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Energiepaket 2016

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Baselbieter Energiepaket, Zeitungsbeilage 2016 im handlichen Tabloidformat

16 Herbst

16 Herbst 2016 ENERGY CHALLENGE 2016 Action, Spass und viel Energiewissen Die ENERGY CHALLENGE 2016 hielt die Schweiz im letzten Halbjahr auf Trab: Die Aktion von EnergieSchweiz richtete sich mit einer Roadshow und viel prominenter Unterstützung an die Bevölkerung. Sie vermittelte auf spielerische Weise Energiewissen und sensibilisierte für die Themen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Das Resultat kann sich sehen lassen. Ziel der nationalen Aktion ENERGY CHALLENGE 2016 war es, der breiten Bevölkerung aufzuzeigen, welches Potenzial in der Ressource Energie steckt, und wie dieses aktiver genutzt werden kann. Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, setzte die Challenge auf Elemente wie eine Roadshow, Wett bewerbe und viel Prominenz: So unterstützten etwa Rapper Stress, Xherdan Shaqiri, Carolina Müller-Möhl, Bertrand Piccard und André Borschberg, Melanie Winiger und viele andere die Aktion aktiv. Initiant des Aktion war das 2001 vom Bundesrat gestartete Programm EnergieSchweiz. Mehr als 65 000 Besuchende Der Kick-off für die ENERGY CHALLENGE fand am 29. April 2016 im Hauptbahnhof Zürich statt. Danach tourte die Roadshow durch die acht Energiestädte Locarno, Luzern, Zürich, Aarau, Basel, Neuenburg, Montreux und Sitten, bevor sie am Wochenende vom 1. und 2. Oktober zum Schlussevent auf dem Bundesplatz in Bern Halt machte. Mehr als 65 000 Besucherinnen und Besucher fanden sich in diesen Städten im «Energie-Village» ein, schauten den Prominenten bei Wettkämpfen zu, sammelten auf Stromvelos fleissig Strom für das grösste energieneutrale Konzert der Schweiz in Bern und genossen stimmungsvolle Konzerte und DJ-Sets. Als zentrales Kommunikationselement setzte die ENERGY CHALLENGE 2016 auf eine App, die gratis auf Smart phones heruntergeladen werden konnte. Sie lieferte alle Infos zu den Events, vermittelte aber auf spielerische Art auch viel Energie wissen. Das eigene Energieprofil konnte mit jenen der prominenten Botschafterinnen und Botschafter verglichen werden. Und mit der Umsetzung der zahl reichen Alltagstipps konnten Nutzerinnen und Nutzer Energie «erspielen» und einer der teilnehmenden Städte spenden. Auf diese Weise nahmen sie gleichzeitig am Wettbewerb mit vielen attraktiven Preisen teil. Bereits an der Lancierung der ENERGY CHALLENGE 2016 in Bern lobte Bundes rätin Doris Leuthard die Ausrichtung auf die Vermittlung von Energiewissen und Energietipps: «Mit der jungen und frischen Sprache trifft die ENERGY CHALLENGE 2016 den Ton der Zeit. Sie vermittelt gute und alltagstaugliche Tipps auf moderne Art und Weise.» Über 53 000 Downloads Tatsächlich erwies sich der Mix von neuen Medien, Events und dem Einsatz von Prominenz als sehr erfolgreich, um die breite Bevölkerung zu erreichen: Über 53 000 Mal wurde die App der ENERGY CHAL- LENGE 2016 heruntergeladen. An den Roadshows erstrampelten die Freiwilligen auf den Stromrädern gemeinsam 69 Kilowattstunden und lieferten so den Strom für das Schlusskonzert von Stress und Manillio. Noch eindrücklicher ist die Gesamtsumme aller Committments in der App: Sie beträgt 20 Millionen Kilowattstunden. Die Teilnehmenden setzten hier insgesamt 60 000 Tipps um, auch das ein erstaunlicher Wert. Mit der Berichterstattung in den Medien erreichte die ENERGY CHALLENGE 2016 5,6 Millionen Menschen. Kein Wunder, zieht Projektleiter Raphael Zürcher ein positives Fazit: «Wir haben die gesteckten Ziele allesamt übertroffen. Dafür gebührt allen Teilnehmenden und Partnern Dank. Der grosse Einsatz fürs Thema Energieeffizienz hat sich gelohnt.»

Herbst 2016 17 Christoph Ecker an der Stelle, wo das sanierte Haus und der Anbau ineinander übergehen (unten); von vorne ist dem Haus die Totalsanierung kaum anzusehen (rechts); der Anbau an der Rückseite ist voll isoliert, die Fenster sind dreifach verglast (oben). Historie und Minergie unter einem Dach Architekt Christoph Ecker hat für seine sechsköpfige Familie ein Daheim wie aus zwei verschiedenen Zeiten geschaffen. Das ehemalige Bauernhaus gleich gegenüber dem Oltinger Wahrzeichen, dem «Grossen Haus», wurde zum Dorfkern hin in seiner Erscheinung nicht verändert. Die Strassenfassade mit ihrer Giebelwand zählt zur schützenswerten Bausubstanz. Die Rückseite, wo die alten Zwetschgenbäume stehen und Schafe weiden, ist zeitgenössisch gestaltet – ein Anbau, der viel Licht ins Innere fallen lässt. «Wir wollten schon immer ein altes Haus haben und dieses renovieren», sagt Ecker. Kompromiss wegen Kernzone Wegen des Ortsbilds war Christoph Ecker bereit, einen Kompromiss zu machen: Die zur Kernzone hin gerichtete Fassade seines Minergiehauses ist energetisch nicht optimal ausgerichtet, also nicht optimal isoliert. Das ging nicht, wenn dieses Stück Baselbieter Wohnkultur erhalten bleiben sollte. Dafür ist der Rest des Gebäudes bis unter das Dach isoliert; Luftundichtigkeiten wurden eliminiert. Die Fenster sind dreifach-isoliert. 2012 erhielt Ecker für sein Werk den Schweizerischen Denkmalpreis. Holzpellets statt Elektroheizung Wichtig war, auf eine neue Heizung zu setzen. Die alte verbrauchte mehr als doppelt so viel Energie wie die heutige Lösung, gleichzeitig leistete sie markant weniger. Bis 2007 wurde mit einem ungenügenden Holzofen geheizt, der zwölf Ster pro Jahr verbrannte. Hinzu kamen Elektronachtspeicheröfen. Diese verwandelten den Strom nachts, wenn er am günstigsten war, in Wärme und speicherten diese für den Tag. Die beiden Wärmequellen schafften es jedoch im Winter nicht, das ganze Haus mit genügend Wärme zu versorgen. Seit neun Jahren klappt das mit einem Holzpelletofen perfekt. In der Finanzierung erhielt Christoph Ecker Unterstützung von der Basellandschaftlichen Kantonalbank. «Das war eine wirklich gute Zusammenarbeit», bestätigt er. Vom Energiepaket konnte Ecker noch nicht profitieren. Dieses unterstützt erst seit 2010 Hauseigentümer, die ihre Gebäude energetisch optimieren wollen. Ecker hat aber seither viele Bauherren beraten, die von den Geldern des Energiepakets profitieren konnten. «Das Energiepaket ist eine gute Sache, es schafft einen Anreiz, die Sache in die Hand zu nehmen», sagt der Architekt. Total saniertes Haus Christoph Ecker hat ein Baselbieter Bauernhaus von 1850 mit Wohn- und Ökonomieteil in ein Einfamilienhaus mit 250 Quadratmetern Wohnfläche verwandelt. 2007 musste er mit seiner Familie ein halbes Jahr ausziehen. In dieser Zeit wurde das Gebäude saniert. Es blieben lediglich die tragenden Teile stehen. Isoliert hat er mit Cellulose, Mineralwolle und einem Dämmputz, dem ein Styroporanteil beigemischt ist. Der Oltinger Architekt hat 750 000 Franken investiert. Zum Dorfkern hin blieb das Erscheinungsbild unverändert. Die Rückseite wurde durch einen Anbau ergänzt. Geheizt wird nun mit Holzpellets statt mit Elektronachtspeicheröfen.

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