu tun, dem Thema am Tag der Wirtschaft 2017, aber auch mit Internationalisierung, dem Tagungsthema 2016. Das Öffnen des Themenfächers auf die Megatrends im Allgemeinen hat nun 2018 die Perspektiven für die KMU nochmals erweitert. Ich bin froh, dass sich Bundesrat Ignazio Cassis als Mitglied der Landesregierung diesem für unsere KMU so wichtigen Thema widmet. Vielen Dank, Herr Bundesrat. Das Tagungsthema im kommenden Jahr wird wiederum relevant und dürfte die Perspektiven für unsere KMU nochmals erweitern. Mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Nur so viel: Der nächste Tag der Wirtschaft findet am 21. November 2019 statt. Nachdem mit Bundesrat Ignazio Cassis dieses Jahr ein Tessiner Vertreter der Landesregierung das Hauptreferat hielt, freuen wir uns darauf, im kommenden Jahr einen Vertreter aus der Romandie begrüssen zu dürfen: Bundesrat Guy Parmelin. Der Tag der Wirtschaft – er gewinnt jedes Jahr an nationaler Ausstrahlung. HEUTE IM STANDPUNKT 4 | SALINA RAURICA Landrat streicht Modal-Split-Anteil aus dem Richtplan. 5 | STEUERVORLAGE 17 Vorlage des Regierungsrats überzeugt die Wirtschaftskammer nicht ganz. Liebe Leserinnen und Leser Volle Ränge in der St. Jakobshalle in Münchenstein: Der Tag der Wirtschaft war ein eindrückliches Beispiel für die Stärke unseres Landes, Themen, die uns alle betreffen, gemeinsam zu diskutieren. «Megatrends» standen im Zentrum des Anlasses – Entwicklungen also, mit denen sich die Menschen (nicht nur) in der Schweiz in den nächsten Jahren auseinandersetzen müssen. Ein wichtiges Thema, das die Wirtschaftskammer Baselland in den Fokus gerückt hat! Von der demografischen Entwicklung über die Digitalisierung, von Fragen der Energienutzung über die Ressourcen schonende Verwendung von Wasser bis zum Recycling: Megatrends wirken sich in allen Lebensbereichen aus. Und sie werfen Fragen auf: Wie müssen wir unser Gesundheits system anpassen, wenn die Menschen in unserer Gesellschaft immer älter werden? Welche neuen Berufsprofile entstehen mit der Digitalisierung – und was passiert mit bestehenden Arbeitsplätzen, wenn die Arbeit digital verrichtet wird? Solche Fragen stellen sich nicht nur in der Schweiz, sondern in vielen Ländern dieser Welt. Das macht den Trend zum Megatrend. Und die Menschheit und die Staatengemeinschaft sind mit Herausforderungen konfrontiert. Der Klimawandel sei als Beispiel für Themen genannt, die Bundesrat Ignazio Cassis. von den Staaten gemeinsam angegangen werden müssen. Die Entwicklung von Lösungs ansätzen wird allerdings erschwert – durch einen neuerlichen Megatrend: Bild: ©EDA/Beat Mumenthaler Die bipolare Weltordnung, die lange Jahrzehnte vom Gegensatz der USA und der Sowjetunion geprägt war, wandelt sich immer mehr zu einem multipolaren System mit mehreren starken Akteuren. VERKEHRSPOLITIK – «Ein Ausbau der Strassenverkehrsinfrastruktur nützt auch dem ÖV», sagt Jürg Röthlisberger, Chef des Bundesamts für Strassen im Interview. «Infrastruktur ist effizienter zu nutzen» «Verstopfen die Autobahnen, so migriert der Individualverkehr sehr rasch und unkontrolliert auf das untergeordnete Strassennetz. Das kann weder ökonomisch noch ökologisch noch vom Sicherheitsgedanken her sinnvoll sein», sagt Jürg Röthlisberger, Chef des Bundesamts für Strassen (ASTRA), im Interview mit dem Standpunkt. Es nütze nichts, wenn die Autobahnen ausgebaut werden, und dann der Verkehr auf den Zubringerstrassen nur schlecht zu- bzw. abfliessen könne. Der ASTRA-Chef plädiert dafür, ÖV und motorisierten Individualverkehr nicht gegeneinander auszuspielen. Die Grenzen würden durchlässiger: «Ist ein selbstfahrender Bus, der mich zu Hause abholt und ins Büro fährt, noch ÖV?», fragt Röthlisberger. Rückstand aufholen Bezüglich Ausbaustand redet Röthlis berger Klartext. Die Verkehrsplanung sei zu spät dran: «Bevölkerung und Verkehr wachsen schneller, als die Ausbaumassnahmen realisiert werden können.» Zudem sei in der Entwicklung der nationalen Strasseninfrastruktur ein gewisser Rückstand aufzuholen. Diese sei während Jahrzehnten eher zu vorsichtig weiterentwickelt worden. Der Bund rech­ net bis 2040 mit einer Zunahme beim motorisierten Individualverkehr um über 18 Prozent. Auch Langsamverkehr und öV werden laut Röthlisberger zunehmen. Darum müsse die bestehende Verkehrsinfrastruktur effizienter genutzt werden. Als Beispiele nennt er Massnahmen, welche Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser verschiedentlich gefordert hatte, etwa im Rahmen des 5-Punkte-Plans gegen den Verkehrskollaps: die Pannenstreifenumnutzung und die Verkehrsmanagement-Massnahmen. Daniel Schindler Seiten 2-3 Was bedeutet das für die multilaterale Zusammenarbeit? Was heisst das auch für die Schweiz? Megatrends werfen Fragen auf. Sie stellen Selbstverständlichkeiten in Frage. Das kann zu Unsicherheit führen, ja sogar zu Ängsten davor, was die Zukunft bringt. Wir müssen solche Befürchtungen ernst nehmen – auch als Anregung, um Ansätze für dauerhafte Lösungen zu entwickeln. Denn Megatrends sind immer auch eine Chance: Wir sollten als Gesellschaft die Fragen aufnehmen, den jeweiligen Sachverhalt klären und gemeinsam entscheiden, wie wir weitergehen. In der Schweiz haben wir die besten Voraussetzungen dafür, weil wir es gewohnt sind, breit zu diskutieren, die verschiedenen Meinungen anzuhören und mit den Impulsen und Fähigkeiten der Menschen in unserem Land den Weg zu definieren, den wir zusammen weitergehen. Dafür braucht es solche Anlässe wie den Tag der Wirtschaft. Dass er in der Halle stattgefunden hat, in der kurz zuvor Roger Federer seinen 9. Titel an den Swiss Indoors gewonnen hat, mag ein Zufall sein. Aber doch auch ein Ansporn, sich wie der Baselbieter Tennisspieler auf die eigenen Stärken zu verlassen, um Schritt für Schritt auf die Ziele hinzuarbeiten, die wir alle vor Augen haben: Die Zukunft unseres Landes – und das Wohl unserer Bevölkerung. Ignazio Cassis Bundesrat ANZEIGE

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