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Standpunkt 472, 19.10.2018

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Standpunkt der Wirtschaft – Offizielles Informationsorgan der Wirtschaftskammer Baselland

Standpunkt 472,

SCHWEIZERISCHE 19. Oktober 2018 Die Zeitung für KMU | Regionalbund | Standpunkt-Ausgabe Nr. 472 – 21. Jahrgang AZA 4410 Liestal DIE MEINUNG Die Verkehrspolitik dreht sich im Kreis VERKEHRSPOLITIK – Nachdem die Task Force Anti-Stau (TFAS) ihre Ideen für den Ausbau von «Park and Ride» sowie «Park and Pool» präsentierte, ist die Diskussion um entsprechende Standorte entbrannt – doch beide Modelle greifen noch zu kurz, sagt TFAS-Präsident und Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser. 5-Punkte-Plan aktueller denn je Von Christoph Buser, Landrat, Direktor Wirtschaftskammer Baselland. Mehr als fünf Jahre ist es her, seit im Haus der Wirtschaft am 20. September 2013 der sogenannte 5-Punkte-Plan gegen den Verkehrskollaps vorgestellt wurde. Als wichtige verkehrspolitische Leitpunkte wurden damals vor den Medien die Entflechtung des Transit- und des Regionalverkehrs, die Effizienzsteigerung des Verkehrsnetzes, verbunden mit einer Entlastung der A2-Anrainergemeinden sowie eine optimale Erschliessung der Baselbieter Wirtschaftsentwicklungsgebiete bezeichnet. Heute stehen wir an derselben Stelle wie damals. Die Verkehrsinfrastruktur ist nicht effizienter geworden, und der Transitverkehr ist alles andere als vom Regionalverkehr entflochten. Im Gegenteil: Mehr und mehr verlagern sich die Verkehrsströme zu Spitzenzeiten von den Hauptachsen (insbesondere den Autobahnen A2 und A18) auf das untergeordnete Strassennetz. Die Folgen: Nicht nur auf den Autobahnen stehen die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, darunter viele unserer KMU-Unternehmerinnen und Unternehmer sowie ihre Mitarbeitenden, Stunden um Stunden im Stau. Auch in den Agglomerations gemeinden bewegt sich oftmals kaum noch etwas. 6 Prozent mehr Staustunden im Baselbiet innert Jahresfrist: Neben neuen Mitfahrmodellen braucht es dringend einen Infrastrukturausbau. Bild: Archiv Eine übergeordnete Verkehrsplanung, welche die betroffenen Kantone (nebst dem Baselbiet insbesondere Basel-Stadt und Aargau) umfasst, fehlt. Die Wirtschaftskammer fordert diese schon seit Jahren. Eine saubere Entflechtung der Verkehrsströme ist inexistent. Und auf eine Ausweitung der Kapazitäten warten wir nach wie vor vergebens. Entlastende Massnahmen wie «Park and Ride» und «Park and Pool», wie sie die Baselbieter Task Force Anti-Stau jüngst ins Gespräch gebracht hat, könnten eine Entlastung bringen. Aber nur kurzfristig. Und nur in sehr eingeschränktem Umfang. Langfristig kommen wir nicht um Investitionen in den Kapazitätsausbau herum. Doch noch dreht sich die regionale Verkehrspolitik im Kreis. Wie schon seit Jahren. HEUTE IM STANDPUNKT 2 | GENDERTAG Am kommenden 8. November erhalten die Schülerinnen und Schüler im Baselbiet einen Einblick in die Arbeitswelt. 4–5 | GEBÄUDEPROGRAMM Das Baselbieter Energiepaket belegt in einem Bericht des Bundes einen Spitzenplatz. 9 | FINAL PITCH Das Finale der Swiss Innovation Challenge. Deutschland feiert. Die Nordwestschweiz steht im Stau. So geschehen nach dem «Tag der Deutschen Einheit» mit Lastwagenfahrverbot im Norden. Nachdem die deutschen LKW am 4. Oktober wieder fahren durften, staute sich der Verkehr auf den regionalen Hauptachsen auf zwölf Kilometern. Zu derartigen Engpässen kommt es immer häufiger, nicht nur, wenn die Deutschen ihren Nationalfeiertag begehen. Es reicht schon ein kleiner Zwischenfall und – wenn keine Ferien sind – der normale Berufsverkehr. Wenig verwunderlich hat die Anzahl Staustunden von 2016 bis 2017 im Baselbiet um 6 Prozent zugenommen. Ideen zur Entlastung gäbe es. Die Task Force Anti-Stau prüft die Förderung von Mitfahrgelegenheiten («Park and Ride» und «Park and Pool»), wie die von Wirtschafts- TAG DER WIRTSCHAFT – Für die BLKB ist die Unternehmensnachfolge gerade auch vor dem Hintergrund der sich wandelnden Demografie entscheidend. Frühzeitige Planung sichert Erfolg Einer der langfristigen Megatrends – der Tag der Wirtschaft 2018 steht unter diesem Thema – ist die sich verändernde Demografie: Die Menschen werden immer älter und sie bleiben länger gesund. Für die Unternehmensnachfolge bedeutet dies, dass diese frühzeitig und gut geplant aufgegleist werden muss. «Aus jedem Unternehmer wird ein Pensionär, welcher einen sorgenfreien Ruhestand geniessen sollte», schreibt Björn Cueni, Leiter Finanzund Vorsorgeplanung bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB), die auch 2018 die Hauptpartnerin des Tags der Wirtschaft ist. Für Cueni, der seit vielen Jahren Kundinnen und Kunden auf dem Weg in die Pensionierung und Unternehmer bei der Nachfolgeplanung begleitet, steht fest: Wichtig ist die finanzielle Absicherung. «Eine gesamtheitliche Betrachtung ermöglicht ein Zusammenspiel sämtlicher Interessen.» Dies betreffe das Unternehmen, die private Situation des alten und des neuen Firmeninhabers und die persönliche Vorsorge. Auch wenn sich eine erfolgreiche Nachfolgeregelung während bis zu zehn Jahren hinstrecken kann, sind laut Cueni immer drei Schritte notwendig: eine umfassende Analyse der Situation, die Beurteilung und das Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten und schliesslich die Kommunikation gegenüber Mitarbeitenden, Zulieferern und den Kunden. «Eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge ist sehr wichtig. Nicht nur für den Unternehmer selbst, denn es stehen bei jedem Unternehmen Arbeitsplätze und somit persönliche Schicksale auf dem Spiel», resumiert Björn Cueni. Daniel Schindler Seite 7 kammerdirektor Christoph Buser präsidierte Expertenkommission jüngst bekannt gab. Weitere Massnahmen hat die Wirtschaftskammer vor Jahren vorgeschlagen: Der 5-Punkte- Plan gegen den Verkehrskollaps ist aktueller denn je. Daniel Schindler Seite 3 ANZEIGE

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